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Marktberichte

Aktuellzum Archiv:Auktions-Nachbericht

Ergebnisse für die Kunst seit 1900 bei Grisebach: Hohe Verkaufsraten und Rekorde für Ausgefallenes

Kölner Progressive für die USA



Max Liebermann, Reiter in der Allee bei Sakrow, 1924

Max Liebermann, Reiter in der Allee bei Sakrow, 1924

Es ist ein schöner warmer Sommertag. Die höhen Bäume der Allee spenden dichten Schatten. Unter ihnen traben zwei Reiter auf ihren Braunen locker den Weg entlang. So sah Max Liebermann 1924 das nachmittägliche Vergnügen der gehobenen Berliner Gesellschaft und gestaltete daraus seine „Reiter in der Allee bei Sakrow“. In dem Gemälde aus dem Park von Schloss Sacrow, unweit von Liebermanns Wannsee-Villa auf der gegenüberliegenden Seite der Havel gelegen, hat der Künstler alle Zutaten für ein impressionistisches Meisterwerk gekonnt gemischt: Die Schönheit der Natur, in der sich der Mensch harmonisch einfügt, das durch das üppige tiefgrüne Blattwerk flutende Licht und der genießerische Zeitvertreib des betuchten Bürgertums der Weimarer Republik. Diese Qualitäten goutierten nun auch die Käufer in der Frühjahrsrunde bei Grisebach. Das letzte Mal bei Züricher Auktionshaus Koller im Dezember 2009 für 300.000 Franken gehandelt, standen bei den Berlinern nun schon 500.000 bis 700.000 Euro auf dem Etikett des sommerlichen Stimmungsbildes. Doch ein Sammler im Internet konnte sich erst bei 1,2 Millionen Euro gegen die Konkurrenz durchsetzen und verhalf den „Reitern in der Allee bei Sakrow“ zu einem vorderen Platz im Auktionsranking Liebermanns.


Mit den „Ausgewählten Werken“ hatte Grisebach am 10. Juni oft den Nerv des Publikums getroffen. Dafür sprechen die hohe losbezogene Verkaufsrate von über 90 Prozent und manches herausragende Ergebnis, etwa für Heinrich Vogelers Jugendstil-Ikone „Träume II“. Das symbolschwangere Gemälde aus dem Jahr 1912 mit der überzeitlich schönen Martha Vogeler, der Ehefrau und Muse des Künstlers in blühender stilisierter Frühlingslandschaft, hat den hauseigenen, über zwanzig Jahre alten Rekordwert von 360.000 D-Mark geknackt und ging bei 520.000 Euro in eine Berliner Privatsammlung (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Rekordträchtig in gleicher Höhe war zudem Carl Grossbergs einziges „Selbstbildnis“ aus dem Jahr 1928, das ihn kühl und sachlich neben seinem Hauptthema der Maschine zeigt und nun im Rheinland hängt (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR). Der Anwärter auf den Spitzenplatz der Versteigerung enttäuschte allerdings: Emil Noldes 1928 expressiv-pastos gemalte „Sonnenblume“ vor grauem Wolkenhimmel, die es zuletzt 2006 bei Sotheby’s in London auf netto 950.000 Pfund brachte, trat bei 700.000 bis 1 Million Euro wieder ihre Heimreise nach Großbritannien an.

Auf der Habenseite standen beim Expressionismus dann Alexej von Jawlenskys „Sommertag in Ascona“ von 1918 mit dem Lago Maggiore und den Alpen in leuchtender flächiger Farborchestrierung bei 340.000 Euro (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR) und Arthur Segals grüblerisches „Selbstporträt“ von 1921 in prismenartig aufgefächerten Streifen bei rekordträchtigen 300.000 Euro aus französischer Hand (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Ein Museum aus Süddeutschland langte bei Franz Marcs 1908 auf Hochformat gemaltem Waldausschnitt „Grüne Studie“ für taxkonforme 330.000 Euro zu. Dieses Kolorit dominierte auch Hermann Max Pechsteins ornamentales, nun 100.000 Euro teures „Grünes Stillleben“ von 1917 (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR).

Musikalische Abstraktion

Einige frühe ungegenständliche Positionen liefen hervorragend, etwa Thomas Rings von absoluter Musik inspirierte Farbsymphonie „Roter Gong“ von 1920 zum Rekordwert von 95.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR) oder Hannah Höchs 1922 in den Grundfarben entwickelte „Geometrischen Komposition“ bei 90.000 Euro (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Etwas zu kämpfen hatte Wilhelm Morgners farbgesättigte „Astrale Composition XVI“ von 1912, die mit ihren lebhaften Farbwirbeln nur 120.000 Euro aufwühlte (Taxe 150.000 bis 200.000 EUR). Dafür generierte Lesser Urys heitere impressionistische Berliner Stadtvedute „Brandenburger Tor vom Pariser Platz aus gesehen“ einträgliche 150.000 Euro (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR).

Publikumsliebling in der Nachkriegsepoche waren die deutsche Pop Art-Version „Kapitalistischer Realismus“ und vor allem Konrad Luegs lapidare „Bockwürste auf Pappteller“ von 1962/63. Die von Grisebach als „veritable Entdeckung“ gefeierte Leinwand des Düsseldorfer Malers, der ab 1967 unter seinem Geburtsnamen Konrad Fischer als Galerist berühmt werden sollte, legte von 80.000 Euro auf den Rekordwert von 350.000 Euro zu, den ein Kunsthändler aus Nordrhein-Westfalen bewilligte. Künstlerfreund Gerhard Richter reüssierte mit dem kleinen Ölbild „Umgeschlagenes Blatt“ von 1966, das als Trompe-l’œil einer sich vom Leinwandgrund lösenden abgerissenen Papierschicht raffiniert mit Realitätsebenen spielt, an der unteren Schätzgrenze von 600.000 Euro und mit dem marktfrischen Portrait von „Heidi“ in verwischter Manier nach einem Foto bei 440.000 Euro (Taxe 280.000 bis 350.000 EUR).

Ähnlich pointiert wie Konrad Lueg platzierte Konrad Klapheck 1957 zwei Holzschuhspanner auf schwarzen Grund, gab dem Gemälde den Titel „ähnliche Eltern“ und lieferte die Deutung gleich mit: „Die Schuhspanner treten zumeist paarweise auf und künden von den Freuden und Misslichkeiten in Liebe und Ehe.“ Das honorierte ein deutscher Sammler mit 460.000 Euro und erreichte damit fast den aktuellen Rekordwert von 480.000 Euro (Taxe 200.000 bis 300.000 EUR). Die Nachkriegsabstraktion machte mit Antonio Calderaras minimalistischer „Attrazione quadrata in dimensione rettangolare“ in farblicher und gestalterischer Ruhe von 1965 bei 64.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) und mit Emil Schumachers wildem und aufgeregtem Spätwerk „Scala III“ von 1991 bei 180.000 Euro auf sich aufmerksam (Taxe 120.000 bis 150.000 EUR). Während Neo Rauchs großformatiges Frühwerk „Autor“ von 1994 mit charakteristischem Figurenpersonal bei kryptischen Tätigkeiten einen Abschlag auf 280.000 Euro hinnehmen musste (Taxe 300.000 bis 400.000 EUR), freute sich Fernando Boteros „Walking Woman in Profile“ von 1983 nicht nur über ihre Leibesfülle, sondern auch über 440.000 Euro (Taxe 350.000 bis 450.000 EUR).

Progression bei Progressiven Kunst

Hoch hinaus ging es für einige zentrale Werke der Sander Collection, der Sammlung August Sanders, der Grisebach einen eigenen Katalog widmete, allerdings nicht für den berühmten Kölner Fotografen selbst. Keines seiner dort verzeichneten Portraits befreundeter Künstler, etwa von Otto Dix, Franz Maria Jansen oder von Kostümfesten, fand für Bewertungen zwischen 12.000 und 60.000 Euro den Absprung. Unangefochten war Franz Wilhelm Seiwert, der Kopf der „Kölner Progressiven“, die mit ihrer Kunst in Gesellschaft und Politik wirken wollten und nach dem Ersten Weltkrieg ein neues Menschenbild propagierten. In seiner charakteristisch zeichenhaft verknappten Formensprache schuf er sein „Wandbild für einen Fotografen“, in dem er Geräte und Arbeitsvorgänge der Fotografie zitierte. Das Gemälde aus dem Jahr 1925, das hinsichtlich der Größe und Bedeutung als Zeichen der Freundschaft zwischen Sander und Seiwert ein Schwergewicht ist, wollte das Art Institute of Chicago unbedingt haben und musste dafür 1 Million Euro aufwenden – weit über dem bisherigen Spitzenpreis von 275.000 Euro aus dem Jahr 2005 (Taxe 400.000 bis 600.000 EUR).

Dass auch andere Arbeiten Seiwerts auf der Einkaufsliste der Händler und Sammler standen, beweisen 95.000 Euro für seine ebenfalls leuchtend bunte „Stark abstrahierte Halbfigur“ von 1920 (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) oder die 110.000 Euro für die „Ländliche Familie (Familie Jatho)“ mit soziopolitischem Anspruch (Taxe 100.000 bis 150.000 EUR). Zweiter gern gesehener Künstler der Sander Collection war Heinrich Hoerle, der mit nur einem unverkauften von elf Positionen seinen Teil zur losbezogen Zuschlagsquote von knapp 80 Prozent beitrug. Bedacht wurde er mit 125.000 Euro für sein klares, regungsloses „Selbstbildnis“ von 1931 in geometrisch verfestigten Formen (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR), mit 45.000 Euro für seinen noch strenger ausformulierten Frauenkopf aus der Mitte der 1930er Jahre (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR) oder mit 120.000 Euro für den ebenfalls aus bunten Wachskreiden entwickelten Hinterkopf des „Vordermanns“ von 1932 (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Hoerles „Krüppelmappe“, in der er 1920 auf zwölf Lithografien die Folgen des Ersten Weltkriegs mit den vielen Versehrten verarbeitete, sprang von 12.000 Euro auf 26.000 Euro, sein kleiner, wenige Jahre jüngerer, ebenso erschreckender Linolschnitt „Prothesenkopf“ von 2.000 Euro auf 15.000 Euro.

Überraschend waren auch die 20.000 Euro, die seine Frau Angelika Hoerle mit ihren vier stark typisierten Holzschnitten „Fisch, „Lampe“, „Vogel“ und „Haus“ von 1920 aufbrachte (Taxe 1.000 bis 1.500 EUR). Roboterhafte Gestalten bevölkern zudem die grafischen Welten von Gerd Arntz. Preislicher Höhepunkt bei ihm waren die 50.000 Euro für seine zwölf Holzschnitte „Häuser der Zeit“ von 1927, in denen er die Fassaden von bestimmten Gebäudetypen, wie Hotel, Bank, Gefängnis, Bordell oder Fabrik, wegnimmt und ins Innere blickt (Taxe 12.000 bis 15.000 EUR). Einzige ungegenständliche Position der Sammlung Sander war Otto Freundlichs farbfreudige Pastell-„Komposition“ um 1931, die Anna Sander als Vorlage für den aus Stoffen genähten Titel der Mappe „Malerbildnisse“ diente und sich erst bei 55.000 Euro verabschiedete (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Noch mehr Spitzenergebnisse bei den Tagesauktionen

Weitere Auktionsrekorde gab es auch bei der „Modernen Kunst“, die Grisebach einen Tag nach den Ausgewählten Werken und der Sander Collection am 11. Juni verhandelte und samt Nachverkauf bei hoher losbezogener Zuschlagsquote von 84 Prozent abschloss. Neue Maßstäbe setzten etwa Theo von Brockhusen mit seinem farbintensiven, stark von Vincent van Gogh geprägten Sommertag im „Ausflugslokal“ Baumgartenbrück am Schwielowsee bei Potsdam aus den frühen 1910er Jahren mit 85.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR) oder Philipp Franck mit seinem spätimpressionistischen ruhigen Blick auf die „Wannseebrücke“ von 1926 mit 74.000 Euro (Taxe 15.000 bis 20.000 EUR). Die gleichen Zutaten führten wiederum bei Franz Heckendorfs und seinem sommerlichen Bootsvergnügen auf dem Wannsee von 1928 mit 45.000 Euro zum neuen Spitzenpreis (Taxe 10.000 bis 15.000 EUR). Eine magisch-düstere Stimmung verhalf dann Hanns Kraliks fast menschenleerer Düsseldorfer Stadtvedute „Aus meinem Fenster“, die zwar am Tag, aber unter rabenschwarzem Himmel spielt, zum Rekordwert von 48.000 Euro (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR).

Neue Höchstleistungen auf niedrigerem Preisniveau stellten zudem Elisabeth Epstein mit ihrer leicht kubistisch verfestigten „Waldphantasie“ von 1928 bei 25.000 Euro (Taxe 8.000 bis 12.000 EUR), Lilja Busse mit ihrer „Nächtlichen Begegnung“ dreier Damen und zweier Herrn auf den Straßen einer Stadt mit Verdoppelung der Schätzung auf 8.000 Euro, Albert Henrich mit seinem nüchternen, gleichwohl eindringlichen Portrait wohl seines Bruder Willi von 1929 im Stil der Neuen Sachlichkeit mit 12.000 Euro (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR) und August Heitmüller mit dem etwas ornamentaler aufgefassten Portrait der Tänzerin Dagmar Laaser von 1923 mit 17.000 Euro auf (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR). Hans Poelzig ist vor allem als Architekt und Bühnenbildner der Weimarer Republik bekannt. Aber auch als Maler war ein Visionär, was seine zu Farbwolken weitgehend aufgelöste Naturschilderung „Metamorphosen“ beweist. Das großformatige Gemälde um 1928/33 führt mit 52.000 Euro nun Poelzigs Auktionsranking an (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR). Mit Hans Martin Ruwoldts gebückt schreitendem Panther, einem graugrünen Bronzeguss mit schrundiger Oberfläche aus den 1950/60er Jahren, stellte Grisebach bei 12.000 Euro den bisherigen Rekord des Hamburger Auktionshauses Stahl von 2012 ein (Taxe 3.000 bis 4.000 EUR).

Eleganter in seiner Erscheinung ist Fritz Behns „Leopard“ von 1909, der behände von 4.000 Euro auf 32.000 Euro sprang. Auch Max Beckmann war mit einer seiner seltenen Skulpturen in der Versteigerung vertreten und stellte seine gemütlich liegende „Schlangenbeschwörerin“ von 1950 an der untern Schätzgrenze von 55.000 Euro zur Verfügung. Ossip Zadkines surreal kubistischer „Tête d’Orphée“ von 1956 folgte bei 32.000 Euro, Karl Hartungs „Kleine Liegende mit aufgestütztem Kopf“ und überproportionalen Gliedmaßen von 1948 bei 68.000 Euro (Taxe je 20.000 bis 30.000 EUR). Höhere Werte bei der Moderne verbuchten zudem Georg Tapperts „Liegender Akt mit Strümpfen und Schuhen“ um 1923/33 auf einem floralen Meer aus roten, gelben, blauen und grünen Tönen mit 66.000 Euro (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) und Otto Dix’ properes „Porträt Bruno Alexander Roscher“, sein Rekrutenausbilder bei der Artillerie in Dresden in ordensbehängter Uniform von 1915, mit 80.000 Euro (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR).

Zeitgenossen mit leichtem Einbruch

Bei der Auktion „Zeitgenössische Kunst“, die sich mit einer Verkaufsrate von 87,5 Prozent ebenfalls gut behauptete, positionierte sich Tom Wesselmanns ausschnitthafte zweigeteilte „Study for Bedroom Painting #71 (Double Drop-Out)“ von 1982 an erster Stelle und verdoppelte ihren Schätzwert auf 150.000 Euro. Daran schlossen sich bei jeweils 100.000 Euro Joseph Beuys’ schemenhafte Überlagerung „Zwei Frauen“, eine braunschwarze Gouache von 1958 (Taxe 80.000 bis 120.000 EUR), und David Hockneys 102 Mal aufgelegtes, typisches Poolbild „Lithograph of Water Made of Thick and Thin Lines, a Green Wash, a Light Blue Wash, and a Dark Blue Wash“ von 1978/80 an (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Auch bei Andy Warhols Portfolio „Flash – November 22, 1963“ mit elf Farbserigrafien nach Medienbildern zum Tod John F. Kennedys ließ das Publikum mit 94.000 Euro nicht locker, ebenso bei Per Kirkebys dicht gemalter Naturerinnerung „Skowhegan VI“ von 1991 mit 80.000 Euro, die im Mai 2008 bei Grisebach nur 30.000 Euro gekostet hatte (Taxe je 50.000 bis 70.000 EUR).

Mit 70.000 Euro schlug Norbert Schwontkowskis humorvolle Collagemalerei „Der Erfinder der Tricolore“ von 2009 zu Buche (Taxe 30.000 bis 40.000 EUR), mit 87.000 Euro Gerhard Richters schwarz überrakelter Offsetdruck der bekannten „Kerze II“ von 1989 (Taxe 60.000 bis 80.000 EUR). Die gefundenen Objekte, die Takis wohl in den 1960er Jahren auf drei dünnen, wippenden Eisenstangen gleich Blüten angebracht hatte, verließen das Auktionshaus erst bei 60.000 Euro (Taxe 25.000 bis 35.000 EUR), Thomas Ruffs verpixelter Südseepalmenstrand „pt03“ von 2006 bei 65.000 Euro (Taxe 40.000 bis 60.000 EUR). Eine Benefizversteigerung zugunsten der Kunst-Werke Berlin e.V., die heuer ihr 30jähriges Jubiläum feiern, schloss die Auktion ab und präsentierte eine Auswahl an Arbeiten von Künstlerinnen und Künstler, die mit der Geschichte des Hauses verbunden sind. Allerdings sackte hier die Zuschlagsquote auf knapp 70 Prozent ab. Preisliche Höhepunkte waren David Wojnarowicz’ zehnteilige Serigrafiefolge „One Day This Kid“ mit einem Knabenportrait und einem Text in zehn Sprachen für 34.000 Euro (Taxe 20.000 bis 30.000 EUR), die spiegelnde Verkehrsschilderaneignung „Adaptation, Fig. 20“ des Künstlerduos Michael Elmgreen und Ingar Dragset von 2020 für 52.000 Euro (Taxe 35.000 bis 45.000 EUR) und Olafur Eliassons farbige Glasüberlagerungen „Depth reflector“ von 2018 für 66.000 Euro (Taxe 75.000 bis 85.000 EUR).

Dank „bester Kauflaune“ bezifferte Grisebach den Bruttoumsatz im ersten Halbjahr mit 24,3 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahresergebnis von 16 Millionen Euro. Die Kunst-Werke konnten sich über einen Ertrag von gut 450.000 Euro inklusive Aufgelder freuen.

Die Ergebnisse verstehen sich als Zuschlag ohne das Aufgeld.

Kontakt:

Grisebach

Fasanenstraße 25

DE-10719 Berlin

Telefon:+49 (030) 885 91 50

Telefax:+49 (030) 882 41 45

E-Mail: auktionen@grisebach.com



18.07.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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