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Anna Blume gestorben

Anna und Bernhard Blume, Hänsel und Gretel, 1990/91

Anna Blume ist tot. Die Fotokünstlerin starb am vergangenen Donnerstag im Alter von 83 Jahren. Das teilte die Berliner Galerie Buchmann, die ihr Werk vertritt. Gemeinsam mit ihrem 2011 verstorbenen Ehemann Bernhard Blume thematisierte die Künstlerin den bürgerlichen Alltag als absurdes Spektakel. Das Duo setzte Fotoprojekte um, nutzte dabei auch Elemente der Performance und Malerei und parodierte das Leben des einfachen Menschen. Bei ihnen wurde die Realität zum Wahn, in der Dämonen wirken, etwa wenn Kartoffeln wild in der Küche durch die Luft fliegen und die Köchin verrückt machen oder Mahlzeiten ihr Eigenleben beginnen und dabei die Münder der Esser versperren. Dabei sind Anna und Bernhard Blume stets Teil ihrer skurrilen Visionen.

Nach ihren Worten begehrten sie mit ihrer inszenierten Fotografie gegen die „ganze verklemmte, unfreie, autoritäre Situation in unserer Kindheit und Jugend im Nachkriegsdeutschland“ auf. Galerist André Buchmann würdigte die Künstler nun: „Die beiden hinterlassen ein ironisch-philosophisches Œuvre, das sich kritisch der Überhöhung des Künstlers als Repräsentant eines kleinbürgerlichen Milieus widersetzt. Ihr Werk wird immer für zeitgenössische neue Lesarten offen sein, wie ihre Serie ‚Im Wald‘, die letztes Jahr auf der Art Basel Unlimited gezeigt wurde. Das Werk reflektiert die menschliche Romantisierung des Waldes im Kontrast zu gegenwärtigen Fragen des Umweltschutzes.“

Anna und Bernhard Blume wurden beide 1937 in Westfalen geboren. In den 1960er Jahren lernten sie sich an der Kunstakademie Düsseldorf kennen und wurden unter anderem 1977 mit ihren Arbeiten auf der Documenta in Kassel bekannt. Bis 1985 arbeitete Anna Blume an einem Kölner Gymnasium als Kunst- und Werklehrerin. Bernhard Blume unterrichtete als Kunst- und Philosophielehrer. Erst in den 1980er Jahren gaben sie ihre jeweiligen Tätigkeiten auf, um nunmehr gemeinsam künstlerisch zu arbeiten, und wurden zur Vorreiter der inszenierten Fotografie. Ab 1987 lehrte Bernhard Blume an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg.

Die Lichtbilder der Blumes forderten großen Aufwand, auch hinsichtlich der unterschiedlichen Materialien. So balancierten und kletterten sie etwa für die Serie „Im Wald“ auf Bäumen, hielten sich an Ästen fest und taten so, als ob sie ins Nichts stürzten. In der Serie „Flugversuche“ sprang Bernhard Blume mit seiner Mutter auf der Couch herum, hob sie beschwingt empor, während beide ausgelassen lachten. Mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie griffen die Blumes auf die neuen Möglichkeiten für ihre Schwarz-Weiß-Bilder zurück. Mit konstruktivistischen Elementen und Balken aus Styropor nahmen sie in ihrer Serie „Abstrakte Kunst“ die Kunst der Moderne aufs Korn und fügten ihre verrenkten Körper als ironische Gegengewichte in die strengen Skulpturenarrangements. Oftmals versahen die Blumes ihre Serien auch mit Sinnsprüchen, so etwa „Der Gedanke des Todes ist unannehmbar“ für die Gruppe ihrer „Passionsbilder“.

Anna und Bernhard Blume stellten international aus, etwa im Centre national de la photographie in Paris, im Milwaukee Art Museum, im Museum of Modern Art in New York, im Museum Folkwang in Essen oder dem Kunstmuseum Bonn. Zudem wurden sie mit dem Konrad-von-Soest-Preis des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe, dem Hamburger Edwin-Scharff-Preis und dem Großen Kunstpreis Berlin geehrt.


23.06.2020

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Anna und Bernhard Blume, Hänsel und Gretel, 1990/91
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