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Berlin: Kunstwettbewerb ausgelobt

Kunst im Untergrund 2020/21 – as above, so below

Die neue Gesellschaft für Bildende Kunst (nGBK) hat für Berlin den Wettbewerb „Kunst im Untergrund 2020/21“ mit dem Thema „as above, so below“ ausgelobt. Das Ziel ist es, die „Stadt künstlerisch neu zu denken“, so die Mitteilung der nGBK. Als Orte für das Kunstprojekt mit bis zu fünf Arbeiten sind Teile des unter- und oberirdischen U-Bahnnetzes gedacht. In der Mitteilung heißt es weiter: „Mit diesem Nachdenken über Stadtverbindungen können gleichzeitig Freiheitsbegriffe, Ideen von Nachhaltigkeit, Wohlstand und Gerechtigkeit angesichts eines begrenzten Lebensraums thematisiert werden. Im Rahmen des Wettbewerbs ‚as above, so below‘ geht es nicht darum, eine Utopie zu entwickeln, sondern mit künstlerischen Interventionen eine öffentliche Diskussion darüber anzuregen, was im Berliner Stadtraum erhaltenswert und was verzichtbar ist, was erfunden, ausgebaut oder neu gedacht werden sollte.“

Entsprechend bildet das U-Bahnnetz nur den Ausgangspunkt für die Kunststandorte. Da auch oberirdische Bereiche einbezogen sind, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf den „Stadtbiotopen als abgrenzbare Lebensräume für Menschen, Pflanzen und Tiere: Parkanlagen, Grünflächen, Friedhöfe und Gewässer. Aktuelle Debatten sollen lokal angebunden und vor Ort durch künstlerische Mittel erfahrbar gemacht, vergessenes Wissen vergegenwärtigt und auf Potenziale der Stadt verwiesen werden“, so die nGBK. Ein weiteres Thema ist der öffentliche Raum in Bezug auf die Corona-Maßnahmen. Die unterschiedlichen Eingriffe, die dazu dienen, die Pandemie einzudämmen, wirken unter anderem auf den städtischen Raum, das soziale Miteinander und das demokratische Verständnis.

Als Orte für künstlerische Interventionen sind drei Bereiche vorgesehen: Das Berliner Fenster als medialer Ort im gesamten BVG-Netz sowie zwei Standorte der U8, die jeweils auch Biotope einschließen – der U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz im Norden und der U-Bahnhof Leinestraße im Süden. Letzterer ist umgeben von einer Vielzahl an Friedhöfen, die durch einen kulturellen Wandel ihren ursprünglichen Zweck kaum mehr erfüllen. An den U-Bahnhof Franz-Neumann-Platz am Schäfersee grenzen ein 1928 gestalteter Park, der heute eine geschützte Grünanlage und ein Gartendenkmal darstellt, sowie Wohnhäuser und eine Minigolfanlage. Die von Künstlern eingereichten Entwürfe zu diesen Orten sollen sich sowohl auf den oberirdischen, wie auch auf den unterirdischen Bereich beziehen und beide Ebenen miteinander in Verbindung bringen.

Die nGbK lobt den offenen einphasigen Kunstwettbewerb heuer aufgrund der Eindämmungsmaßnahmen zu Covid-19 deutschlandweit anstatt wie in den vergangenen Jahren international aus. Professionelle Einzelkünstler wie auch Gruppen mit Wohnsitz in Deutschland können ihre Vorschläge ausschließlich online bis zum 27. Juli einreichen. Als Realisationszeitraum für das Projekt wird die Zeit von März bis Oktober 2021 angegeben. Für die Produktionskosten stehen bis 8.000 Euro pro Arbeit zuzüglich 4.000 Euro Honorar brutto zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.ngbk.de

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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