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Bonner Bundeskunsthalle erkundet Rainer Werner Fassbinder

Rainer Werner Fassbinder mit Kameramann Michael Ballhaus

Das Werk eines so vielseitigen Film-, Fernseh- und Theaterstars wie Rainer Werner Fassbinder zu präsentieren, gestaltet sich als ein herausforderndes Unterfangen. Der Bundeskunsthalle ist es aber gelungen, durch geschickte Verknüpfung von Zeitgeist, intermedialen Exponaten und einem abwechslungsreichen Parcours unter dem Titel „Methode Rainer Werner Fassbinder“ die essentiellen Grundlagen im Werk des filmischen Allrounders erkennbar werden zu lassen. Mehr als 850 Exponate demonstrieren in Bonn nun seine Produktivität: 45 Kurz-, Kino- und TV-Filme hat Fassbinder produziert, teils war er zugleich Regisseur und Darsteller. Hinzu kommen 14 selbst verfasste Theaterstücke, vier Hörspiele, 37 Drehbücher.

Das Schaffen des am 31. Mai 1945 in Bad Wörishofen geborenen Sohnes eines Arztes und einer Übersetzerin ist nur vor dem Hintergrund einer konfliktreichen Kindheit, des unsteten Lebenswandels sowie des gesellschaftlichen Systems der Bundesrepublik Deutschland zu verstehen. Daher hat die Kuratorin Susanne Kleine als Rückgrat der Schau eine opulente umlaufende „Timline“ inszeniert, in der Fassbinders Biografie mit allgemeinen gesellschaftspolitischen Entwicklungen verschmilzt. Davor breiten sich Produktionsakten, Arbeits- und Standfotos, Korrespondenzen, Plakate, Werbematerialien, Kritiken, wissenschaftliche Publikationen und private Objekte des rastlos schaffenden Berserkers aus. In Boxen werden Filmausschnitte und Musikstücke präsentiert. Fassbinder starb an Herzversagen am 10. Juni 1982 in seiner Münchener Wohnung im Alter von erst 37 Jahren.

Der Autodidakt, der nie eine Filmhochschule besucht hatte – er wurde stets abgelehnt, reflektiert die widersprüchlichen 1960er und 1970er Jahre, speziell deren gesellschaftliche Zerrissenheit zwischen Verdrängungsmodus und Rebellion. Rainer Werner Fassbinder schuf quasi ein Porträt der Gesellschaft, aber kein glänzendes. Er zeigte kritisch und direkt Mussstände auf, thematisierte die Aufarbeitung der NS-Diktatur, Generationenkonflikte, Stellung und Macht der Frau, Ausbeutung von Gefühlen, Genderfragen und Bisexualität in einer ungeschönten Weise zwischen Melodram, Historie und Politik. Eine statische Kamera und lange Einstellungen unterstützten die formelhafte Sprache als Anspielung auf starre soziale Normen. Oft werden Spiegel eingesetzt, um die Brüchigkeit und eigene Existenz zu visualisieren. Aus dem Repertoire menschlich-psychologischer Extremsituationen wie Angst, Hysterie, Zorn, Scham, Verzweiflung schöpfte er bei seinen Filmen. Mit vielen Produktionen schrieb er Filmgeschichte, darunter „Fontane Effi Briest“, „Die Ehe der Maria Braun“, „Lili Marleen“ oder „Lola“.

Die Ausstellung „Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive“ ist bis zum 6. März 2022 zu sehen. Die Bundeskunsthalle hat täglich außer montags von 10 bis 19 Uhr, dienstags und mittwochs bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 10 Euro, ermäßigt 6,50 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog zum Museumspreis von 34 Euro erschienen.

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
Helmut-Kohl-Allee 4
D-53113 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 91 71 200
Telefax: +49 (0)228 – 91 71 244

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


10.09.2021, Methode Rainer Werner Fassbinder. Eine Retrospektive

Bei:


Kunst und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Film und Video

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


Filme statt Bomben

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Rainer Werner Fassbinder mit Kameramann Michael Ballhaus
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Rainer Werner
 Fassbinder
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Rainer Werner Fassbinder und Team am Set von „Niklashauser Fart“, BRD 1970
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