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Wiesbaden restituiert ein Hölzel-Gemälde

Adolf Hölzel, Prozession im Gebirge, 1909/10

Der Verein zur Förderung der bildenden Kunst in Wiesbaden e.V. hat das Gemälde „Prozession im Gebirge“ von Adolf Hölzel an die Erben von Ernst und Gertrud Flersheim zurückgegeben. Das Bild, das als Nazi-Raubkunst identifiziert wurde, war eine Dauerleihgabe an das Museum Wiesbaden, wo es seit 1987 hing. Bis zu seiner Überführung am 30. August ist Hölzels Frühwerk noch in der Gemäldegalerie des Museums zu sehen.

Die „Prozession im Gebirge“ mit ihren zu dunklen Silhouetten vereinfachten Figuren inmitten einer düsteren Bergwelt gehörte zu den 30 Arbeiten aus dem Nachlass der Frankfurter Sammlerin Hanna Bekker vom Rath. Durch die 2005 eingestellte Suchmeldung der Flersheim-Erben auf der Datenbank „Lost Art“ wurde die Zentrale Stelle für Provenienzforschung in Hessen auf das Gemälde aufmerksam. Gemeinsam mit dem Museum Wiesbaden wurde geprüft, ob es sich bei dem museumeigenen Hölzel-Bild um das aus der Sammlung Flersheim handelte. Die Ergebnisse führten im Abgleich mit den Quellen der Erbenseite Ende Mai zur offiziellen Restitution an die Nachkommen von Ernst und Gertrud Flersheim.

Die seit mehreren Generationen in Frankfurt lebende Familie Flersheim erlebte unter Ernst Flersheim (1862-1944) die judenfeindliche Politik der Nazis. Der Kaufmann leitete seit 1892 gemeinsam mit seinem Bruder Martin die Firma seines Vaters. Mit seiner Frau Gertrud baute er eine Kunstsammlung auf, die sich vor allem auf deutsche Künstler des 19. und 20. Jahrhunderts konzentrierte. Die antisemitischen Repressionen der Nazis zwangen die Familie zur Flucht ins Ausland. Zwei Töchter konnten 1936 nach London und Brüssel fliehen, das Ehepaar Flersheim emigrierte ein Jahr später nach Amsterdam. Beide wurden 1940 bei dem Einmarsch der Nazis in die Niederlande inhaftiert und in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert, wo sie 1944 umkamen.

Im Zuge der Flucht ließen die Flersheims große Teile ihrer Kunstsammlung im Frankfurter Auktionshaus Hugo Helbing versteigern. Im Katalog sind unter dem Einlieferer Code „Nr. 3“ insgesamt 39 Gemälde ihrer Sammlung aufgeführt, darunter auch Hölzels „Prozession im Gebirge“. Hier ersteigerte die Malerin und Kunsthändlerin Hanna Bekker das Bild für 105 Reichsmark. Nach dem Krieg bemühte sich Tochter Edith Flersheim um die Rückerstattung der Objekte aus der elterlichen Sammlung. Während es ihr bei einigen Gemälden gelang, war der Verbleib des Hölzel-Werks dagegen lange unbekannt.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Adolf Hölzel, Prozession im Gebirge, 1909/10
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Adolf Hölzel

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