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Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Christie’s schließt die Man Ray-Auktion in Paris erfolgreich ab. Der Man Ray Trust meldet allerdings „schwerwiegende Bedenken“ an

Vorerst unbeeindruckt



Komplett absetzen konnte die Pariser Dependance des Auktionshauses Christie’s vor wenigen Tagen das Angebot einer Versteigerung, die ausschließlich surrealistische Werke des 1976 verstorbenen amerikanischen Künstlers Man Ray sowie einiger Kollegen wie Marcel Duchamp und Max Ernst umfasste. Die in 188 Losnummern präsentierten Arbeiten stammten allesamt aus dem Besitz von Man Rays letztem Mitarbeiter, dem 2004 verstorbenen Lucien Treillard, und seiner Witwe Edmonde – behauptet jedenfalls Christie’s. Nur wenige Stunden vor Beginn der Veranstaltung hatte allerdings der Man Ray Trust, der einen Großteil des Nachlasses und zahlreiche Rechte an Werken besitzt und verwaltet, „schwerwiegende Bedenken bezüglich der Provenienz und des rechtmäßigen Eigentums“ bei der überwiegenden Mehrzahl der Werke angemeldet. Der Trust äußerte den Verdacht, Treillard habe fast 150 Stücke „gestohlen“, und beruft sich unter anderem auf eine Einschätzung des Man Ray-Schülers Steven Manford. Gerichtliche Auseinandersetzungen im Nachgang der Auktion seien nicht ausgeschlossen.


Von dieser Meldung ließen sich die Bieter einstweilen aber nicht beeindrucken. Nicht nur dass keine Losnummer unveräußert blieb, auch die Schätzpreise wurden häufig um ein Vielfaches übertroffen. Der Gesamtumsatz der Auktion am 2. März lag einschließlich der Aufgelder bei gut 5,93 Millionen Euro, dagegen hatte die Schätzung nur rund 2,5 Millionen Euro betragen. So schoss der Wert von Man Rays Glaszylinder mit 44 Silberkugeln und dem Titel „New York – 1920“ von 10.000 bis 15.000 Euro auf 70.000 Euro, die 1966 auf Basis einer fast fünfzig Jahre älteren Holzskulptur in einer Neunerauflage gegossene Bronze „By Itself I“ kletterte vom gleichen Ausgangswert auf 48.000 Euro, und das 1969/73 geschaffene Spätwerk „La Poire d’Erik Satie“ mit einer Plastikbirne im Objektkasten vor einer einfachen Wolkenlandschaft verfünffachte seine untere Schätzung auf 100.000 Euro. Sogar eine kleine querformatige Tafel, auf der sich nur zwei diagonale Linien und die Signatur Man Rays befinden, schaffte als Briefkuvertreminiszenz stolze 55.000 Euro (Taxe 2.000 bis 3.000 EUR).

Auch die zahlreichen Fotografien Man Rays aus der Welt der Surrealismus erfreuten sich großer Beliebtheit. Mit 35.000 Euro mehr als das Zehnfache der Schätzung erzielte die Aufnahme einer Parfümflasche namens „Belle Haleine Eau de Voilette“ von 1921/50 mit einem Travestiebildnis Duchamps „en Rrose Sélavy“, das gleich anschließend auch als Separatfotografie für 55.000 Euro versteigert wurde (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR). Portraits von Lee Miller für 52.000 Euro (Taxe 4.000 bis 6.000 EUR), André Derain für 22.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR) oder Alberto Giacometti im Profil für 55.000 Euro (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR) ergänzten das Angebot an Aufnahmen befreundeter Künstler. Die neunteilige Folge „Erotique voilée“ von 1933 mit Nacktaufnahmen der damals etwa zwanzigjährigen Meret Oppenheim bei der Druckerpresse war mit 250.000 Euro sogar die teuerste Position des Tages (Taxe 50.000 bis 60.000 EUR).

Weitere sechsstellige Summen erlösten die unikate und vom Künstler selbst beschriftete Rayografie „Les doigts d’amour de main Ray“ von 1951 für 150.000 Euro und der entfernt an die Op-Art erinnernde Objektkasten „À quoi rêvent les jeunes…“ von 1935 mit schwebenden schwarzen Rechtecken für 120.000 Euro (Taxen je 50.000 bis 70.000 EUR). Darauf folgten das lapidar aus runder Holzschale und Pinsel 1970 konstruierte Segelboot „Voilà“ für 100.000 Euro und „Les Trois pêchés“ von 1969 mit den titelgebenden Früchten für 140.000 Euro ebenfalls in rechteckigen Holzrahmen (Taxen je 20.000 bis 30.000 EUR). Mit 220.000 Euro schloss Marcel Duchamps 68teilige Reproduktionsmappe „De ou par Marcel Duchamp ou Rrose Sélavy (La Boîte-en-valise), série E“ von 1963, die er schon in den späten 1930er Jahren als Miniaturmuseum konzipiert hatte, im unteren Bereich der Schätzung ab. Ob die Vorwürfe des Man Ray Trust, denen Christie’s erwartungsgemäß entgegengetreten ist, an dem exzellenten Verkaufsergebnis noch etwas ändern werden, muss die Zukunft entscheiden.

Alle Preise verstehen sich als Zuschläge ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Christie’s Paris

9, Avenue Matignon

FR-75008 Paris

Telefon:+33 (01) 40 76 85 85

Telefax:+33 (01) 40 76 85 86

E-Mail: info@christies.com

Startseite: www.christies.com



09.03.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Johannes Sander

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Veranstaltung vom:


02.03.2021, Man Ray et les surréalistes. Collection Lucien et Edmonde Treillard

Bei:


Christie’s

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