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Hito Steyerl lehnt Bundesverdienstkreuz ab

Hito Steyerl verzichtet derzeit auf das Bundesverdienstkreuz

Hito Steyerl zählt zu den wichtigsten und einflussreichsten Künstlerinnen der Gegenwart und hat schon zahlreiche Auszeichnungen entgegengenommen, zuletzt etwa den B3 BEN Award der Biennale des bewegten Bildes in Frankfurt. Warum die 1966 in München geborene Filmemacherin, Installationskünstlerin und Berliner Kunstprofessorin jetzt das Bundesverdienstkreuz unter dem Motto „Kultur ist Lebenselixier für alle“ ablehnt, hat sie in einem Brief an die Wochenzeitung „Die Zeit“ öffentlich gemacht. Darin kritisiert sie den Umgang der Politik mit der Kultur und dem Bildungswesen während der Corona-Pandemie: „In den letzten 18 Monaten hat sich erwiesen, dass die Bereiche Bildung und Kultur in der Krise am wenigsten zählen“, so Steyerl. Ein halb garer, dafür aber endloser Lockdown habe es einem Teil der Bevölkerung ermöglicht, fast ohne Einschränkungen durch die Pandemie zu kommen, während anderen auf Dauer die Lebensgrundlagen entzogen wurden.

Zu Begründung führt Steyerl ein Beispiel aus ihrer eigenen Tätigkeit an: „Als Hochschullehrerin konnte ich fast drei Semester lang keine Studierenden treffen. Es wäre jedoch kein Problem für mich als Regisseurin gewesen, fast durchgehend Werbespots oder Reality-TV-Eliminationswettbewerbe zu drehen. Wie wird hier Systemrelevanz definiert? Ganz zu schweigen von Kultur?“ Dabei habe es genug Vorschläge für eine solidarische und gemeinsame Bewältigung dieser Krise gegeben, zum Beispiel einen breiter aufgestellten und dafür kürzeren Lockdown. Die regierenden Parteien hätten es jedoch vorgezogen, einen disproportionalen Anteil der sozialen Konsequenzen der Pandemie auf den nichtkommerziellen Kultur- und den Bildungsbereich abzuwälzen, auf Freischaffende, Schüler, Schülerinnen und Studierende – auf Menschen also, die ohnehin eher weniger Ressourcen haben und vom Digitalisierungsrückstand doppelt hart getroffen werden. „Online-Schulunterricht? Weitgehend Fehlanzeige“, schreibt Steyerl.

In ihrem Brief an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier machte die Künstlerin einige Vorschläge „für eine Politik, die Kultur und Bildung wirklich hilft“. Dazu zählt Steyerl die Verbesserung der sozialen Sicherheit für Kulturschaffende, den Kampf gegen die Diskriminierung sichtbarer Minderheiten durch Präventions- und Gleichstellungsprogramme und vor allem den Entzug des gesellschaftlichen Verständigungsprozesses aus der Kontrolle digitaler Monopolisten wie Facebook. „Dass dieses Terrain ohne Not aus der Hand gegeben wurde, beweist der Tsunami antisemitischer und rassistischer Verschwörungstheorien“, so Steyerl. Die Pandemie habe jahrzehntelange strukturelle Missstände auf all diesen Gebieten noch deutlicher gemacht. „Verlautbarungen mit Fremdschäm-Parolen wie ‚Kultur ist Lebenselixier für alle‘ helfen da nicht weiter. Wenn Ihnen Kultur, Bildung und Teilhabe wichtig sind, können Sie das gern durch die entschlossene Anregung der oben genannten Maßnahmen unter Beweis stellen. Dann können wir gerne fröhliche Fist-Bump-Pics vereinbaren. Bis dahin lehne ich Ihr Angebot, mir das Bundesverdienstkreuz zu verleihen, höflich ab.“

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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