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Interieur – Dame im Salon auf Chaiselongue sitzend / Bruno Piglhein

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Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

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zugeschrieben, Pfauenbank / Peacock bench, Ende 19. Jahrhundert / Marcello Andrea Baccetti

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Ohne Titel, 2016 / Heinz Mack

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Lübeck will afrikanische Exponate restituieren

Die Lübecker Völkerkundesammlung mit Sitz im Zeughaus will Objekte aus Kolonialzeit nach Afrika zurückgeben

Die Lübecker Völkerkundesammlung will 26 Objekte ihrer Bestände nach Namibia und Äquatorialguinea restituieren. Erstmalig gehe eine derartige Initiative freiwillig von deutscher Seite aus, bisher seien noch keine Restitutionsforderungen der afrikanischen Länder bekannt, so Hans Wißkirchen. Der Leitende Direktor der Lübecker Museen vermutet, dass die Lübecker Sammlung nicht international bekannt ist, da sie überwiegend von Kaufleuten und Privatreisenden aufgebaut wurde. Die Auswahl der Objekte wurde im Rahmen eines vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste finanzierten Forschungsprojektes getroffen. „Wir müssen den unermesslichen Wert berücksichtigen, den diese Stücke für die Menschen in Afrika haben, als Teil ihres kulturellen Erbes, das sie bisher nur in Museen in Europa sehen konnten“, erläutert Lars Frühsorge, Leiter der Völkerkundesammlung, die Entscheidung, die Exponate in die früheren Kolonien zurückzuführen. Der Kulturausschuss der Hansestadt berät am 13. Dezember über die Rückgabe, die endgültige Entscheidung soll Ende Januar 2022 von der Lübecker Bürgerschaft getroffen werden.

Die ursprünglich aus Namibia stammenden Stücke wurden ausgewählt, da ihre Sammler an dem Völkermord der Herero und Nama in den Jahren 1904 bis 1908 beteiligt waren. Der Militärarzt Gerald Jorns (1876-1936) besaß achtzehn Objekte aus Eisenschmuck und Gebrauchsgegenstände, aus dem Nachlass des Hauptmanns Wilhelm Thiel (1881-1915) sind zwei antike Gewehre erhalten. Außerdem erhielt das Museum nach dem Ersten Weltkrieg von der Krankenschwester Elisabeth Kulow sterbliche Überreste von drei Afrikaner*innen, die vermutlich aus einem Grab geraubt wurden. Der zweite betroffene Bestand umfasst Exponate, die von der Lübecker Pangwe-Expedition nach Zentralafrika in den Jahren 1907 bis 1909 stammen. In der Sammlung des Expeditionsleiters Günter Tessmann befinden sich eine Maske und eine Ahnenfigur, die dieser von örtlichen Häuptlingen geschenkt bekommen haben soll. Aus seinen Lebenserinnerungen geht jedoch hervor, dass die Übergabe unter falschen Tatsachen stattfand, da Tessmann angab, ein offizieller Vertreter der Kolonialmacht zu sein und ihnen gefälschte Papiere zur Anerkennung ihrer Herrschaftsgebiete ausstellte. Dies führte teilweise zu kriegerischen Handlungen mit benachbarten Dörfern.

Sollte das Lübecker Angebot von deutscher und afrikanischer Seite angenommen werden, wäre dies der Anfang einer längerfristigen Zusammenarbeit zwischen Lübeck und Afrika. Im Januar 2022 eröffnet in Lübeck eine von insgesamt drei Ausstellungen, die sich mit der Natur, den Religionen sowie den Beziehungen der Kontinente von der Kolonialzeit bis heute beschäftigen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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