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Nasher Prize für Nairy Baghramian

Nairy Baghramian erhält den Nasher Prize 2022

Das Nasher Sculpture Center in Dallas hat Nairy Baghramian als Preisträgerin des renommierten Nasher Prize für Skulptur 2022 ausgewählt. Die iranisch-deutsche Bildhauerin schöpft mit teils blockhaften geometrischen Plastiken aus Marmor oder Stahl, teils filigranen Installationen aus Wachs und Aluminium den Facettenreichtum der Gattung Skulptur aus. Dafür greift Baghramian auf Elemente der Architektur und der traditionellen Bildhauerei zurück. Ihre Arbeiten thematisieren unter anderem den Umgang mit dem eigenen Körper und künstlichen Hilfsmitteln wie Prothesen oder kieferorthopädischen Geräten, aber auch die gesellschaftliche Ausgrenzung bestimmter Gruppen, etwa von Kindern, Frauen oder homosexuellen Männern, in Bezug auf die öffentliche Kunstpräsentation. „Baghramian, die den Traditionen der Bildhauerei verpflichtet ist, wägt sorgfältig Materialien und Formen ab, um Skulpturen zu schaffen, die suggestive, rätselhafte Erkundungen des Körpers sind und unsere Neigung zu Kategorisierungen wie Innen und Außen, Insider und Außenseiter untersuchen“, so Jeremy Strick, Direktor des Nasher Sculpture Center. Bei dem für April 2022 geplanten Festakt in Dallas wird Baghramian neben einem Preisgeld von 100.000 Dollar die Auszeichnung in Form einer von Renzo Piano entworfenen Skulptur entgegennehmen.

Nairy Baghramian wurde 1971 in Isfahan im Iran geboren; heute lebt und arbeitet die Künstlerin in Berlin. Für die fünfte Berlin Biennale 2008 arbeitete sie mit der 2011 verstorbenen Innendesignerin Janette Laverrière zusammen. Das Duo konzipierte „La Lampe d’Horloge“, ein von Laverrières Pariser Wohnung inspiriertes architektonisches Plexiglasgehäuse, in dem Spiegelskulpturen und Designobjekte der schweizerisch-französischen Künstlerin gezeigt wurden. Mit dieser Arbeit hinterfragte Baghramian, was viele Designer dazu veranlasst, sich statt der öffentlichen für die private Bühne zu entscheiden. In ihrem Schaffen experimentiert die Iranerin auch mit klassischen Arbeitsschritten und -techniken wie Modellieren, Abformen und Gießen. Für ihre Installation „Formage de tête“, die sie 2011 für die Biennale in Venedig schuf, präsentierte Baghramian auf einigen Tischen Negativformen von in Silikon gegossenen Objekten, mit Hilfe derer diese Gegenstände theoretisch reproduziert werden könnten. Der Titel des Kunstwerks spielt phonetisch einerseits auf einen klassischen Arbeitsschritt bei der Herstellung eines Skulpturenkopfes an und verweist andererseits auf das Gericht „Fromage de tête“ der französischen Küche, eine Art Sülze aus dem in Aspik eingelegten Fleisch eines Kalbs- oder Schweinekopfes.

Vom kulinarischen Konsum geht es weiter zu den menschlichen Kauwerkzeugen: Die Arbeit „Retainer“ aus dem Jahr 2012 besteht aus Silikon- und Polycarbonatplatten auf Aluminiumgestellen, die in ihrer halbkreisförmigen Anordnung und milchig-transparenten Farbgebung an Brackets einer überdimensionalen Zahnspange erinnern. Baghramians jüngste Serie „Misfits“ war in diesem Jahr in der Galleria d’Arte in Mailand und in der Pariser Dependance der Galerie Marian Goodman zu sehen. Baghramian spricht sich hier für die häufig vom Kulturschaffen ausgegrenzte Gruppe der Kinder aus. Bunte Skulpturen lassen zunächst an Rennautos, Spielsteine oder Würfel denken, entpuppen sich jedoch auf den zweiten Blick als unvereinbar und ungeeignet zum Spielen. Einige Plastiken waren auf der Terrasse der Mailänder Institution ausgestellt und der Zutritt explizit nur Kindern und deren Erziehungsberechtigten gestattet – in Umkehrung des häufig üblichen gesellschaftlichen Ausschlusses von Kindern. Ab November sind einige Arbeiten der Künstlerin in der Wiener Secession zu sehen, im kommenden Jahr stellt Baghramian im Carré d’Art in Nimes sowie im Nasher Sculpture Center in Dallas aus.

Das Nasher Sculpture Center im texanischen Dallas vergibt seit 2015 jährlich den Nasher Prize für eine herausragende zeitgenössische Position der Bildhauerkunst, die zum weiteren Verständnis des Mediums Skulptur beiträgt. In den vergangenen Jahren wurden bereits Michael Rakowitz, Isa Genzken, Theaster Gates, Pierre Huyghe und Doris Salcedo mit dem hoch dotierten Skulpturenpreis geehrt.

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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