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Bremen beleuchtet die Freundschaft zwischen Manet und Astruc

Edouard Manet, Bildnis des Zacharie Astruc, 1866

Edouard Manet ist als Wegbereiter und Vertreter des Impressionismus hinlänglich bekannt; der Name seines Freundes Zacharie Astruc sagt uns heute eher weniger etwas. Nun widmet sich ein Arrangement aus gut 120 Exponaten in der Kunsthalle Bremen der Freundschaft zwischen dem Künstler und dem vielseitigen Kunstkritiker, der nicht nur schrieb, sondern auch malte, Skulpturen schuf, dichtete und komponierte. Als Aufhänger für die Ausstellung dient Manets „Bildnis des Zacharie Astruc“, das zum Bestand der Kunsthalle gehört. In diesem Querformat von 1866 findet sich vieles, womit sich die Kuratorin Dorothee Hansen beschäftigt: die japanische Kunst, Spanien und die Inspiration durch Diego Velázquez und Francisco de Goya. Wie sehr sich die beiden Franzosen gegenseitig stimulierten, führt die Gegenüberstellung ihrer Werke vor Augen. Die Ausstellung zeigt, dass zu dieser Freundschaft auch der Austausch mit weiteren bekannten Größen wie Claude Monet, Henri Fantin-Latour, Alphonse Legros und Pierre-Auguste Renoir gehörte, die ebenfalls mit ihren Bildern vertreten sind.

Wie vernetzt die Künstler damals waren, macht Manets Portrait von Emile Zola deutlich, das von der Seine an die Weser gekommen ist. Das Hochformat, das den Autor in einer ihn anregenden Arbeitsumgebung wiedergibt, kann geradezu als Pendant zum in Bremen beheimateten Portrait von Astruc gesehen werden. Der berühmte Romancier wird durch sein Umfeld charakterisiert. Nicht umsonst sticht eine Schreibfeder besonders ins Auge. Ein spätes Blumenstillleben, um 1884/1904 luftig gemalt von Astruc, führt die malerische Begabung des Kritikers vor Augen. Wie weit sich die beiden Impressionisten inspiriert haben könnten, wird klar, wenn man Manets rund zwei Jahre älteren Blumenstrauß dagegen hält. So haben beide neben einem ähnlichen Glasgefäß auch vergleichbare Blumen verwendet.

Passend dazu geht die Kunsthalle Bremen dem künstlerischen Einfluss von Francisco de Goya auf Edouard Manet nach. In der parallelen Ausstellung „Goya und Manet. Revolutionäre Radierungen“ zeugen 52 Drucke auf Papier von der Anerkennung des Franzosen und seiner Begeisterung für die Meisterschaft des Spaniers, der zwei Generationen vor ihm arbeitete. Man kommt auch hier nicht umhin, von der Lebendigkeit der Schwarz-Weiß-Darstellungen beeindruckt zu sein.

Die Ausstellungen „Manet und Astruc. Künstlerfreunde“ und „Goya und Manet. Revolutionäre Radierungen“ laufen bis zum 27. Februar 2022. Die Kunsthalle Bremen hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr, am Dienstag bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt für beide Ausstellungen beträgt 15 Euro, ermäßigt 7 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Der Ausstellungskatalog aus dem Deutschen Kunstverlag kostet im Museum 34 Euro, im Buchhandel circa 54 Euro.

Kunsthalle Bremen
Am Wall 207
D-28195 Bremen

Telefon: +49 (0)421 – 32 90 83 80
Telefax: +49 (0)421 – 32 90 84 70

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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23.10.2021, Manet und Astruc. Künstlerfreunde

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Bei:


Kunsthalle Bremen

Kunstsparte:


Skulptur

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Malerei

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