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Grün erobert die Architektur. Die vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt organisierte Schau „Einfach Grün – Greening the City“ stellt derzeit in Stuttgart internationale Beispiele begrünter Hochhäuser, Wohngebäude und Fabriken vor

Oasen in den Städten



Boeri Studio, Bosco Verticale, Mailand

Boeri Studio, Bosco Verticale, Mailand

Dächer und Fassaden zu begrünen, stellen probate Mittel dar, über übliche Gewächszonen hinaus die Stadtlandschaft attraktiver und klimafreundlicher zu gestalten. Nicht erst seit der Corona-Pandemie lechzen die Menschen danach, aus ihren Wohnungen in die Natur zu flüchten, um sich stressfrei zu entspannen und der stickigen Stadtluft zu entkommen. Was läge näher, das Grün selbst in die Stadt zu holen. Viele Gebäude weltweit zeigen bereits, wie es geht. Die Ausstellung „Einfach Grün – Greening the City“, die derzeit im Stadtpalais – Museum für Stuttgart zu sehen ist, vermittelt die Historie, stellt realisierte Beispiele vor oder sammelt Antipathien und Empfehlungen von Bepflanzungen an Gebäuden.


Die „Hängenden Gärten der Semiramis“ im antiken Babylon sowie eingegrabene Orte aus Wohnhöhlen oder Erdhäusern in Spanien oder Italien zu frühchristlicher Zeit verweisen auf die lange Tradition bepflanzter Gebäude. Während der Romantik und der Reformbewegung wurden an Fassaden wuchernde Kletterpflanzen oder Wilder Wein als naturverbundene Elemente modisch. In den 1960er Jahren boten in vorfabrizierten Betonfertigteilen integrierte Terrassengärten grüne Inseln vor vielen neuen Wohnungen. Als Vater moderner Fassadenbegrünung gilt der Pariser Botaniker Patrick Blanc. Seit den 1980er Jahren konnte er über 50 Projekte realisieren, darunter auch die Begrünung des „Museé du quai Branly“ in Paris.

Am Beispiel von 18 ausführlich präsentierten Projekten weltweit vermittelt die vom Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt verantwortete Schau praxisnahe Lösungsversuche für eine Reparatur der Stadtlandschaft, für eine positive Veränderung des Stadtklimas und für die Schaffung eines Mehrwertes von Stadt, Gesellschaft und Umwelt. Neben diesen Vorteilen fallen aber keineswegs die Schattenseiten unter den Tisch. Hierzu gehören hohe Kosten durch Installationen, Pflege, Bewässerung oder Bepflanzung. Wie etwa ein unattraktives Gebäude durch Umwandlung in einen begrünten Berg zum beliebten Ort fürs Wandern oder zur Skipiste avancieren kann, macht das 2019 fertiggestellte Amager Ressource Center vor den Toren von Kopenhagen deutlich. Das riesige schräge Dach der Müllverbrennungsanlage, inzwischen CopenHill gennat, ist durch die visionäre Architektur der Bjarke Ingels Group auf rund 16.000 Quadratmeter zu einem neuen Naherholungsgebiet avanciert.

Wie Pflanzen das Stadtklima verbessern, die urbane Hitzebildung reduzieren, die Feinstaubbildung vermindern, den städtischen Lärmpegel senken und das Wohlbefinden der Menschen steigern, führt auch eines der ältesten Projekte der Ausstellung vor. Bereits unter Denkmalschutz steht das aus begrünten Stufen konzipierte Baumhaus des Architekten Ot Hoffmann in Darmstadt, das der Vorreiter der ökologischen Bewegung bereits 1972 realisiert hat. Jüngstes deutsches Beispiel ist das letztjährig vollendete Düsseldorfer Geschäftszentrum „Kö-Bogen“ des Büros Ingenhoven Architekten, dessen Fassadentreppen in Anknüpfung an den benachbarten Hofgarten mit Hecken aus 35.000 geschnittenen Hainbuchen bestückt sind.

Zu den weltweit Aufsehen erregenden und ästhetisch überragenden Vorhaben zählt der „Bosco Verticale“ in Mailand. Die beiden von Stefano Boeri Architetti entworfenen Appartementtürme besitzen weit auskragende Balkone mit großen Pflanzentrögen. Rund einen Hektar Wald bilden die mittlerweile zusammengewachsenen Bäume, Sträucher und Stauden, die den Bau aus der Ferne wie einen großen grünen Pflanzenturm erscheinen lassen. Heute gilt das 2014 vollendete Objekt als Ikone der Fassadenbegrünung in Europa. Wie ein Berg aus Bäumen, die auf Säulen in riesigen Betonschalen streng arrangiert wurden, tritt dagegen der Wohnblock „1000 Trees“ in Shanghai auf – eine wiederum originell entwickelte Lösung unter vielen.

Die Outdoor-Ausstellung „Einfach Grün – Greening the City“ läuft im Rahmen des urbanen Festivals „Stuttgart am Meer“ bis zum 12. September und hat montags bis freitags von 12 bis 22 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss zieht die Ausstellung nach Düsseldorf und ist ab dem 17. September im Bürgerpark in unmittelbarer Nachbarschaft zum Landtag NRW zu sehen.

Kontakt:

Stadtpalais - Museum für Stuttgart

Konrad-Adenauer-Straße 2

DE-70173 Stuttgart

Telefon:+49 (0711) 216 258 10

www.einfach-gruen.jetzt



01.09.2021

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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in der Ausstellung „Einfach Grün – Greening the City“
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Wohnen im dichten Wald: Der „Bosco Verticale“ von Stefano Boeri in Mailand
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Bjarke Ingels Group, CopenHill – Amager Bakke, 2019
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Ot Hoffmann, Baumhaus, Darmstadt 1972

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