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Neuaufbau, nicht Wiederaufbau: Dortmund feiert Harald Deilmann

in der Ausstellung „Harald Deilmann. Lebendige Architektur“

Von der Wand im Lichthof des Baukunstarchivs NRW blickt er auf sein gewaltiges Werkschaffen. Unter dem 1980 von Andy Warhol geschaffenen Porträt stellt die Geburtstagsschau in Dortmund exemplarisch 88 von insgesamt 1.700 Projekten des Architekten Harald Deilmann vor. Der Baumeister hat über fünf Dekaden lang die Nachkriegsmoderne nicht nur in seiner westfälischen Heimat erheblich geprägt. Am 30. August hätte er das 101. Lebensjahr vollendet. Pandemiebedingt musste die von Stefan Rethfeld zum 100. Geburtstag konzipierte Schau um ein Jahr verschoben werden. Der Titel „Harald Deilmann. Lebendige Architektur“ deutet bereits das nahezu alle baulichen Disziplinen umfassende Schaffen des Generalisten an.

Eingehängt in ein zeichnerisch wirkendes Geflecht aus roten Baustahlstäben, will die Ausstellungsinstallation elementaren Anliegen Deilmanns zur Geltung verhelfen. Für den 1920 in Gladbeck Geborenen waren dies Elemente wie der Geist des Ortes, Topografie, Raum, Funktion, Konstruktion, Material, Licht und die Integration zeitgenössischer Kunst. Schon bei seinem ersten bemerkenswerten Bau, dem 1954 begonnenen Münsteraner Theater, kam letztgenannter Aspekt effektvoll zum Tragen. Norbert Kricke gestaltete hier seine erste baubezogene Plastik. Max Bill, Victor Bonato, Hede Bühl, Karl Gerstner, Ulrich Rückriem, Vertreter der ZERO-Gruppe und weitere prominente Künstler bezog Deilmann stets in seine Bauaufträge ein.

In der typologisch gegliederten Schau nehmen Kulturbauten einen wichtigen Rang ein. Herausragendes Referenzprojekt ist das Clemens-Sels-Museum in Neuss. In einer von Le Corbusier inspirierten Diktion baute Harald Deilmann das angrenzende Obertor einfach weiter. Neben Wohn- und Bildungsbauten, Kliniken, Stadtquartieren, Einfamilienhäusern, signifikanten Projekten für Verwaltungen wie der Westdeutschen Landesbank und mehreren Rathäusern widmete er sich auch der Innenarchitektur und war gefragter Juror in zahlreichen Preisgerichten. Erfolgreich beteiligte er sich an internationalen Wettbewerben, etwa für den Düsseldorfer Rheinturm. Nicht zu vergessen ist Deilmanns Wirken als Hochschullehrer. Beginnend ab 1963 an der TH Stuttgart, wechselte er 1968 an die Universität Dortmund, wo er zusammen mit dem Ingenieur Stefan Polónyi in kongenialer Kooperation das Ingenieurwesen und Ästhetik vereinende „Dortmunder Modell“ ins Leben rief.

Harald Deilmann verstand Baukunst als Entwurfsansatz und wollte sich nie auf eine Sparte spezialisieren. Offene, flexible Strukturen begriff er als Sicherung für die Zukunft, für künftige neue Funktionen. Die fast erdrückende Bandbreite seines Schaffens unterstreicht die universale Begabung des Allrounders in der Architektur, der sich bis zu seinem Tod am 1. Januar 2008 in seiner Heimatstadt Münster weder als Vertreter des Brutalismus verstand, noch der Postmoderne frönte. Sein Nachlass gehört zu den umfangreichsten Beständen des Dortmunder Baukunstarchivs.

Die Ausstellung „Harald Deilmann. Lebendige Architektur“ ist bis zum 7. November zu besichtigen. Das Baukunstarchiv NRW hat täglich außer montags von 14 bis 17 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog zum Preis von 42 Euro erschienen.

Baukunstarchiv NRW
Ostwall 7
D-44135 Dortmund

Telefon: +49 (0)231 – 222 50 150

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Harald Deilmann, Rheinturm in Düsseldorf, 1978-1982
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Harald
 Deilmann, 2005
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Harald Deilmann, Westdeutsche Landesbank Münster, 1967-1975
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Das Clemens-Sels-Museum und das Obertor in Neuss
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