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München restituiert Ochtervelts „Zitronenscheibchen“

Wird nun doch restituiert: Jacob Ochtervelt, Das Zitronenscheibchen, um 1667

Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen werden Jacob Ochtervelts Gemälde „Das Zitronenscheibchen“ auf Empfehlung der Limbach-Kommission an die Erben des jüdischen Bankiers Carl Hagen zurückgeben. Am 25. März hat der Bayerische Landtag eine entsprechende Anpassung des Haushaltsgesetztes verabschiedet und damit eine rechtliche Grundlage für die Restitution geschaffen. Damit endet eine jahrelange Auseinandersetzung um das in den 1660er Jahren entstandene Kunstwerk. Denn 2014 gingen die Staatsgemäldesammlungen nicht von Nazi-Raubkunst aus und restituierten das barocke Zweipersonenstück nicht.

Regierungsrat und NSDAP-Mitglied Carl Thürling hatte das Gemälde 1927 zusammen mit 20 weiteren Werken seiner Sammlung als Sicherheit für einen vom Berliner Bankhaus Hagen & Co gewährten Kredit, an dem Carl Hagen maßgeblich beteiligt war, an das Geldinstitut übergeben. Nach dem Tod Carl Hagens 1938 wurde das Bankhaus auf Druck des NS-Staates liquidiert und die Bilder Thürlings verkauft. Später gelangte das „Zitronenscheibchen“ in den Besitz des Stahlindustriellen Fritz Thyssen, dessen Tochter es 1987 in einem Konvolut mit anderen Kunstwerken den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen übereignete.

Nach Vermutung der Erben wurde ein Teil des Darlehens von Carl Hagen persönlich übernommen. Sie sehen sich deshalb als alleinige Eigentümer und forderten im Jahr 2012 die Restitution des Gemäldes. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen gestanden der Erbengemeinschaft jedoch nur ein Sicherungsrecht zu und sahen daher keinen Restitutionsanspruch. 2019 legten die Parteien den Fall der Beratenden Kommission vor. Diese hat die Rückgabe an die Erben nach Carl Hagen unter der Bedingung empfohlen, dass der Freistaat Bayern bei einer Veräußerung des Ochtervelt-Gemäldes innerhalb von zehn Jahren nach der Restitution mit 50 Prozent am Erlös zu beteiligen ist.

Der Erlös von 35.000 Reichsmark aus dem Verkauf des „Zitronenscheibchens“ wurde 1938 vollständig zur Tilgung des nur teilweise abbezahlten Darlehens verwandt. Damit sei laut Erbengemeinschaft Thürlings Eigentumsrecht auf das Gemälde erloschen. Auch die Tatsache, dass Thürling seine Restschuld gegenüber den Erben Carl Hagens im Jahr 1950 vollständig beglich, ändere nichts an dieser Tatsache. Die Beratende Kommission spricht der Erbengemeinschaft im Einklang mit den Staatsgemäldesammlungen nur ein Sicherungseigentum zu. Der vergleichsweise hohe Erlös, der 1938 beim Verkauf des Bildes erzielt wurde, spricht dafür, dass es sich um einen angemessenen Preis handelte. Die Erben Hagens haben demnach keinen juristischen Anspruch auf eine Restitution des Gemäldes.

Die Familie Hagen musste jedoch durch die Liquidierung des Bankhauses und die Verfolgung unter den Nationalsozialisten große Vermögenseinbußen und beträchtliches Leid hinnehmen. Alle vier Kinder Hagens wurden durch das NS-Regime verfolgt. Das Gemälde „Zitronenscheibchen“ von Jacob Ochtervelt steht für die Erinnerungen der Familie Hagen an das erlittene Leid. Der Verlust des Bildes wird daher von der Limbach-Kommission als ideeller Schaden gesehen, der durch die Rückgabe des Gemäldes aus moralisch ethischen Gründen zur Widergutmachung beitragen soll. „Der Freistaat Bayern unterstützt und respektiert die Entscheidung der Beratenden Kommission. Wir werden nun auf die Erben zugehen und die Restitution in die Wege leiten. Damit wollen wir zur Wiedergutmachung von NS-Verbrechen beitragen und ein Stück Gerechtigkeit für die Opfer herstellen“, so Kunstminister Bernd Sibler.


29.03.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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