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Stucks Skulpturen in München

in der Ausstellung „Schönheit. Stärke. Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert“

Die Münchner Villa Stuck zeigt ab heute Plastiken des Malerfürsten Franz von Stuck. Anlass der Ausstellung ist die Erwerbung der in nur wenigen Exemplaren gegossenen Bronzestatue „Phryne“ aus dem Jahr 1925. Unter dem Titel „Schönheit. Stärke. Leidenschaft“ wird in den historischen Räumen der Villa das eher unbekannte bildhauerische Werk des Münchner Künstlers präsentiert. Kuratorin Margot Brandlhuber will dabei den Betrachter vor allem zum genauen Hinsehen motivieren, denn die Schönheit der Arbeiten werde erst durch einen empathischen Blick möglich. Die Bildhauerei gehöre zu den eher unbekannteren, aber nicht minder spannenden Kapiteln in der künstlerischen Entwicklung Franz von Stucks.

Nachdem Stuck 1890 Max Klinger in Rom besucht hatte, wurde er erstmals auch bildhauerisch tätig. Bis 1925 schuf er einige plastische Arbeiten, deren Formensprache er stetig weiter entwickelte. Auf Kraft und Dynamik des klassizistischen Frühwerks folgten selbstbewusste und statische Frauenfiguren, wie die der „Phryne“. Jene Darstellung einer antiken Hetäre galt als ideale Verkörperung der weiblichen Schönheit. Ihre Klugheit und ihr Selbstbewusstsein, das selbst Götter herausforderte, entsprachen dem positiven, oftmals kämpferischen Frauenbild des Künstlers. Franz von Stuck setzte in der Darstellung auf absolute Symmetrie und explizite Betonung der Vorderansicht. Dabei gelang ihm die Verbindung von archaischer Strenge und moderner Reduktion.

Stucks Plastiken spiegeln die hohe technische Raffinesse des deutschen Bronzegusses wider, der im 19. Jahrhundert eine Blüte erlebte. Cosmas Leyrer, der vielleicht bekannteste Gießer jener Tage, fertigte zahlreiche von Stucks Statuetten für den internationalen Markt. Durch die Aufstellung der Plastiken in den historischen Sälen der Villa Stuck ergeben sich wechselvolle Beziehungen mit der Ausstattung der Räume. So ist etwa Stucks berühmte „Speerschleudernde Amazone“ gegenüber des antiken „Kopfs der Athena“ zu sehen. Stucks intensives Gemälde „Wächter des Paradieses“ scheint von den drei Skulpturen mit dem Titel „Feinde ringsum“ bedroht zu werden.

Die Ausstellung „Schönheit. Stärke. Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert“ läuft vom 1. Juli bis zum 25. Oktober. Die Villa Stuck hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt für das gesamte Haus kostet 9 Euro, ermäßigt 4,50 Euro. Die historischen Räume können für 4 Euro, ermäßigt für 2 Euro, besichtig werden. Für Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt frei.

Museum Villa Stuck
Prinzregentenstraße 60
D-81675 München

Telefon: +49 (0)89 – 45 55 51 0
Telefax: +49 (0)89 – 45 55 51 24

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


01.07.2020, Schönheit. Stärke. Leidenschaft - Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert

Bei:


Museum Villa Stuck

Kunstsparte:


Skulptur

Stilrichtung:


Jugendstil

Stilrichtung:


Symbolismus

Bericht:


Die Villa Stuck und andere Artgenossen

Bericht:


Der Beginn einer neuen Zeit

Variabilder:

in der Ausstellung „Schönheit. Stärke. Leidenschaft. Die
 Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert“
in der Ausstellung „Schönheit. Stärke. Leidenschaft. Die Plastiken Franz von Stucks in den Historischen Räumen neu präsentiert“

Variabilder:

Franz
 von Stuck, Phryne, 1924
Franz von Stuck, Phryne, 1924








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