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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Nach Wasserschaden: „Neue Wilde“ in Bayreuth wieder zu sehen

Vor etwa acht Wochen war die Schau zu den „Neuen Wilden“ im Kunstmuseum Bayreuth eröffnet worden, nach fünf Tagen kam dann schon der Wasserschaden. Der Ausstellungsteil im Alten Barockrathaus musste für Trocknungsarbeiten und Reparaturen schließen. Ab Freitag öffnet die Ausstellung „Neu und wild: Baselitz, Immendorff, Lüpertz, Penck und die anderen“ nun wieder. Die rund 200 Gemälde, Skulpturen und Druckgrafiken von Vertretern der sogenannten „Neuen Wilden“ stammen aus dem eigenen Bestand und sind Leihgaben einer süddeutschen Privatsammlung und der Sammlung Ströher im Duisburger Museum Küppersmühle.

Die Bezeichnung „Neue Wilde“ führte Wolfgang Becker 1980 für seine Ausstellung in Aachen ein und bezog sich auf die „Fauves“ der Moderne. In der Schau vereinte Becker zum ersten Mal neoexpressive und neokonzeptionelle Malerei, darunter Werke von Georg Baselitz, Jörg Immendorff und A.R. Penck. Es ging den Künstler um die Suche nach einer neuen spontanen Malerei, die subjektiv und unbekümmert gesellschaftliche, politische und persönliche Welten spiegelte. Vermehrtes Interesse fiel auf deutsch-deutsche Themen, hatten sich doch die Ost-West-Beziehungen seit den späten 1960er Jahren entspannt. Penck, 1939 eigentlich als Ralf Winkler in Dresden geboren und aufgewachsen, wurde 1980 aus der DDR ausgewiesen. Noch vor seiner Übersiedelung in die BRD malte und zeichnete er Systembilder aus Strichmännchen und untersuchte damit die Grenzen von Kunst und Zensur.

Der aus der Nähe von Lüneburg stammende Immendorff, Jahrgang 1945, der mit Baselitz, Markus Lüpertz oder Salomé vor allem in West-Berlin agierte, vereinte in seiner Serie „Café Deutschland“ Ost- und Westdeutsche. Der Künstler-Affe wurde zu seinem Leitmotiv. Ihre Werke malten sie oft großformatig und bewusst dilettantisch. Unbekümmert zitierten sie Genres, Motive und Kunststile, die als historisch überwunden galten. Der Kunsthistoriker Klaus Honnef schrieb hierzu: „Die bildnerischen Szenerien sind grell ausgeleuchtet, das Dargestellte ist ruppig gemalt, Karikatur und Groteske regieren, der schrille Sound der Rockmusik klingt herüber, und in die schöne Welt des coolen Designs der Minimal und Concept Art platzen diese Bilder wie die sprichwörtliche Bombe.“

Leuchtende Schraffuren, die mal abstrakt bleiben wie im Blatt „Schatz“ oder sich „Im Blutbad“ zu einer menschlichen Silhouette verdichten, charakterisieren Salomés bunte Grafiken der Mappe „Götterdämmerung“ von 1984. Markus Lüpertz, der 1941 in Liberec geboren wurde und im Rheinland aufwuchs, feierte Klischeebilder der deutschen Geschichte als „dithyrambisch“. Seine Serie „Männer ohne Frauen – Parsifal“ begleiten Zitate von Ernest Hemingway und Richard Wagner. Die Malerei stellte Georg Baselitz, 1938 als Georg Kern in Sachsen geboren, im wörtlichen Sinn auf den Kopf, wie es die Linolschnitte „Stehender weiblicher Rückenakt“ von 1977 und „Mann mit Trommel“ von 1982 illustrieren.

Die Ausstellung „Neu und Wild – Baselitz, Immendorff, Lüpertz, Penck und die anderen“ läuft vom 3. September bis zum 17. Oktober. Das Kunstmuseum Bayreuth hat dienstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro.

Kunstmuseum Bayreuth – Altes Barockrathaus
Maximilianstraße 33
D-95444 Bayreuth

Telefon: +49 (0)921 – 76 45 310
Telefax: +49 (0)921 – 76 45 320

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


04.07.2021, Neu und Wild – Baselitz, Immendorff, Lüpertz, Penck und die anderen

Bei:


Kunstmuseum Bayreuth

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Grafik

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Neue Figuration

Stilrichtung:


Die Neuen Wilden

Bericht:


Dokumente der Unvernunft








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