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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Van Ham schließt das Jahr mit dem besten Gesamtergebnis in Höhe von 40 Millionen Euro ab und beweist, dass in der Corona-Krise auf hochwertige Kunst gesetzt wird. Einen wichtigen Anteil am Erfolg hatte die vergangene Modern Week

Es ist doch Gold, was glänzt



Mit einem Bruttoumsatz von insgesamt 5,8 Millionen Euro hat die Modern Week die Erwartungen des Kölner Auktionshauses Van Ham erfüllt. Auch die losbezogene Zuschlagquote kann sich mit 71 Prozent sehen lassen. Die meisten Positionen verkauften sich in der Sparte „Moderne Kunst“; hier blieben nur neun der 64 angebotenen Kunstwerke liegen. Außerdem befand sich unter den Topsellern eines von sechs sechsstelligen Zuschlägen der Auktion: Max Ernsts blauer Hingucker „Enseigne pour une école de moustiques“ von 1961. Für das abstrakte Gemälde mit den stilisierten weißen Blüten waren 100.000 bis 150.000 Euro aufgerufen, und ein deutscher Online-Kunde sorgte mit seinem Gebot von 135.000 Euro für einen erfreulichen Auftakt. Auf dem Fuße folgten ein bunt koloriertes Selbstbildnis Marc Chagalls im Profil aus dem Jahr 1977, das sich ein nordrhein-westfälischer Sammler für 80.000 Euro an der unteren Schätzgrenze sicherte, die sympathische „Gähnende Dame“ aus der Damenkapelle im grünen Minikleid von Paul Kleinschmidt, die für gar nicht müde 43.000 Euro ebenfalls zum erwarteten Preis in eine süddeutsche Privatsammlung wechselte, und eine schnelle Tuschfederzeichnung von Pablo Picasso für taxkonforme 70.000 Euro, die einer 180teiligen Serie aus dem Winter 1953/54 angehört und vermutlich seine junge Geliebte Jacqueline Roque mit ihrem Hund darstellt.


Die moderne Kunst überzeugt auch mit unbekannten Namen

Pablo Picasso war zudem mit dem Farblinolschnitt eines stark abstrahierten Bacchanals mit Akrobaten vertreten, der für 28.000 Euro einen glücklichen Käufer fand (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR), sowie mit einem umfangreichen Konvolut aus Madoura-Keramiken, die den grenzenlosen Ideenreichtum des Universalkünstlers widerspiegeln und Van Ham bis auf den letzten Krümel aus den Händen gerissen wurden. Am begehrtesten waren zwei Krüge mit Henkel, einer kugelrund mit großem, schwarz-türkisfarbenem Gesicht für 28.000 Euro (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), der andere bemalt mit einem Reiter und seinem Pferd für 11.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR). Beeindruckende Wertsteigerungen erlebten zwei Werke des Düsseldorfer Malers Walter Ophey, die beide in eine nordrhein-westfälische Privatsammlung wandern. Ein mit kräftigen Pinselstrichen gemaltes herbstliches Blumenstillleben von 1915 verdoppelte seine Schätzung auf 40.000 Euro, während die „Pappeln in der Sonne“ um 1909 einer lockereren Werkphase angehörten und mit 38.000 Euro fast das Fünffache ihrer Taxe von 8.000 bis 12.000 Euro erreichten.

Weitere bemerkenswerte Ergebnisse erzielten zwei Bilder des Worpsweder Malers Otto Modersohn aus den 1920er Jahren mit einer vorfrühlingshaften hellen „Flußlandschaft“ und einer weiten Wiesenlandschaft in seiner niedersächsischen Heimat Rotenburg an der Wümme, die mit 22.000 Euro und 12.000 Euro jeweils doppelt so gut abschlossen als erwartet. Oskar Molls postimpressionistisches Stillleben „Petunie und Plastik am Fenster“ traf mit 28.000 Euro ins Schwarze (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), genauso wie Hans Purrmanns „Häuser umgeben von Pinien“ im kraftvollen Stil des Matisse-Schülers für 48.000 Euro (Taxe 35.000 bis 55.000 EUR). Besser als ihre Schätzungen schlossen dann noch die düster-bedrückende Sozialkritik „Mord“ von Werner Scholz bei 45.000 Euro statt der anvisierten 25.000 bis 35.000 Euro, Fritz Schaeflers expressionistisches „Waldbild III“ in alles dominierendem Blau bei 26.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR) und Franz Radziwills extrem querformatiges und original gerahmtes „Stillleben mit Schlangengurke“ von 1930 bei 28.000 Euro ab (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR).

Goldene Nachkriegsepoche

Mit einer losbezogenen Zuschlagquote von 63 Prozent schnitt die Nachkriegskunst innerhalb der Modern Week zwar am schlechtesten, aber immer noch sehr tüchtig mit dem meisten Zuschlägen über der 100.000 Euro-Grenze ab. Zu den Spitzenreiter zählten zwei monumentale Bronzen Fernando Boteros – kein Wunder, ist sein Stil mit den aufgeblähten Objekten doch weltberühmt. Sein dreidimensionales braunes „Still life with Watermelon“ aus einer Auflage von sechs Exemplaren hielt sich an die untere Erwartung von 150.000 Euro und wird nun in die USA transportiert. Gefragter war die zwei Meter hohe, goldglänzende Plastik „Bird on a column“; ein Liebhaber aus Monaco investierte 135.000 Euro statt der veranschlagten 70.000 bis 90.000 Euro in das propere Vögelchen. Ob es wohl die polierte Oberfläche oder die nahezu gleiche Größe wie bei Botero war, was die Bieter im Anschluss von einer weiteren Gold-Skulptur verzauberte und zu einem Wettstreit um die hieratische Skulptur „Wächter“ von Hede Bühl anspornte? Jedenfalls stellte am Ende ein amerikanischer Privatsammler mit 55.000 Euro einen internationalen Auktionsrekord für die Düsseldorfer Künstlerin auf; 12.000 bis 18.000 Euro hatte Van Ham dafür verlangt.

Preissteigerungen verzeichnete das Kölner Auktionshaus am 2. Dezember für das deutsche Informel. Diesem Trend folgten etwa eine Mischtechnik sowie zwei Gouachen von Karl Otto Götz. Insbesondere die für ihn typisch dynamische und bildfüllende Farbexplosion „Claudia“ in Blau und Schwarz überzeugte einen hessischen Sammler, der 85.000 Euro zahlte. Heimspiel für zwei Bilder von dem Quadriga-Kollegen Bernard Schultze, betreut Van Ham doch seit zwei Jahren den Nachlass des Malers. Die zarte Farbverästelung „tabuskri 4/60“ von 1960 erklomm 33.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR), während das zwei Jahre ältere, kräftigere „cruont“ mit plastischen Einklebungen 9.000 Euro auf sich vereinen (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Bereits im Frühjahr versteigerte Van Ham Papierarbeiten von Fritz Winter, und auch der Herbst hielten die Kölner spannende Positionen des Künstlers bereit. Die „Planung“ von 1954 spiegelt Winters geometrisch-konstruktiven Formenreichtum wider und schrappte mit 38.000 Euro nur knapp an der unteren Taxe von 40.000 Euro vorbei. „Die Sturmvögel“ von 1961 verdeutlichten mit reduzierten Farben, Linien und Formen eine ausgeprägtere gestisch-dynamische Malweise und verließen Köln mit 55.000 Euro leicht unter dem Mindestwert von 60.000 Euro.

Eine Reise nach China tritt die minimalistische, quadratische Arbeit „Early Spring“ des in Taiwan geborenen und in Asien beliebten Malers Richard Lin an, die bisher einer nordrhein-westfälischen Sammlung angehörte und mit 110.000 Euro zu den Top-Losen der Auktion avancierte (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR). Imi Knoebels wandfüllendes „Bank Holiday“ gehört ebenfalls in diese Preiskategorie. Seine Liebe zum Quadrat teilt er offenbar mit einem Sammler, dem das dreiteilige zurückhaltende Werk den unteren Preisrahmen von 100.000 Euro wert war. Das Markenzeichen des koreanischen Malers Kim Tschang-Yeul sind kristallin-reine, fast fotorealistische Wassertropfen, wie sie auf einer unbetitelten Leinwand von 1973 zu bewundern sind, die sich ein Bieter für 55.000 Euro sicherte (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR).

Warhol und seine hinterlistigen Nachahmer

Nachdem Sol LeWitts „Cube (B)“ in der Frühjahrsauktion den internationalen Rekord für eine Gouache mit 110.000 Euro brach, stand mit „Cube (A)“ nun das kunterbunt gestrichelte Würfel-Pendant aus dem Jahr 1994 für 100.000 bis 150.000 Euro zum Verkauf. Doch schon bei 90.000 Euro fiel hier rekordlos der Hammer. Während Jörg Immendorffs „Dogmatiker“-Hahn mit Dirigentenstock für 36.000 Euro und seine drei Babyfiguren auf einer titellosen Leinwand für 24.000 Euro den Künstler illustrieren (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR und 25.000 bis 35.000 EUR), verschwand Andy Warhol hinter seinen Motiven. Van Ham bot einige Druckgrafiken und einen Marilyn-Wandteppich an, von denen sich die Farbserigrafie „Cologne Cathedrale“ mit 33.000 Euro (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR) und das Porträt der kanadischen Balletttänzerin Karen Kain mit 28.000 Euro am ertragreichsten schlugen (Taxe 30.000 bis 35.000 EUR). Direkt auf Warhol bezog sich 1969 Ulrike Rosenbach in ihrer Arbeit „Art is a criminal action“, indem sie seinen „Double Elvis“ hernahm und sich in identischer Pose mit gezogenem Colt neben dem Revolverhelden positionierte. Für ihre feministische und ironische Warhol-Adaption nahm sie 24.000 Euro ein (Taxe 25.000 bis 30.000 EUR).

Ein Vertreter der Pop Art war James Rizzi. Seine fast zwei Meter hohe Acrylarbeit „The King of New York“ mit dem Empire State Building und zahlreichen kindlich-naiven Menschenköpfen ist ein farbenfrohes, detailverliebtes Musterbeispiel für seine von Lebensfreude strotzenden Wimmelbilder, für das erfreuliche 35.000 Euro zustande kamen (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Markus Lüpertz’ Monumentalgemälde „Männer ohne Frauen. Parsifal“ erschließt sich erst durch den Titel. Seine abstrakte und symbolbeladene Interpretation der Sagenwelt Wagners fand dennoch Anklang: 50.000 Euro wurden bezahlt (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR). Bei 60.000 Euro fiel der Hammer für Ernst Wilhelm Nays frühes mythisches Tierbild „Elch und Elchkuh“ von 1935, das mit geometrisch verfestigten Formen, schwarzer Kontur und Rot- und Brauntönen mehr Chiffre denn Naturabbild ist (Taxe 70.000 bis 100.000 EUR). Noch mehr Fantasie braucht die Deutung der großformatigen Mischtechnik „Kein Ungeheuer tanzt seinen Walzer allein II“, die Walter Stöhrer 1984 mit wildem Pinselduktus und literarischen Konnotationen auf die Leinwand bannte; ein Sammler ließ sich nicht abschrecken und forderte mit 33.000 Euro zum Tanz auf (Taxe 30.000 bis 50.000 EUR).

„18 Levels“ sind ein gelungenes Beispiel für die kinetischen Plastiken Yaacov Agams, die immer in Bewegung zu sein scheinen. Ein Sammler konnte die geometrische Edelstahlkonstruktion von 1971 erst bei 33.000 Euro mitnehmen (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Für 38.000 Euro sticht Carlos Cruz-Diez’ „Schwimmende Chromostruktur“ leicht unter ihrer Schätzung in See, obwohl der venezolanische Künstler 1988/89 bei seinem Miniaturstückgutfrachter doch eifrig mit optischen Täuschungen und Illusionen spielte (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Für Adolf Luther kam es bei seinen Objekten auf Licht, Energie und Spiegelung an. Er beteiligte sich mit acht Spiegel- und Linsenarbeiten, von denen sechs einen Abnehmer fanden. Besonders erfolgreich schloss mit 40.000 Euro ein Hohlspiegelobjekt von 1985 mit drei vertikalen Bahnen ab, das auf 22.000 bis 28.000 Euro angesetzt war.

A.R. Penck gab sich gleichfalls mit mehreren Stücken die Ehre; seine 31 Zentimeter kleine braune Bronze-Stele „Ghost“ kletterte von 8.000 Euro auf 22.000 Euro, während sein einsamer Strichmann auf dem Gemälde „War Planet“ schon an 17.000 Euro hängenblieb. Werner Stötzers grün patinierte Allegorie der Werra ist in ihrer gekrümmten Haltung an die tatsächliche Topografie des thüringischen Flusses angelehnt. Dafür vervierfachte ein Sammler den mittleren Taxwert auf 24.000 Euro. Ähnliche Haltung, ganz andere Intention: Tom Wesselmanns „Sitting Nude“ aus emailliertem und ausgeschnittenem Stahl geizt nicht mit ihren Reizen und schmachtete, bis ihre untere Schätzung von 40.000 Euro getroffen war. Kauflust weckte dann Richard Tuttles mehrteilige Installation „Sentences IV“ aus der „Twenty Floor Drawings“-Serie, die die Zerbrechlichkeit der Welt mit bunten Farben und Lichtern thematisiert und mit 48.000 Euro ihre Erwartungen beinahe verdoppelte.

Contemporary Art im Zeichen des Fotorealismus

Das beherrschende Thema der Zeitgenossen war der Fotorealismus. Bereits die Juni-Auktion offenbarte eine rege Nachfrage, der Van Ham auch jetzt mit einem Schwung an hyperrealistisch gemalten Werken nachkam. Besonders der Amerikaner Tom Blackwell war erneut beliebt, und sein großformatiges Gemälde „Exiting Celine, Monaco“ löste einen Bieterwettstreit aus. Am Ende gewann ihn ein monegassischer Fan, dem die Ansicht der durch die Luxusläden shoppenden Dame sicher bekannt vorkommen wird. 80.000 bis 120.000 Euro waren gefordert, 150.000 Euro wurden gezahlt - europaweiter Auktionsrekord! Für je 24.000 Euro wechselten Blackwells exklusive Shoppingtour entlang des Naples Piers im Südwesten Floridas (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR) sowie Bertrand Meniels täuschend echte Straßenflucht aus der Chinatown San Franciscos die Besitzer (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR). Vom Schnäppchenpreisschild von 7.000 bis 9.000 Euro für eine dunkelhaarige Playboy-Nixe in der Badewanne von Hilo Chen fühlte sich ein anderer Bieter dazu animiert, 20.000 Euro hinzublättern. Zum selben Gebot wurde Roberto Bernardis Stillleben aus Kristallkaraffen und goldgelbem Whiskey zugeschlagen und erfüllte damit seine untere Taxierung.

Bestseller der Contemporary-Auktion, die mit einer losbezogenen Zuschlagsquote von 74 Prozent insgesamt gut ankam, wurde die monumentale und verwirrende Landschaftsbeobachtung „Orange“ von David Schnell. Die über drei Meter hohe Leinwand von 2009 geht für ihre obere Schätzgrenze von 80.000 Euro in eine hessische Privatsammlung. Favorit war eigentlich Wolfgang Tillmans’ unikate Fotoarbeit „paper drop (black)“ aus dem Jahr 2001; doch die angedachten 100.000 bis 150.000 Euro waren zu viel. Etwas mehr Engagement zeigten Bieter bei den Arbeiten Thomas Ruffs: Der C-Print „17h 51min/-18°“ aus seiner Sternenbild-Serie überzeugte einen süddeutschen Interessenten und brachte 48.000 Euro ein (Taxe 50.000 bis 70.000 EUR), während „sub 15 III“ aus Ruffs Substrat-Reihe mit chromatischen Mutationen in poppigen Farben für 40.000 Euro an einen Sammler aus Nordrhein-Westfalen ging (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Gesittet und in beruhigenden Grüntönen kommt Ruud van Empels Fotografie „World #9“ daher. Das kleine, adrett gekleidete schwarze Mädchen in einem grünen Blätterdschungel legte auf 22.000 Euro zu (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR).

Einen erfreulichen Sprung von 18.000 Euro auf 35.000 Euro machte die Holz imitierende und farbig gefasste Bronzefigur „Löwenmann“ von Stephan Balkenhol. Dasselbe Ergebnis erzielte Norbert Biskys selbstreflexiver „Colorist“ von 2010 (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR). Auf die unteren 60.000 Euro einigten sich die Käufer bei Adrian Ghenies glühendem Weltuntergangsszenario in Gelb, Rot und Orange auf Karton um 2002. Eine ähnlich intensive Palette wählte Jonathan Meese für seinen „Rübezahl am Squawbach“ und quetschte großzügig auf seine Leinwand, was die Farbtuben hergaben; so viel Materialeinsatz wurde mit unerwarteten 26.000 Euro honoriert (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Eine durchschnittlich fünffache Preissteigerung erlebten zwei Tafeln Nicola Samorìs. Der Italiener kreiert zeitgenössische Interpretationen der Barockmalerei mit dunklem Firnis und kombiniert seine Ölbilder mit plastischen und zerstörerischen Elementen. „Il veleno nelle ombre“ von 2010 verätzt der Porträtierten für 33.000 Euro das Gesicht mit Gift, während der Protagonist auf „Giardino verticale“ aus dem Jahr 2014 von einer Welle aus dunklen Farbmassen für 28.000 Euro ergriffen wird (Taxe je 6.000 bis 8.000 EUR).

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Van Ham Kunstauktionen

Hitzelerstraße 2

DE-50968 Köln

Telefon:+49 (0221) 925 86 20

Telefax:+49 (0221) 925 86 24

E-Mail: info@van-ham.com



22.12.2020

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Viviane Bogumil

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