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Bayerische Kunstförderpreise vergeben

Jonas Höschl, Jan Erbelding, Nele Jäger und Maximilian Prüfer erhalten die Bayerischen Kunstförderpreise für Bildende Kunst 2021

Der bayerische Kunstminister Bernd Sibler hat die vier Träger*innen der Kunstförderpreise in der Sparte „Bildende Kunst“ bekanntgegeben. Die mit jeweils 6.000 Euro dotierte Auszeichnung, die an in Bayern lebende Künstlerinnen und Künstler am Beginn ihrer Karriere für eine „außergewöhnliche Begabung“ und „herausragende Leistungen“ vergeben wird, geht an Jan Erbelding, Jonas Höschl, Nele Jäger und Maximilian Prüfer. „In ihren Arbeiten beschäftigen sie sich mit sozialpolitischen Bedingungen und gesellschaftskritischen Themen. Dabei irritieren sie, gehen an die Grenzen des Aushaltbaren und rütteln so ihr Publikum wach. Mit dem Kunstförderpreis möchten wir uns für diesen intensiven Dialog bei den Künstlerinnen und Künstlern bedanken und sie in ihrer Kunst unterstützen“, so Sibler.

Nele Jäger, geboren 1992 in Bayreuth, hat Kunsterziehung mit dem Schwerpunkt Malerei an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studiert. In ihren Arbeiten löst sie die Grenzen der Medien auf und generiert hybride Erscheinungsformen. Dabei erweitert Jäger malerische oder (typo-)grafische Fragestellungen in den Raum und erzeugt daraus skulpturale Ideen. Im System der Collage definiere sich die Arbeit der Künstlerin sowohl über die Form als auch das Material gleichermaßen, sei sehr aufgeladen, gleichzeitig fein, hob die Jury hervor. Mit größter Leichtigkeit vereine die Nele Jäger dabei Zitate aus der Geschichte, der angewandten Gestaltung, modernste Fertigungstechniken wie Lasergravur oder 3D-Druck und Materialien wie Styropor, Gips, Feldsteine oder Holz in einer Gleichzeitigkeit, die unmissverständlich zeitgenössisch ist.

Auf konzeptueller Basis abreitet der 1995 in Regensburg geborene Jonas Höschl und thematisiert dabei Politik und Gesellschaft in Medien wie Druckgrafik, Sound, Video und Installation. Höschl, der von 2015 bis 2020 Grafik Design/Visuelle Kommunikation an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studierte und dort nebenher ein Gaststudium Fotografie absolvierte, hinterfragt in seinen druckgrafischen Werken und Videoarbeiten das identitätsstiftende Potential politischer Systeme und gesellschaftlicher Konstrukte. Anhand von regionalen Politskandalen und europäischen Konflikten zeigt er die Entfremdung von einenden Idealen auf. Dabei eignet sich Höschl die zum Teil historischen Bildsprachen unterschiedlicher Ideologien an, um die propagandistische Manipulation offen zu legen. Die Jury hob die Dialektik seiner Arbeiten hervor. Der Künstler spiele mit Widersprüchen. Dabei gehe seine Arbeit leicht an eine Grenze, die zerstörerisch ist. Gerade diese künstlerische Sprache, diese irritierenden Momente stellten nach Auffassung der Jury den Mehrwert der Kunst von Jonas Höschl dar.

Auch Maximilian Prüfer, geboren 1986 in Weilheim, der von 2010 bis 2016 Design und Kommunikationsstrategie an der Hochschule Augsburg studiert hat, tritt als Konzeptkünstler hervor. Mit beinahe wissenschaftlichem Anspruch geht er seine Werke an. Dabei spielen Naturbeobachtung, philosophische und gesellschaftliche Themen sowie gesellschaftspolitische Hintergründe seiner Rechercheorte eine Rolle. Für seinen Film „A Gift From Him“ reiste Prüfer mehrmals nach China, in ein Gebiet, das vom Insektensterben betroffen ist, und begleitete dort Bauern bei der Handbestäubung ihrer Birnbäume. Kern von Prüfers Arbeit sind Forschungsaufenthalte, kombiniert mit deren Dokumentation in Form von Fotografien, Performances und gesammelten Objekten. Er setzt sich nach Auffassung des Preisgremiums in seinen Werken auf eindrucksvolle und zugleich ästhetisch überzeugende Weise mit dem Verhältnis zwischen Mensch, Gesellschaft und Natur unter bestimmten soziopolitischen Bedingungen auseinander.

Den diesjährigen Spezialpreis „Schreiben als künstlerische Praxis“ erhielt Jan Erbelding, Jahrgang 1984 aus Freudenstadt. Der Künstler, Autor und Bildhauer studierte Fotografie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und anschließend von 2012 bis 2016 Freie Kunst an der Akademie der Bildenden Künste München. Seine künstlerische Praxis ist textbasiert und vermittelt sich vor allem durch seine Performances und Lesungen. Erbelding arbeitet zwischen historischen Fakten, Figuren, Fiktion und Utopie, zwischen wissenschaftlichen Referenzen und scheinbar weniger wissenschaftlichen. Ausgangspunkt der Texte sind meist Beobachtungen der unmittelbaren Umgebung oder persönliche Erlebnisse des Künstlers: körperliche Empfindungen, Sehnsüchte, Emotionen, Alltags- und Naturbetrachtungen, Tagträume und Imaginationen, Versatzstücke von Dialogen oder Gedankenströme. Diese verflicht Erbelding mit theoretischen und literarischen Referenzen sowie gesellschaftspolitischen Kommentaren zu dichten, poetisch-assoziativen Berichten eines Ich-Erzählers. Die Jury würdigte seine eindrucksstarke, präsente und intensive performative Dynamik mit sehr validen Texten.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Zeitgenössische Kunst

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Jonas Höschl, Jan Erbelding, Nele Jäger und Maximilian
 Prüfer erhalten die Bayerischen Kunstförderpreise für Bildende Kunst 2021
Jonas Höschl, Jan Erbelding, Nele Jäger und Maximilian Prüfer erhalten die Bayerischen Kunstförderpreise für Bildende Kunst 2021

Künstler:

Jan Erbelding

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Nele Jäger

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Maximilian Prüfer

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Jonas Höschl








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