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Rückblick: Moderne Kunst bei der Zürcher Galerie Koller

Rund und linear blumig



Félix Vallotton,  Bouquet de fleurs et orange, 1923

Félix Vallotton, Bouquet de fleurs et orange, 1923

Helle Doppelstreifen ziehen sich über den Hintergrund in Grün. Davor steht auf einem ockerfarbenen, in der Farbe Caput Mortuum gestreiften Tischtuch ein rotbrauner Krug mit einem Arrangement aus blauvioletten, roten und weissen Annemonen. Störendes Element in dieser Komposition ist eine vor dem Krug befindliche farbkräftige Orange. Dieses Bild von Félix Vallotton mit dem Titel “Bouquet de fleurs et orange“ sollte das teuerste Werk der Auktion für Moderne Kunst im Auktionshaus Koller am 4. Juni werden. Mit 68.000 Schweizer Franken lag der Zuschlag jedoch 2.000 Franken unter dem taxierten 70.000 bis 100.000 Franken.



Gefolgt wurde diese Arbeit von einem Aquarell des deutschen Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner. Bei der „Davoser Berglandschaft im Winter“ aus dem Jahr 1920 schlängeln sich Baumketten, nahezu konzentrisch ausgehend von einem Zentrum im Tal, über die in Weiss, Violett und Blau gehaltenen Berge. Das Blatt erwarb ein Bieter für 58.000 Franken (Taxe 40.000 bis 70.000 SFR). Der 1917 von Kirchner ausgeführte Holzschnitt „Kühe und Hirten auf der Stafelalp“ verbesserte sich von der oberen Taxe von 30.000 auf 35.000 Franken. Ein Aquarell von Karl Schmidt-Rottluff, der wie Kirchner Mitglied der Künstlergruppe „Brücke“ war, wurde für 33.000 Franken verkauft (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Gelbe und blaue, mit schwarzen Konturen umrandete Blumen füllen das von dem Expressionisten geschaffene Blatt „Blumen in einer Vase“.

Für 33.000 Franken wechselte das Ölgemälde „In Pila la sera“ von Gottardo Segantini den Besitzer (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Eine ältere, in Blau gekleidete Frau lauft, Körbe zur Linken und Rechten, einen verschneiten Bergweg hinab. Für Segantinis herbstlichen Blick auf das Bergdorf Maloja interessierte sich dagegen niemand (Taxe 30.000 bis 40.000 SFR). Das kleinformatige Ölbild „Venedig bei Nacht“, von dem Schweizer Künstler Max Gubler als Teil einer Serie in Erinnerung an eine Venedigreise ausgeführt, war einem Sammler 48.000 Franken wert (Taxe 40.000 bis 60.000 SFR). Der Blick geht in diesem Gemälde von der Riva degli Chiavoni in Richtung Canale di San Marco. Dagegen war Gublers „Aufgehängte Forelle“ von 1951 nicht nach den Geschmack des Publikums. Bei geschätzten 45.000 bis 55.000 Franken nahm sie niemand mit.

Ein Portrait einer blonden Dame von Moise Kisling aus dem Jahr 1932 in Öl auf Leinwand erhielt den Zuschlag bei 33.000 Franken innerhalb der taxierten 25.000 bis 35.000 Franken. Das Gemälde erinnert in der Malweise an die irislosen Portraits von Modigliani oder die Gemälde eines Zeitgenossen von Kisling, Otto Dix. Die Fassade eines Schmuckladens in London abstrahierte Varlin 1955 in Ölfarbe auf schwarz beschichteter Kunstharzplatte. Das kleinformatige Bild „Schmuckladen in London“ erhielt den Zuschlag bei 32.000 Franken weit unter den Erwartungen von 50.000 bis 60.000 Franken.

Eine Zeichnung des Apollinaire–Freundes, Dadaisten und Surrealisten, Francis Picabia, wurde bei 11.000 Franken zur unteren Schätzung zugeschlagen. Es handelt sich dabei um ein Frauenportrait, das verschoben nach rechts unten ein zweites Mal über diese Zeichnung gelegt wurde. Die 33 cm hohe Bronzeskulptur „Cheri bibi“ des Surrealisten Max Ernst wechselte für 13.000 Franken den Besitzer (Taxe 10.000 bis 14.000 SFR). Bei der Druckgrafik erzielte die Mappe von insgesamt 18 Farbradierungen des italienischen Künstlers Marino Marini unter dem Titel „A il teatro delle maschere“ aus dem Jahr 1973 die geschätzten 50.000 Franken.

Das Bild „Komposition mit archaischer Architektur“ von Mario Sironi, der ein Schüler des Futuristen Giacomo Balla war, verbindet naturalistisch anmutende Elemente vor einer monochrom grün gemalten Fläche. Für 20.000 Franken ging es in neue Hände (Taxe 25.000 bis 35.000 SFR). Auch seine „Compositone Blu“ von 1956 mit weißen Strichmännchen ging bei 15.000 weg (Taxe 20.000 bis 28.000 SFR). 1990 schuf Jean Tinguely die Papierarbeit „Meta Harmonie extra riche et claire profonde“. Die Komposition aus verschiedenfarbige Kreisflächen wird ergänzt durch aufgeklebte Bänder mit geometrischen Strukturen und zeichnerischen Elementen. Die Arbeit lag beim Verkauf für 40.000 Franken 10.000 Franken über der Taxe von 20.000 bis 30.000 Franken.

Von den insgesamt 198 Losen in der Auktion in der Züricher Galerie Koller wurden insgesamt 84 verkauft und damit durchschnittliche 42 Prozent umgesetzt. Ein hoher Rückgang war Félix Vallottons „Femme nue couchée“ von 1913 (Taxe 80.000 bis 120.000 SFR). Dass sich niemand für die fünf qualitätvollen Ölgemälde Otto Modersohn interessiert hat (Taxen bis 90.000 SFR), ist nachvollziehbar. Deutschland wäre hier sicherlich der geeignetere Ort zum Verkauf gewesen. Auffallend aber ist, dass auch die vier Positionen mit Arbeiten Adolf Dietrichs keinen Käufer fanden, darunter der typisch nüchtern-sachliche „Blumenstrauss in schwarzer Vase mit zwei Vögeln“ von 1948 (Taxe 180.000 bis 270.000 SFR).

Kontakt:

Koller Auktionen

Hardturmstrasse 102

CH-8031 Zürich

Telefon:+41 (044) 445 63 63

Telefax:+41 (044) 273 19 66

E-Mail: office@kollerauktionen.ch

Startseite: www.kollerauktionen.com



01.08.2002

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Sabine Boehl

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