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David Medallas Parabeln der Freundschaft in Bonn

in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“

Der Bonner Kunstverein präsentiert mit „Parables of Friendship“ die erste umfassende Werkschau zu David Medalla in Europa. Die Ausstellung des im Dezember 2020 verstorbenen Künstlers, der in Manila und Berlin lebte, setzt einen Schwerpunkt auf das avantgardistische Vermächtnis und lädt zur Reflexion über den Geist, das Ethos, die Energie und die Radikalität seines Œuvres ein. Eine fast siebzigjährige Schaffenszeit verdichtet sich in der Schau in Gestalt von Zeichnungen, Gemälden, Collagen, Skulpturen, Neonarbeiten, kinetischer Kunst, Performances und partizipatorische Kunst. Neben Leihgaben und Auftragswerken ergänzen Objekte aus dem Archiv von David Medalla in Berlin die Präsentation. Viele fragile und bislang nie gezeigte Arbeiten wurden für diese Ausstellung restauriert und sind nun erstmals zu sehen.

David Medalla, 1942 in Manila geboren, nahm mit nur zwölf Jahren das Studium antiker griechischer Dramen, moderner Literatur und Philosophie an der New Yorker Columbia University auf. 1960 reiste er nach Europa, dessen Kunst und Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts ihn stark beeindruckte. Die erste Station bildete Marseille, wo er seine peripatetische Praxis entwickelte. Im London der 1960er Jahre war Medalla an der kurzlebigen, aber wegweisenden Signals Gallery beteiligt, Mitglied des experimentellen Performancekollektivs „The Exploding Galaxy“ und von 1974 bis 1977 Vorsitzender der politischen Gruppe „Artists for Democracy“. Später rief Medalla zusammen mit dem Künstler Adam Nankervis den „Mondrian Fan Club“ sowie die London Biennale ins Leben.

Ebenso wichtig waren ihm der Dialog und die Kooperation mit anderen, die er in seine Werke integrierte. In einem derartigen Austausch ging es auch um die Verschränkungen zwischen Kunst und Leben. So stellte Medalla mit seinen Arbeiten oder Texten auch Fragen zur Ökologie, kulturellen Identität und Sexualität, die auf Schubladendenken oder unveränderliche Bedeutungen verzichten. Oft waren seine Werke ephemer oder vergänglich, da ihre Materialien sich aus den Umständen oder dem Ort ergaben, an dem er sich jeweils befand: eine Leinwand, eine Serviette, ein Umschlag, ein Notizbuch. Die Wahls einer Medien reflektiert die offene Praxis und Herangehensweise des Künstlers, etwa mit den „Impromptu“-Performances, die sich unmittelbar ereigneten und nur in Text und Fotografie überliefert sind.

Die Schau „Parables of Friendship“ widmet sich sowohl der menschlichen Nähe und einem sozial engagierten Ansatz, vor allem aber auch der Vorstellung von Transzendenz. „Dieses Doppelte liegt im Kern von Medallas Praxis: Einerseits eine Auseinandersetzung mit der Welt, etwa durch Netzwerke und eine Politik des Zusammenlebens, andererseits die Beschäftigung mit Mythologie, Freundschaft, Spiel und deren transformativem Potential. Seine Arbeit enthält Reflexionen über die befreienden wie die schmerzhaften Paradoxa, die in der kulturellen Identität beschlossen sind“, so die Mitteilung des Kunstvereins.

Die Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“ läuft bis zum 30. Januar 2022. Der Bonner Kunstverein ist täglich außer montags von 12 bis 18 Uhr, donnerstags zusätzlich bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Bonner Kunstverein
Hochstadenring 22
D-53119 Bonn

Telefon: +49 (0)228 – 69 39 36
Telefax: +49 (0)228 – 69 55 89


28.09.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


18.09.2021, David Medalla: Parables of Friendship

Bei:


Bonner Kunstverein

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

David Medalla, A Prophecy, 1989
David Medalla, A Prophecy, 1989

Variabilder:

in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“
in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“

Variabilder:

in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“
in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“

Variabilder:

in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“
in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“

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in der Ausstellung „David Medalla: Parables of Friendship“
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