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Interieur – Dame im Salon auf Chaiselongue sitzend / Bruno Piglhein

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Blick aus dem Künstler-Atelier in Berlin. Kurfürstenstraße, 1927 / Ernst Oppler

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zugeschrieben, Pfauenbank / Peacock bench, Ende 19. Jahrhundert / Marcello Andrea Baccetti

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Ohne Titel, 2016 / Heinz Mack

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Trauer um Peter Weiermair

Peter Weiermair im Frankfurter Kunstverein, 1983

Peter Weiermair ist tot. Der Kunsthistoriker, Kurator und Museumsdirektor starb am vergangenen Freitag nach langer schwerer Krankheit in Innsbruck. Er wurde 77 Jahre alt. „Wir trauern über das Ableben von Peter Weiermair, mit dem die bildende Kunst einen der aktivsten und vielseitig tätigen Proponenten verliert“, so die österreichische Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer. Er habe eine große Bandbreite an außergewöhnlichen und glücklichen Aktivitäten für die bildenden Künste hervorgebracht, so Mayer weiter. „Peter Weiermair war einer der speziellsten und obsessivsten und für die Kunstszene wichtigsten Verleger, Erneuerer, Kunstvermittler, Kuratoren und Sammler im Österreich der letzten Jahrzehnte“, würdigte auch die Wiener Galeristin Ursula Krinzinger, eine langjährige Wegbegleiterin Weiermairs, den Verstorbenen. Er habe Fotografie als Kunst und Kunst als Fotografie entscheidend mitbestimmt, junge Kunst national und international neu positioniert, die thematische Ausstellung als solche auf internationaler Ebene mitgeprägt und sei ein großer Freund der Künstler*innen und Galerien vor allem in menschlicher Hinsicht gewesen.

Peter Weiermair stammte aus Steinhöring östlich von München und wuchs in Innsbruck auf, wo er in den letzten Jahren wieder lebte. Er studierte Kunstgeschichte, Germanistik und Philosophie in Innsbruck und Wien. In den 1960er und 1970er Jahren schrieb er für die Salzburger Nachrichten Ausstellungsbesprechungen und kulturpolitische Kommentare aus Innsbruck. 1964/65 erschien unter seiner Ägide die Zeitschrift „Ansichten“. 1966 gründete Weiermair den Verlag „allerheiligenpresse“ und 1968 das „Forum für aktuelle Kunst“ in Innsbruck, das er bis 1979 leitete. Neben seiner journalistischen Tätigkeit arbeitete er von 1969 bis 1979 in Innsbruck auch als Kurator an der Tiroler Landesgalerie im Taxispalais und machte sie mit Präsentationen zu Fred Sandback, Gilbert & George, Donald Judd, Maria Lassnig oder Dan Flavin zu einem Ort der Avantgarde.

Ab 1980 war Peter Weiermair dann Direktor des Frankfurter Kunstvereins und zugleich als Honorarprofessor für zeitgenössische Kunst und Kunstvermittlung an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach tätig. In Frankfurt präsentierte er über 200 Ausstellungen und habe dank seines Programms den Kunstverein zum zentralen Kulturort und Treffpunkt für zeitgenössische Kunst in der Mainmetropole gemacht, so der Kunstverein. Mit Ausstellungen und deutschen Erstpräsentationen von John Coplans, Robert Mapplethorpe, Hiroshi Sugimoto, Lewis Baltz, Mário Cravo Neto, John Hilliard, Peter Peryer, Ann Mandelbaum, Glenn Ligon oder Tracey Moffatt habe Weiermair neue künstlerische Strategien untersucht und die künstlerische Fotografie endgültig als unverrückbaren Bestandteil der zeitgenössischen Kunst etabliert, was 1996 in die erste internationale Triennale für Fotografie mündete. 1997 wurde Weiermair in der Nachfolge von Gründungsdirektor Otto Breicha mit der Leitung des Salzburger Rupertinums, des heutigen Museums der Moderne, betraut. Als ausgewiesener Fotokenner war er auch hier bestrebt, das Museum im Sinne Breichas noch stärker als Haus für diese Kunstgattung zu positionieren. Darauf folgte von 2001 bis 2007 der Direktorenposten an der Galleria d’Arte Moderna in Bologna.

Danach organisierte Weiermair von Innsbruck aus als freier Kurator Ausstellungen, unter anderem beim Europäischen Forum Alpbach, in der Ursula Blickle Stiftung oder in der Kunsthalle Wien. Hier waren unter anderem seine Präsentation zum Spätwerk von Louise Bourgeois oder seine Themenschau „Das Porträt. Fotografie als Bühne“ zu sehen. Im Rahmen seiner Tätigkeit als Kurator veröffentlichte Weiermair etliche Publikationen zu Kunst und Fotografie des 19. und 20. Jahrhunderts. Für seine Verdienste um den Frankfurter Kunstverein verlieh ihm 1998 der Magistrat die Goetheplakette der Stadt Frankfurt. Bereits vor einigen Jahren musste Weiermair infolge eines schweren Unfalls seine kuratorischen Aufgaben einstellen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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