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Ayse Erkmen erhält Vogelmann-Preis

Der Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur geht an Ayse Erkmen

Der diesjährige Ernst Franz Vogelmann-Preis für Skulptur geht an die Konzept-Bildhauerin Ayse Erkmen. Die gleichnamige Stiftung ehrt mit der Auszeichnung und 30.000 Euro ein „ein ebenso solitäres wie außergewöhnliches künstlerisches Gesamtwerk“. Immer wieder wisse die international beachtete Künstlerin, so die Mitteilung der Städtischen Museen Heilbronn, mit ihren vornehmlich orts- und raumbezogenen Arbeiten zu überraschen. Die 1949 in Istanbul geborene Bildhauerin arbeitet bevorzugt im öffentlichen Raum und ließ etwa 1997 während der Skulptur Projekte Münster einen Hubschrauber mit angurteten kriegsbeschädigten Skulpturen über dem Dom kreisen. Vier Jahre später beschäftigte sich Erkmen in Frankfurt mit Personenfähren und ihren Mannschaften. Diese kamen per Schiff aus Istanbul, Venedig sowie Japan. Die Künstlerin wollte damit den Main als Lebensader ins Bewusstsein rückten. 2015/16 dekorierten ein Ring und ebenso großformatige farbkräftige Kugeln die bizarre Felsenlandschaft Kappadokiens.

Ayse Erkmen interessiert sich nicht für den Gegensatz aus Okzident und Orient. Vielmehr suche sie, so die Künstlerin, was der Ort und die Situation von ihr verlangten: „Mit meinen Arbeiten versuche ich immer, die konkreten sozialen und architektonischen Kontexte, die man gewöhnlich nicht bemerkt während man sie benutzt, wieder bemerkbar zu machen.“ Hierfür nutzt sie Aktionen, Installationen oder Interventionen, um auf die ortsspezifischen Eigenheiten hinzuweisen. Dabei gerät das Beiläufige und scheinbar Nebensächliche in den Fokus. Ihre Arbeiten sind auf begrenzte Zeit angelegt. Erkmen empfindet das Dauerhafte und Festgefügte in der Kunst als bedenklich, so dass für sie weniger das Produkt das künstlerische Ziel darstellt, sondern „ein mit minimalen Eingriffen erzeugter temporärer Zustand, der die Wahrnehmung fordert und als Erinnerung bleibt“. Das in fünf Jahrzehnten gewachsene Gesamtwerk der in Berlin und Istanbul lebenden Bildhauerin zeigt sich in einer Vielfalt der Konzepte, Formen, Medien und Materialien, die sie auf unterschiedlichen Ebenen miteinander vernetzt. Kennzeichnend sei die Gedankenschärfe, Sinnlichkeit und formale Konsequenz, die nicht zuletzt immer auf dem Skulpturalen fuße.

Ayse Erkmen, die ihr Studium 1977 an der Staatlichen Kunstakademie in Istanbul abschloss, kam 1993 durch das Künstlerprogramm des DAAD nach Berlin, lehrte Bildhauerei an der Frankfurter Städelschule sowie an den Kunstakademien in Kassel und Münster und stellt international aus. Ihr Werk war etwa im Museum Fridericianum in Kassel, in der Wiener Secession, im Kunstmuseum Basel, im Museum Abteiberg in Mönchengladbach, im Centre Georges Pompidou in Paris und in The Contemporary Austin in Texas. 2011 vertrat sie die Türkei auf der 54. Biennale in Venedig. Im Mai 2012 wurde Ayse Erkmen zu einem Mitglied der Akademie der Künste in Berlin gewählt. Die Preisträgerausstellung in der Kunsthalle Vogelmann in Heilbronn läuft am 18. Juli an.

Seit 2008 vergibt die Ernst Franz Vogelmann-Stiftung in Kooperation mit den Städtischen Museen Heilbronn alle drei Jahre den Preis für Skulptur. Gewürdigt werden Künstlerpersönlichkeiten, deren Werk innerhalb der zeitgenössischen Skulptur und Plastik bedeutende Impulse setzen konnte und die zudem ihren Lebens- oder Schaffensmittelpunkt in Deutschland oder den angrenzenden Ländern haben. Bisherige Gewinner waren Roman Signer, Franz Erhard Walther, Thomas Schütte und Richard Deacon.

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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