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Bremen feiert Sammlung Klugkist

Albrecht Dürer, Das Große Pferd, 1505

Die Kunsthalle Bremen ermöglicht mit ihrer gestern eröffneten Ausstellung einen Blick in die eigene Sammlungsgeschichte. Anlass ist das 170. Todestag von Hieronymus Klugkist. Der Bremer Senator und leidenschaftliche Dürer-Sammler vermachte 1851 dem von ihm einst mitbegründeten Kunstverein der Hansestadt seine umfangreiche Kollektion. Mit diesem Erbe gelangten zahlreiche Zeichnungen und nahezu das vollständige druckgrafische Werk Albrecht Dürers in den Bestand des Kunstvereins. Klugkists Sammlung wurde in den vergangenen Jahren einer wissenschaftlichen Revision unterzogen, deren Ergebnisse nun in der von Nina Janssen kuratierten Schau „Hauptsache Dürer?“ präsentiert werden. So stellte sich etwa heraus, dass Klugkist etwa doppelt so viele Werke der Kunsthalle überließ, als bislang angenommen. Außerdem umfasste seine Sammlung nicht einzig Arbeiten von Albrecht Dürer und Lucas van Leyden, sondern auch Werke von Zeitgenossen der beiden großen Renaissance-Künstler.

Erstmals konnte dokumentiert werden, wie groß die Kriegsverluste sind, die das Vermächtnis durch Auslagerungen und Verkäufe nachhaltig dezimierten. Eines der verlorenen Dürer-Blätter, der Kupferstich „Das Große Pferd“ von 1505, kehrt nun dauerhaft nach Bremen zurück. Gemeinsam mit rund 50 Gemälden und tausenden Zeichnungen sowie Druckgrafiken wurde „Das Große Pferd“ 1943 auf Schloss Karnzow in der Mark Brandenburg ausgelagert, wo die Kunstwerke von sowjetischen Soldaten und Teilen der einheimischen Bevölkerung bei Kriegsende geplündert wurden. Ein Soldat aus Usbekistan nahm den Kupferstich mit. Zurück in seiner Heimat gab er den Stich wohl als Souvenir weiter. Ein Nachkomme der damalig Beschenkten lebt heute in Kanada. Er entdeckte den Kunsthallen-Stempel auf der Rückseite und informierte den Kunstverein, um das Blatt zurückzugeben.

Aus dem Schloss Karnzow rettete 1945 auch der sowjetische Offizier Viktor Baldin 362 Zeichnungen und Grafiken sowie zwei Ölgemälde vor der möglichen Zerstörung und nahm sie mit nach Moskau. Diese sogenannte „Baldin-Sammlung“ ist bis heute ein besonderer Zankapfel in der Beutekunst-Debatte über kriegsverlagerte Kunst zwischen Berlin und Moskau. Die Werke aus Bremen hätten 2003 zurückgegeben werden sollen. Allerdings stoppten die russische Justiz und das Parlament die Ausfuhr. Danach sind alle Gespräche im Sand verlaufen. Im jetzigen gespannten Verhältnis zwischen Deutschland und Russland gebe es aber keine Kontakte in dieser Sache, sagte Kunsthallen- Direktor Christoph Grunenberg. Allerdings seien so wie das „Große Pferd“ über die Jahre immer wieder im Krieg verlorene Werke nach Bremen zurückgekommen. „Das ist eine Geschichte, die uns noch viele Jahrzehnte begleiten wird“, so Grunenberg.

Die Ausstellung „Hauptsache Dürer? Die Sammlung Klugkist“ läuft bis zum 10. Oktober. Die Bremer Kunsthalle hat dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und empfiehlt die Buchung eines Zeitfenstertickets. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 5 Euro, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, der im Museumsshop der Kunsthalle 12 Euro kostet.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 32 90 83 80
Telefax: +49 (0)421 – 32 90 84 70

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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21.07.2021, Hauptsache Dürer? Die Sammlung Klugkist

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