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Zum Tod von Etel Adnan

Etel Adnan, Trägerin des Lichtwark-Preises 2021, ist am 14. November in Paris gestorben

Etel Adnan ist gestern im Alter von 96 Jahren in Paris gestorben. Die libanesische Malerin und Schriftstellerin arbeitete multimedial und vereinte in ihrem langjährigen Schaffen Malerei, Arbeiten auf Papier, Tapisserien, Filme und Bücher. Ihr malerisches Œuvre erlangte erst internationale Bekanntheit, als Carolyn Christov-Bakargiev ihre Arbeiten auf der Documenta 13 im Jahr 2012 präsentierte; damals war Adnan bereits 87 Jahre alt. Ab den 1960er Jahren entstand ein abstraktes Werk, das von pastosen Schichten und leuchtenden Farbstreifen sowie geometrischen Formen geprägt ist. Die Künstlerin trug die Ölfarben direkt aus der Tube mit dem Spachtel auf die vor ihr liegenden kleinformatigen Leinwände auf. Adnan sah die Malerei als Möglichkeit, sich über sprachliche Grenzen hinweg auszudrücken. Ab den 1980er Jahren ging sie zur Darstellung abstrakter Landschaften über, die für sie in ihrem Leben prägend waren. Ein immer wiederkehrendes Motiv ist der Mount Tamalpais nördlich von San Francisco, wo sie 35 lang lebte. Schriftstellerisch und malerisch würdigte sie den Berg in ihrer Erzählung „Reise zum Mount Tamalpais“.

1978 trat sie mit dem Roman „Sitt Marie-Rose“, der den libanesischen Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 schildert, erstmals an die Öffentlichkeit. Auch in ihren weiteren Texten, wie dem Gedicht „Arabische Apokalypse“ von 1980, setzte sich Etel Adnan mit den Auswirkungen politischer Gewalt auseinander. Die Schriftstellerin verfasste poetische Reflexionen, Prosadichtung, philosophische Essays sowie Aphorismen. Ihre Leporellos aus japanischem Papier vereinten ab 1964 Schrift, Zeichnung, Bild und Text in einer Art Collage, wobei Adnan die Kalligrafie als eine Form der Zeichnung verstand. „Eine der wichtigsten künstlerischen Stimmen der Welt“, nannte Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda Etel Adnan in seinem Nachruf. „Ihre Sprache war vielstimmig und schillernd – als Malerin und Schriftstellerin. Sie kleidete Erfahrungen in Worte und Farbe. Unverstellt und drastisch, poetisch und pazifistisch“, so Brosda weiter.

Geboren am 24. Februar 1925 als Tochter einer griechischen Christin und eines syrischen Muslims in Beirut, wuchs Etel Adnan in einem multilingualen Umfeld auf. Zu Hause sprach sie Griechisch und Türkisch, im Alltag Arabisch. Außerdem besuchte sie eine französische Mädchenschule. 1945 begann die junge Frau ihr Studium der französischen Literatur und Philosophie an der „École Supérieure des Lettres“ in Beirut, das sie ab 1949 an der Sorbonne in Paris sowie ab 1955 an der University of California in Berkeley und der Harvard University fortsetzte. Anschließend lehrte Adnan an der Dominican University of California in San Rafael, bevor sie 1972 wieder in den Libanon zurückkehrte und dort als Kulturjournalistin arbeitete. 1975 musste sie Beirut auf Grund des libanesischen Bürgerkrieges wieder verlassen und war fortan als freie Künstlerin und Autorin in Paris und dem kalifornischen Sausalito tätig. Adnan lebte zuletzt mit ihrer langjährigen Partnerin Simone Fattal in Paris.

Die Werke der renommierten Künstlerin waren in internationalen Museen ausgestellt, darunter das Museum der Moderne in Salzburg, dem Haus Konstruktiv in Zürich, dem Zentrum Paul Klee in Bern oder der Galerie Lelong in Paris und New York. Außerdem erhielt Etel Adnan mehrere Auszeichnungen, unter anderem ernannte das französische Kulturministerium die Künstlerin 2014 zum Chevalier des Arts et Lettres. Zuletzt wurde Etel Adnan der diesjährige Lichtwark-Preis für ihr Lebenswerk zugesprochen, der am Donnerstag in der Hamburger Kunsthalle übergeben werden sollte. Anlässlich der Preisverleihung sind Werke der Künstlerin noch bis zum 22. Januar 2022 in der Hamburger Galerie Sfeir-Semler zu sehen.


15.11.2021

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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