Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 11.12.2021 Auktion 1190: Asiatische Kunst - China, Tibet/Nepal, Japan

© Kunsthaus Lempertz

Anzeige

Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting

Brandung bei Knokke, 1895 / Max Schlichting
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

ohne Titel / Günther Uecker

ohne Titel / Günther Uecker
© Galerie Luther


Anzeige

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack

Ohne Titel - Chromatische Konstellation, 2015 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Thuar und Macke in Stade

Hans Thuar, Blühende Obstbäume (Endenich), 1911

Unter dem Titel „Ziemlich beste Freunde“ präsentiert das Kunsthaus Stade ab diesem Wochenende eine Schau zu Hans Thuar und August Macke und stellt darin das Leben und Werk zweier expressionistischer Künstler in den Mittelpunkt, die durch eine enge Freundschaft miteinander verbunden waren. Es ist der Kuratorin Ina Ewers-Schultz zu verdanken, dass sie neben dem bekannten Macke mit Thuar einen Künstler würdigt, der beinahe in Vergessenheit geraten ist. Dazu hat Ewers-Schultz Werke aus allen Schaffensphasen des 1887 in Treppendorf im Spreewald geborenen Künstlers zusammengetragen, überwiegend Gemälde, aber auch kunsthandwerkliche Arbeiten und Zeichnungen. Viele davon stammen aus dem Nachlass und sind erstmals zu sehen. Im Dialog mit den Arbeiten von August Macke zeigen sich einerseits Parallelen in der Kunstauffassung, andererseits tritt Thuar als eigenständige Künstlerpersönlichkeit in Erscheinung.

Thuars Familie siedelte 1892 nach Köln über. Einige Jahre später freundeten sich die Nachbarsjungen in Köln an. Die beiden tobten sich nicht nur bei ihren Spielen im Neubaugebiet am Kölner Strandrand aus, sondern waren auch fasziniert von den japanischen Holzschnitten, die Thuars Vater in seiner Grafiksammlung verwahrte. „Wir saßen – wir wilden, wilden Jungens – vor diesen unglaublich subtilen Reisblättern [...] und waren begeistert, erschüttert und so andächtig, wie uns noch keine Kirche je gesehen hatte“, erinnerte sich Thuar. Zwischen den beiden entwickelte sich eine besondere Beziehung, die sich durch Thuars Unfall und seine folgende Invalidität – er verlor bei einem Straßenbahnunglück beide Beine – noch verstärkte. Durch seinen Humor gab Macke dem Freund den Lebensmut zurück. „Damals erfand er das Karikaturenzeichnen, ich mußte doch lachen, ich sollte doch um jeden Preis lachen!“, so Thuar.

Nach Mackes frühem Tod als Soldat im Ersten Weltkrieg setzte Hans Thuar den Kontakt mit Mackes Frau, seinen Söhnen und seinem Freundeskreis fort. In den 1920er Jahren malte er expressive, leuchtend farbige und eigenständige Kompositionen, meist Naturvisionen, in denen er „seine Seele ausgießen konnte“. Inflation und Wirtschaftskrise brachten Thuar und seine fünfköpfige Familie immer wieder an den Rand des Existenzminimums. Kunsthandwerkliche Arbeiten, selbst entwickelte Salben und Cremes, der Betrieb einer Tankstelle und eines Cafés und schließlich die Eröffnung eines Holzladens trugen zum Lebensunterhalt bei. Seine Behinderung machte Thuar oftmals körperlich wie seelisch zu schaffen. Mit der Heirat von Mackes Sohn Wolfgang und Thuars Tochter Gisela an Weihnachten 1937 wuchsen die beiden Künstlerfamilien endgültig zusammen. Im Oktober 1944 wurde sein Haus in Ramersdorf bei Bonn zerstört. Die Familie wurde daraufhin nach Thüringen evakuiert, wo Thuar einige Monate nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Bad Langensalza starb.

Die Ausstellung „Ziemlich beste Freunde. Hans Thuar & August Macke“ läuft vom 19. September bis zum 10. Januar 2021. Das Kunsthaus Stade hat dienstags, donnerstags und freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, mittwochs von 10 bis 19 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei.

Kunsthaus Stade
Wasser West 7
D-21682 Stade

Telefon: +49 (0)4141 – 79 773 20
Telefax: +49 (0)4141 – 79 773 99

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 20

Seiten: 1  •  2  •  3

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (3)Stilrichtungen (2)Berichte (1)Variabilder (10)Künstler (2)

Veranstaltung vom:


19.09.2020, Hans Thuar und August Macke. Ziemlich beste Freunde

Bei:


Kunsthaus Stade

Kunstsparte:


Grafik

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Expressionismus

Bericht:


Zweiseeleneins

Variabilder:

Hans Thuar, Große Giebelhäuser, 1938
Hans Thuar, Große Giebelhäuser, 1938








News vom 29.11.2021

BRAFA 2022 abgesagt

BRAFA 2022 abgesagt

Lena Henke erhält den Marta Preis

Lena Henke erhält den Marta Preis

Lübeck will afrikanische Exponate restituieren

Lübeck will afrikanische Exponate restituieren

Gegenentwurf zur DDR-Realität: Erfurter Künstlerinnen in Berlin

Gegenentwurf zur DDR-Realität: Erfurter Künstlerinnen in Berlin

Brinckmann Preis 2021 für Cécile Feilchenfeldt

Brinckmann Preis 2021 für Cécile Feilchenfeldt

News vom 26.11.2021

Lukrative Benefizauktion in München

Lukrative Benefizauktion in München

Messe für Kunsthandwerk und Design in Hamburg

Messe für Kunsthandwerk und Design in Hamburg

München ehrt Ingvild Goetz

München ehrt Ingvild Goetz

Sammlungszuwachs für die Hamburger Kunsthalle

Sammlungszuwachs für die Hamburger Kunsthalle

Pinakothek der Moderne zeigt Shirin Neshat

Pinakothek der Moderne zeigt Shirin Neshat

News vom 25.11.2021

Neue Kulturstaatsministerin: Claudia Roth

Neue Kulturstaatsministerin: Claudia Roth

Christiane Oppermann in Hannover ausgezeichnet

Christiane Oppermann in Hannover ausgezeichnet

Einblicke in die Hamburger Sammlung Wolffson

Einblicke in die Hamburger Sammlung Wolffson

Prinzessin Amalia Augusta zurück in Dessau

Prinzessin Amalia Augusta zurück in Dessau

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Kunsthaus Lempertz - Gotthard Graubner, Rufus, 1992/95

Bildnismalerei wieder salonfähig
Kunsthaus Lempertz

Van Ham Kunstauktionen - Johannes Molzahn, August 1931, 1931

Unverwechselbar
Van Ham Kunstauktionen

Villa Grisebach Auktionen GmbH - Per Kirkebys abstrakte Landschaften aus der Sammlung der Berliner Sparkasse

Hochkarätige Werke aus der Sammlung der Berliner Sparkasse
Villa Grisebach Auktionen GmbH

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus - nach Antoine-Denis Chaudet, Napoleon I. Bonaparte, um 1810/14

Nach oben
Neumeister Münchener Kunstauktionshaus





Copyright © '99-'2021
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce