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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Lempertz feiert sein 175. Jubiläum. Leider hielt die Versteigerung mit Alten und Neuern Meistern nicht ganz, was die Erwartungen versprachen. Oft waren die Preise zu hoch angesetzt. Ein paar Lichtblicke gab es dann aber doch

Ein toter Mönch und zwei Klavierspieler



Giovanni Battista Tiepolo, Innenraum mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders

Giovanni Battista Tiepolo, Innenraum mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders

Lempertz kam bei seiner Auktion mit Kunst bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert mit einem lachenden und ein weinenden Auge davon: Während das mit 400.000 bis 450.000 Euro taxierte Top-Los der Offerte tatsächlich für 400.000 Euro unter den Hammer kam, überzeugten viele andere hochpreisige Werke Alter Meister nicht. Knapp die Hälfte blieb im Kölner Auktionshaus liegen. Der Höhepunkt war mit Giovanni Battista Tiepolos intimem Gemälde eines Innenraums mit Kapuzinermönchen am Sterbebett eines Ordensbruders erreicht, das in eine ausländische Sammlung wanderte. Begeisterung löste das für den großen venezianischen Settecento-Maler ungewöhnliche Sujet aus, das Tiepolo mit skizzenhafter Unmittelbarkeit und flackernder Lichtregie zum Leben erweckte, sowie die reduzierte Farbpalette in Brauntönen. Das 19. Jahrhundert schloss mit einer losbezogenen Zuschlagquote von 56 Prozent nur marginal besser ab, überraschte dann aber mit einem bemerkenswerten Anstieg der kleinformatigen, heimeligen Alltagsszene „Vierhändiges Klavierspiel“ des Porträt- und Genremalers Konstantin Egorovich Makovskij von 1880, die die Experten nicht auf dem Schirm hatten, wie die Bewertung von 6.000 bis 8.000 Euro erahnen lässt. Das lange Bietergefecht für das alte Ehepaar am Klavier des russischen Realisten stoppte erst bei 85.000 Euro.


Hoch angesetzten Kunstwerken wie Rossello di Jacopo Franchis thronender Madonna, Jacopo Chimentis „Adam und Eva“ oder einem Früchtestillleben mit Eichhörnchen von Peter Binoit, die allem um die 100.000 Euro lagen, zeigten die Sammler dagegen die kalte Schulter. Dafür katapultierten sie einige niedrig bewertete Gemälde des 16. und 17. Jahrhunderts auf unerwartet hohe Ergebnisse. So brachten es ein Maerten van Cleve I. zugeschriebenes Moralbild mit Dirne, Eule und Freier auf 20.000 Euro (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR), eine freizügige Lukretia mit Pelzmantel aus dem Umkreis Lucas Cranachs d.Ä. auf 46.000 Euro (Taxe 20.000 bis 22.000 EUR) und vier hochformatige Holztafeln mit den Heiligen Lorenz, Georg und Franz von Assisi sowie einem Stifter von Jan Claeissens aus dem Jahr 1628 auf 32.000 Euro (Taxe 9.000 bis 12.000 EUR). Für denselben Betrag gab es eine derbe Bauernfamilie im Hinterhof von Adriaen van Ostade aus dem Jahr 1638, die die Experten mit der Hälfte veranschlagt hatten. Auch Pieter van der Werff gelang ein sechsfacher Salto auf 36.000 Euro mit seinem Kabinettstück „Die gefangene Maus“, das sich früher im Privatbesitz des sächsischen Königshauses befand und noch im Rahmen der Dresdner Gemäldegalerie gefasst ist (Taxe 5.000 bis 6.000 EUR). Auch das feine Bildnis des Cornelis de Graeff, das Gesina ter Borch, Tochter und Mitarbeiterin Gerard ter Borchs, zugeschrieben wird, blieb nicht unentdeckt und kletterte von 7.000 Euro auf 11.500 Euro.

Gemälde Alter Meister

Zu den Highlights gehörte ein großformatiges Stilllebenpaar mit Süßwasser- und Seefischen von Pieter van Schaeyenborgh. Die beiden Gemälde, deren Herkunft sich bis zur Auftragsvergabe 1656/57 für das Provenhuis des Johan van Nordingen in Alkmaar zurückverfolgen lässt, kehren nun für 270.000 Euro in die Niederlande zurück (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). In Deutschland bleibt ein Stillleben mit erlegten Vögeln und Traubenkorb von Frans Snyders, das durch die Feinheit seiner Malerei besticht und mit 115.000 Euro seine Erwartungen von 90.000 bis 110.000 Euro überstieg. Jan Breughel d.J. kollaborierte mit dem gut 35 Jahre älteren Josse de Momper d.J. bei einer Grottenlandschaft mit einem frommen Einsiedler, der von einigen Menschen aufgesucht wird. 26.000 Euro waren ihr Lohn (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Jans Sohn Abraham Brueghel ging mit einem sinnlich arrangierten „Stillleben mit Blumen und Früchten“ an den Start, in das ein Liebhaber die untere Schätzgrenze von 100.000 Euro investierte. Wohl geordnet hatte der Kölner Barockmaler Johann Michael Hambach seinen Frühstückstisch mit Deckelhumpen, Nüssen, Brötchen und Dörrobst arrangiert und durfte sich nun über die obere Taxgrenze von 20.000 Euro freuen.

David Teniers d.J. prägte die Entwicklung des Bauerngenres in der flämischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Seine Meisterschaft beweist das geschäftige Interieur „Ländliche Küche mit Stillleben und einem Paar“, das mit 84.000 Euro zu den besonders umworbenen Stücken der Auktion zählte (Taxe 60.000 bis 70.000 EUR). Populär waren damals auch Darstellungen von Kirchenräumen. Ein Perfektionist auf diesem Gebiet war Hendrick Cornelisz van Vliet, wie an der lichtdurchfluteten Nieuwe Kerk in Delft mit dem Grab Wilhelms von Oranien zu sehen ist, die wie erwartet 40.000 Euro einbrachte. Werke des Antwerpener Malers Theodor Boeijermans tauchen auf dem Kunstmarkt selten auf, weswegen es nicht verwundert, dass Lempertz mit der Prognose von 80.000 Euro für seine große figurenbetonte Leinwand „Der Zinsgroschen“ einen Volltreffer landete. Biblische Sujets gehörten ebenfalls zu Adam Willaerts’ Leidenschaften. Gerne kombinierte er sie mit Marinemalerei zu farbenfrohen Küstenlandschaften wie bei seinem Gemälde „Jesus predigt am See Genezareth“, das für 65.000 Euro über die Ladentheke ging (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR).

Teure Rückgänge musste Lempertz noch mit einer Komposition aus Nelke, Tulpe, Akelei, Iris, Rosen, Chrysanthemen und Clematis auf einer Holzplatte von Ambrosius Bosschaert d.J. (Taxe 80.000 bis 90.000 EUR), Philips Wouwermans eleganter Gesellschaft mit Kutsche und unruhigen Pferden an einem Flussufer (Taxe 300.000 bis 350.000 EUR) oder Jacob Jordaens’ lebensgroßem Historienbild „Venus und Adonis“ mit etwas teigigen Figuren hinnehmen (Taxe 160.000 bis 200.000 EUR). In Rubens-Manier und lebendigem Kolorit präsentierte sich Erasmus Quellinus’ II klassizistisch angehauchte Maria mit Jesus- und Johannesknaben und betörte einen Bieter zu 42.000 Euro (Taxe 40.000 bis 50.000 EUR). Mit 88.000 Euro blieben zwei Dresden-Veduten mit dem Marktplatz und dem klassischen Elb-Blick auf die Altstadt von Pietro Bellotti aus der Mitte des 18. Jahrhunderts weit hinter den Erwartungen von 120.000 bis 140.000 Euro zurück. Seinen Wert verdoppeln konnte mit 75.000 Euro hingegen ein Selbstporträt Johann Heinrich Tischbeins d.Ä., der sich mit Palette, Staffelei und Pinseln sowie mit seinen beiden Töchtern in einem Familienbild verewigte (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Zeichnungen und Skulpturen

Auf Position eins bei den Zeichnungen platzierte sich Federico Baroccis zart in Pastell ausgeführtes Haupt Christi mit Dornenkrone, das taxkonform für 36.000 Euro von einem deutschen Sammler übernommen wurde. Überraschend gut schloss Geertruydt Roghmans „Junge Spinnerin“ in Kreide ab, die 2004 bereits einen Auftritt bei Lempertz hatte und damals 900 Euro einspielte. Im Mai 2019 blieb sie dann mit einer Schätzung von 1.200 bis 1.600 Euro unverkauft liegen, diesen November reichte es aber dann zu einer Vervierfachung der unteren anvisierten 800 Euro auf 3.200 Euro. Einen Anstieg auf 12.000 Euro feierte Jean-Louis Prévosts üppige Gouache eines dekorativen Stilllebens mit verschiedenen Früchten und einer blauen Vase (Taxe 3.500 bis 4.000 EUR). Dafür hatte Anton Henstenburghs naturgetreue Gouache eines rot-grünen Papageis mit exotischen Vögeln und einem Schmetterling aus dem 18. Jahrhundert das Nachsehen (Taxe 25.000 bis 28.000 EUR).

Unterdurchschnittlich lief es in der Abteilung Skulpturen und Kleinplastiken mit einer losbezogenen Verkaufsrate von 46,2 Prozent. Hatten es die Kunden aber auf eine Arbeit abgesehen, war kein Halten mehr, so etwa bei einer in Sandstein gearbeiteten, wohl nordfranzösischen Madonna aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, die dank eines deutschem Sammlers mit 82.000 Euro weit über ihre Bewertung von 12.000 bis 14.000 Euro hinausschoss. Vielfaches Interesse weckte zudem eine kostbare Hostiendose aus vergoldetem Kupfer und Email, die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Limoges wohl für das Königspaar Philipp IV. und Johanna I. von Navarra gefertigt wurde. Bieter trieben ihren Preis von 25.000 Euro auf 70.000 Euro. Eine vergoldete und emaillierte Kupferkusstafel mit Pietá-Darstellung aus der ehemaligen Sammlung des Kölner Kunstmäzens Richard von Schnitzler wurde Jean Pénicaud I. aus Limoges zugeschrieben und bei 30.000 Euro zugeschlagen (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Eine nordfranzösische Madonna aus Kalkstein im Weichen Stil der Gotik schaffte es auf 36.000 Euro (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Eine farbig gefasste und golden punzierte, anrührende Anna Selbdritt aus Ulm um 1500 folgte mit 26.000 Euro (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR), und vier wahrscheinlich mitteldeutsche Holzreliefs mit späterer Farbfassung, die Szenen des Leidenswegs Christi illustrieren und wohl einst zu einem spätgotischen Passionsaltar gehörten, bestätigten ihre obere Preisvorstellung von 16.000 Euro. Eine thronende Madonna mit markanter Physiognomie, die in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in Frankreich aus Elfenbein geschnitzt wurde (Taxe 80.000 bis 100.000 EUR), musste ebenso wie ein emailliertes italienisches Vortragekreuz des frühen 15. Jahrhunderts aus Gold an seine Einlieferer zurück (Taxe 150.000 bis 180.000 EUR).

Kunst des 19. Jahrhunderts

Neben Makovskijs trautem Klavierspielerpaar entbrannte im 19. Jahrhundert ein heftiger Bieterwettstreit um Anselm Feuerbachs frühe, großformatige Leinwand „Jacob freit um Rahel“ mit typisch zurückhaltendem Kolorit und klassischer Figurenkomposition, die wohl um 1854 entstanden und mit 40.000 bis 50.000 Euro beziffert worden war. Am Ende setzte sich der deutsche Handel mit 100.000 Euro durch. Damit war aber auch schon das Ende der Fahnenstange erreicht. Alle Gemälde, die mehr als 100.000 Euro einbringen sollten, verschmähte die Kundschaft. Vor allem die zwar technisch perfekte, aber immer ein wenig seelenlose Salonmalerei hatte Lempertz zu hoch angesetzt. So zogen etwa Conrad Kiesels zwei junge attraktive Damen „Nach dem Ball“ unverrichteter Dinge davon (Taxe 130.000 bis 140.000 EUR), ebenso wie Sándor Wagners opulente, in Samt und Seide gehüllte Gesellschaft nach der „Rückkehr von der Jagd“ aus dem Jahr 1864. Die Schätzung von 250.000 bis 280.000 Euro war im Vergleich zum bisherigen Rekordpreis Wagners von 7.500 Euro doch etwas zu hoch gegriffen war.

Ferencz Eisenhuts Orientalismus mit Männer in der brütenden Mittagshitze der Stadt Samarkand von 1890 verfing bei den Sammler gleichfalls nicht (Taxe 120.000 bis 130.000 EUR), außerdem der Realismus eines Adolph von Menzel. Weder seiner in flirrenden Pinselstrichen entwickelten Szene „Vor der Kirche“ mit Bettler und vornehmer Gesellschaft, noch seinem spielenden Mädchen an einem Sofa von 1848 gelang der Absprung (Taxe je 150.000 bis 180.000 EUR). Enttäuschend war auch das Abschneiden von Jakob Philipp Hackerts klassizistischen Landschaften. Seine Ansicht von Molina mit dem Monte San Liberatore bei Vietri sul Mare aus dem Jahr 1806 sollte 80.000 bis 100.000 Euro erzielen, sein Blick auf Bajae und den Golf von Pozzuoli, gerahmt von Weinranken und Bäumen, gar 220.000 bis 260.000 Euro. Aus beiden wurde bisher nichts. Dabei hatte das Gemälde von 1793 bei Bonhams in London 2006 mit einer Schätzung von 50.000 bis 70.000 Pfund den Hackert-Spitzenpreis von 410.000 Pfund aufgestellt.

So musste es das mittlere Preissegment richten. Noch nicht ganz erwacht war die Bieterlaune bei den Werken Carl Spitzwegs: Seine Leinwand eines singenden Männerquartetts beim Nachtständchen blieb mit 40.000 Euro unter Vorbehalt hinter dem Sollwert von mindestens 60.000 Euro zurück, seine schmale Studie zum „Bettelmusikant“ auf Zigarrenkistenholz spielte zumindest ihre untere Taxierung von 20.000 Euro ein. Beeinflusst von der Spätromantik entstand 1839 Ernst Ferdinand Oehmes friedvolle „Mühle im Eichtal“, die mit 70.000 Euro ihre Schätzung von 80.000 bis 100.000 Euro nur knapp verpasste. Etwas mehr Zugkraft entfaltete Hans Thomas dunkle zurückhaltende Mythologie „Apoll und Marsyas“ von 1893, die sich an der oberen Erwartung von 22.000 Euro platzierte. Auf die diesmal angesetzten 35.000 Euro pendelte sich eine melancholische Ansicht des Golfs von Neapel aus dem Spätwerk Adrian Ludwig Richters ein. Das Traumland der Dichter und Denker hatte es auch Eugen von Guérard angetan, der während seiner Düsseldorfer Studienzeit unberührte italienische Landschaften nach früheren Skizzen auf Leinwand bannte, so etwa seinen sonnigen Blick auf einen Bergsee, der nun für 20.000 Euro unter den Hammer kam (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Die Natur als Träger von Stimmungen porträtierten die Künstler der Dresdner Romantik wie Carl Gustav Carus, dessen „Blick über abendliche Felder auf ein Gehöft“ wenigstens für 50.000 Euro wegging (Taxe 70.000 bis 80.000 EUR). Sein Aquarell einer gotischen Friedhofskirche bei Nacht und Mondschein schloss bei 22.000 Euro ebenfalls mit einem Untergebot ab (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR). Das A und O der Landschaftsmaler, die Künstlerbrüder Oswald und Andreas Achenbach, bescherten Lempertz zwar keine neuen Spitzenpreise, aber immerhin verkauften sich nahezu alle ihre Lose. Andreas steuerte mehrere Seestücke bei, von denen ein Fischerboot im Sturm von 1876 bei 16.000 Euro und die nicht minder dramatische See „An der Mole“ von 1888 bei 9.000 Euro nicht kenterten (Taxen 15.000 bis 18.000 EUR und 8.000 bis 12.000 EUR). Oswald Achenbachs Werke trieben die Bieter nicht so stark an: Eine virtuose Abendszene im Park der Villa Borghese mit Blick auf Sankt Peter und ein sonniger Sommernachmittag an der Via Appia brachten 39.000 Euro und 38.000 Euro ein (Taxe je 40.000 bis 50.000 EUR), während seine in warmes Abendlicht getauchte Bergstadt in der Campagna mit 28.000 Euro etwas weiter hinter den angedachten 35.000 bis 45.000 Euro hängen blieb. Immerhin traf der rote Sonnenuntergang über dem Golf von Neapel mit 22.000 Euro den Geschmack mehrerer Käufer (Taxe 20.000 bis 22.000 EUR).

Eine erfreuliche Steigerung auf 37.000 Euro erfuhr ein bisher unbekanntes, detailreiches Aquarell Eduard Gaertners mit einer von Bäumen halbverdeckten Gartenansicht des Prinzessinnen-Palais am Boulevard Unter den Linden (Taxe 20.000 bis 22.000 EUR). Auch Adrianus Eversens niederländische Dorfstraße mit Kirche und Bauern in Enkhuizen durfte sich über einen Zuschlag von 20.000 Euro freuen (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR), ebenso wie Alexander Koester, dessen tauchende Enten im Seerosenteich für 19.000 Euro einmal mehr einen Liebhaber fanden (Taxe 15.000 bis 18.000 EUR). Wie eine Bühne inszenierte Reinhard Sebastian Zimmermann eine Dachauer Stube, in der eine in Trachten gekleidete und bereits angetrunkene Hochzeitsgesellschaft auf 34.000 Euro anstößt (Taxe 35.000 bis 50.000 EUR). Eine eigene Atmosphäre an der Schwelle zum Impressionismus schuf Eugène Boudin mit seinem Hafen von Trouville, in dessen niedriger Horizontlinie Boote und Schiffe mit ihren Wasserspiegelungen verschwimmen. Die graubraune Leinwand bestätigte ihre unter Schätzung von 70.000 Euro.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Kunsthaus Lempertz

Neumarkt 3

DE-50667 Köln

Telefon:+49 (0221) 92 57 290

Telefax:+49 (0221) 92 57 296

E-Mail: info@lempertz.com



19.12.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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