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Hans-Jürgen Burkard erhält Salomon-Preis

Der Dr.-Erich-Salomon-Preis geht in diesem Jahr an Hans-Jürgen Burkard

Die Deutsche Gesellschaft für Photographie ehrt Hans-Jürgen Burkard mit der 50. Ausgabe des Dr.-Erich-Salomon-Preises. Der „herausragende und mutige Bildjournalist“ sei wegen seiner „eindrucksvolle Arbeit als Magazin- und Reportagephotograph aus rund fünf Jahrzehnten“ ausgewählt worden, heißt es in der Begründung zur Preisvergabe. In enger Zusammenarbeit mit Textautoren und vor dem Hintergrund genauer Recherchen beleuchte Burkard gesellschaftliche Verwerfungen und die damit einhergehenden Einzelschicksale, von hungernden Militärs über eingesperrte Banden bis zu einem jugendlichen Straßenräuber und Mörder. Bekannt ist der Pfälzer für seine Arbeiten für den Stern und seine Reportagen aus der ehemaligen Sowjetunion. Farbenprächtige Weitwinkelaufnahmen und eine allgemein verständliche Bildsprache, die nicht nur Eliten ansprechen soll, sind typisch für den 69jährigen. Der Preis, eine Urkunde und eine Leica-Kamera, wird ihm Ende September in Hamburg überreicht.

In Russland, das dem Preisträger zur zweiten Heimat geworden ist, schuf Hans-Jürgen Burkard neben zahlreichen ergreifenden Bilder auch humorvolle Szenen aus dem Alltagsleben. So bannte er die Begegnung des farbenfroh gekleideten Designer Andrei Bartenev mit einer russischen Bäuerin auf Zelluloid. Vor der Kulisse der geräumigen Moskauer Metro überreicht der kalkweiß Gepuderte mit der extrovertierten Kleidung eine vergoldete Rose einer in militärisches Oliv gekleideten, rotbackigen Matrone aus der russischen Provinz, die – davon überrascht – herzlich lacht. Anderes ist erschütternd, so sein Foto „The Human Cage“ von 1989, in dem Burkard Gefangene des Straflagers Nr. 272/32 zeigt, die für den frühmorgendlicher Transport zur Arbeit mit der Transsibirischen Eisenbahn in Metallkäfige gepfercht werden.

1952 in Lahnstein geboren, studierte Hans-Jürgen Burkard Visuelle Kommunikation mit dem Schwerpunkt Fotografie an der Fachhochschule Dortmund. Bereits zu dieser Zeit arbeitete er für GEO und Stern. Nach seinem Abschluss blieb Burkard der GEO noch fast zehn Jahre treu, bis er 1989 als „Fester Freier“ zum Stern wechselte. Gleichzeitig wurde er als einer der ersten Reporter aus dem Westen jenseits des Eisernen Vorhangs in der Sowjetunion akkreditiert. In dieser von Umbrüchen geprägten Zeit dokumentierte er auch zuvor von der Partei tabuisierte Bereiche. So entstanden Bilderzyklen, wie „Die Mafia“, die „Rote Armee“, „Stalins lange Schatten“, „In Sibirien“, „Moloch Moskau“, „Religion in Russland“ und die „Kreml-Connection“. Die Bildfolge „Bilder aus schamlosen Zeiten“ (Russland 1989-1996) erschien 1998. Aktuell widmet sich Burkard einem Langzeitprojekt über Deutschland. 2020 erschien dazu das Buch „An Tagen wie diesen“, in dem sich der Preisträger bei seinen Schnappschüssen von neuesten deutschen Liedtexten inspirieren ließ. Neben dem Dr.-Erich-Salomon-Preis wurde der Fotograf unter anderem mit dem World Press Photo Award und dem Infinity Award of Journalism des International Center of Photography ausgezeichnet.

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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Hans-Jürgen Burkard, In den Gängen der Metro, Moskau, 1993
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Hans-Jürgen Burkard, The Human Cage – Bahnstation Sima,
 Sibirische Eisenbahn, 1989
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