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Klaus Gallwitz gestorben

Klaus Gallwitz galt als herausragender Förderer der Kunst

Klaus Gallwitz ist tot. Der renommierte und umtriebige Direktor mehrerer Museen starb am vergangenen Donnerstag mit 91 Jahren in Karlsruhe. Seine Karriere begann der Kunsthistoriker und Kurator als Galerist in der badischen Stadt. Als weitere Stationen folgten die Leitungsposten des Badischen Kunstvereins, der Kunsthalle Baden-Baden und ab 1974 vor allem des Städel Museums in Frankfurt am Main. Hier war er 20 Jahre lang tätig und prägte das Haus maßgeblich. In seiner Amtszeit habe er in mehrfacher Hinsicht sein Gespür für zeitgenössische Kunst bewiesen und damit Ausstellungsgeschichte geschrieben, würdigte die Frankfurter Kulturdezernentin Ina Hartwig den Verstorbenen. „Klaus Gallwitz hat für die Kunst gelebt. Die Künstlerinnen und Künstler waren ihm wichtig und mit ihm stets verbunden. Mit den ‚Großen‘ des Kunstbetriebs war er auf Augenhöhe und unterhielt intensive Kontakte. Akribisch suchte er immer wieder nach neuen ausdruckstarken Persönlichkeiten, die er fördern konnte und auf ihrem Weg begleitete. Frankfurt und die Kultur haben Klaus Gallwitz viel zu verdanken“, unterstrich Hartwig.

Klaus Gallwitz, geboren am 14. September 1930 in Pillnitz bei Dresden, studierte zunächst Alte Sprachen, dann Kunstgeschichte in Berlin, Halle, Kiel und München. 1956 wurde er in Göttingen mit den „Untersuchungen zum italienischen zentralen Grab- und Memorialbau des 15. und 16. Jahrhunderts“ promoviert. Ein Jahr später zog er nach Karlsruhe und betrieb bis 1959 am Rondellplatz eine Galerie für zeitgenössische Kunst, deren Programm durch einen engen Austausch mit Professoren und Studenten der Karlsruher Kunstakademie, etwa mit HAP Grieshaber oder Horst Antes, gekennzeichnet war. 1959 wurde er zum Geschäftsführer des Badischen Kunstvereins in Karlsruhe berufen, sorgte 1967 mit Antes’ „Garten der Lüste“ zur Bundesgartenschau deutschlandweit für Schlagzeilen und wurde im selben Jahr zum Direktor der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden ernannt. Hier setzte er seine dezidiert zeitgenössische Ausrichtung fort. Legendär wurde sein Projekt „14 x 14“, bei dem Gallwitz in der Kunsthalle offene Ateliers für junge Künstler einrichtete und heute so berühmten Gestalten wie Georg Baselitz, Christian Boltanski, Johannes Brus, Michael Buthe, Karl Horst Hödicke, Anselm Kiefer, Imi Knoebel, Dieter Krieg, Markus Lüpertz, Blinky Palermo, Gerhard Richter, Reiner Ruthenbeck, Eugen Schönebeck oder Günther Uecker einen frühen Auftritt bot. In den fünf Jahren dieser Ausstellungsreihe förderte er rund 70 Künstler.

In seine Baden-Badener Zeit fiel 1971 auch eine Schau zu Salvador Dalí. Mit den rund 160.000 Besuchern gilt sie als Geburtsstunde der Blockbuster-Ausstellungen. Weitere erfolgreiche Präsentationen zu Hans Makart und den Russischen Realisten folgten. Als Direktor des Städels konnte er die hauseigene Sammlung um zahlreiche Werke moderner und zeitgenössischer Kunst, aber auch um Jean-Antoine Watteaus „Einschiffung nach Kythera“ erweitern, baute die Museumspädagogik auf und verantwortete die 1990 eröffnete Museumserweiterung von Gustav Peichl. Zugleich war er Honorarprofessor an der Städelschule. 1994 schied er von seinem Dienst in Frankfurt aus, zog sich aber noch nicht auf sein Altenteil zurück, sondern war von 1995 bis 2002 Leiter des Künstlerhauses Schloss Balmoral in Bad Ems, von 2004 bis 2006 Gründungsdirektor des Museums Frieder Burda in Baden-Baden und von 2006 bis 2008 Gründungsdirektor des Arp Museums Bahnhof Rolandseck.

Klaus Gallwitz war jedoch nicht nur Museumsmann, sondern auch Sprecher der Beratergruppe der Kunstausstellungen des Europarats in Straßburg. In dieser Eigenschaft hat er etwa die Schau „Kunst und Macht – Europa unter den Diktatoren 1930-45“ in London und Berlin angeregt. Als deutscher Biennalen-Kommissar zeigte er 1976 in Venedig die „Straßenbahnhaltestelle“ von Joseph Beuys. Zudem war Gallwitz für die Biennalen in Paris (1971), São Paulo (1989 und 1991) und Johannesburg (1995) verantwortlich. In Frankfurt war er auch am Aufbau der Kunstsammlung der Deutschen Bank beteiligt. Ein Herzensanliegen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit war Max Beckmann. 1984 veröffentlichte Gallwitz dazu eine Monografie und war Mitherausgeber einer dreibändigen Briefausgabe des deutschen Expressionisten. Zudem verfasste er 1971 die erste Arbeit über Pablo Picassos Spätwerk und brachte 1990 aufgrund seiner Faszination für die russische Malerei des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zusammen mit seiner Frau das Buch „Russlandbilder“ heraus.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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