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Düsseldorf soll Franz Marcs „Füchse“ restituieren

Franz Marc, Die Füchse, 1913

Die Beratende Kommission für die Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Raubguts hat der Stadt Düsseldorf die Restitution des Ölgemäldes „Die Füchse“ von Franz Marc aus dem Jahr 1913 an die Erben nach Kurt und Else Grawi empfohlen. Kurt Grawi war bis mindestens Februar 1940 der Eigentümer des Gemäldes, das auf seine Bitte bis September 1940 in New York über den Kunsthändler Karl Nierendorf für eine unbekannte Summe an das Schauspieler und Regisseur-Ehepaar William und Charlotte Dieterle verkauft wurde. Aus deren Besitz erhielt es Helmut Horten, der die „Füchse“ 1962 der Städtischen Kunstsammlung Düsseldorf schenkte. Streitig zwischen den Parteien ist, ob das Gemälde auf Grund seines Verkaufs im Ausland als NS-verfolgungsbedingtes Kulturgut gilt und daher restituiert werden muss. Für die Beratende Kommission stellt die Verfolgung durch die Nationalsozialisten die Grundlage für den Verkauf des Bildes dar, sie empfiehlt deswegen die Restitution an die Erben. Das Kulturdezernat der Stadt Düsseldorf will die Entscheidung in seiner nächsten Sitzung am 15. April diskutieren und anschließend dem Stadtrat vorlegen.

Der jüdische Bankkaufmann und Börsenmakler Kurt Denny Grawi wurde mit seiner Familie ab 1933 unter den Nationalsozialisten verfolgt. Ab 1935 wurden sämtliche seiner Unternehmungen und Unternehmungsbeteiligungen zwangsweise aufgelöst und arisiert. Im Zuge der Reichspogromnacht wurde Grawi für mehrere Wochen im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert, im April 1939 konnte er über Belgien nach Santiago de Chile emigrieren. Sein Vermögen überschrieb er seiner nicht-jüdischen Frau Else, die mit den beiden Söhnen bis Dezember 1939 in Berlin blieb und ihrem Mann dann weitgehend mittellos nach Chile nachfolgte. Um die auferlegten Zwangsabgaben bei der Ausreise finanzieren zu können, verkaufte sie das Berliner Anwesen der Familie.

Das Düsseldorfer Kulturdezernat hatte angeführt, dass auf dem New Yorker Kunstmarkt ein angemessener Kaufpreis vorauszusetzten sei und es keine Hinweise darauf gebe, dass Kurt Grawi das Geld nicht erhalten habe. Demnach habe ein zivilrechtlich wirksamer Verkauf außerhalb des NS-Machtbereichs stattgefunden, durch den für Grawi keine Nachteile entstanden seien. Die Erbengemeinschaft argumentierte, Kurt Grawi habe den Verkauf so lange wie möglich aufgeschoben und Ernst Simon in einem Schreiben vom April 1939 um die Vermittlung gebeten, obwohl der Zeitpunkt nicht günstig gewesen sei. Der Erlös des Verkaufs sei jedoch die „Grundlage der Auswanderung“. Nach Einschätzung der Kommission stand der Verkauf mit der nationalsozialistischen Verfolgung in einem derart engen Zusammenhang, dass der Ort des Geschehens demgegenüber zurücktritt. Grawi habe sich während seiner Flucht dazu entschlossen, das Gemälde zu veräußern, um seiner Familie einen Neuanfang in Chile zu ermöglichen. Die Limbach-Kommission empfiehlt daher die Restitution des Gemäldes.


30.03.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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