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Günther Feuerstein gestorben

Der österreichische Architekt und Theoretiker Günther Feuerstein ist mit 96 Jahren verstorben

Günther Feuerstein ist tot. Der Architekt und Architekturtheoretiker starb am Samstag in Wien. Wie seine Familie mitteilte, habe sich der 96jährige von einer Operation nicht mehr erholt. Feuerstein wurde erst heuer mit dem Hans-Hollein-Kunstpreis für Architektur geehrt und dabei nicht nur als „Jahrhundert-Chronist“, sondern auch als „Sprachrohr der visionären Architektur“ bezeichnet. Lobend erwähnte die Jury, dass Feuersteins Publikationen über inzidente und visionäre Architektur den Blick auf die österreichische Architekturgeschichte verändert und sie international kontextualisiert und positioniert habe.

In ihrem Nachruf beschrieb die österreichische Kunst- und Kulturstaatssekretärin Andrea Mayer den Verstorbenen als einen großen „Baukünstler, Theoretiker und Lehrer. Sein Tod beraubt Österreich eines seiner kreativsten Architekten, der das Architekturgeschehen nach 1945 wesentlich mitgestaltet hat. Als Lehrender hat er mit seinen visionären Theorien einen ganzen Berufsstand nachhaltig beeinflusst.“ Sie betonte zudem, dass er sich für eine visionäre architektonische Gestaltung eingesetzt habe, etwa mit seiner „Idee von Aktivspielplätzen für Kinder“. Seine Mitarbeit an verpflichtenden Normen für behindertengerechtes Bauen seien beispielhaft für seinen sozialen, inklusiven Architekturbegriff.

Günther Feuerstein wurde am 21. Oktober 1925 in Wien geboren, studierte bis 1951 Architektur an der dortigen Technischen Universität, war als Ziviltechniker tätig und arbeitete ab 1958 im Atelier von Karl Schwanzer, unter anderem an dem Pavillon für die Expo in Brüssel 1958, der heute der Österreichischen Galerie Belvedere als Dependance für die Gegenwartskunst dient. Prägend war die Zeit als Assistent Schwanzers zwischen 1961 und 1968 an der TU Wien. Hier entwickelte Feuerstein seine „Klubseminare“, die für einige der international erfolgreichsten Architekten Österreichs wegweisend wurden. Jahrzehnte bevor „Design Build“ modern wurde, veranstaltete er bereits mit seinen Studierenden in den Sommermonaten Praxisübungen für experimentelles Bauen. Das Lehrformat und die Inhalte seiner Seminare wurden zum „Katalysator für das Neue und Visionäre in der Architektur“, so die Mitteilung des Architekturzentrums Wien. „Er regte performative und theatralische Formate an und schlug eine Brücke zur Kunst – u.a. durch Einladungen an Walter Pichler und Otto Muehl“. Letzteres führte zu seiner Entlassung an der TU Wien. Feuerstein lehrte dann „Umraumgestaltung“ von 1973 bis 1996 an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz. Bis kurz vor seinem 95. Geburtstag hatte er auch noch an der Universität Innsbruck unterrichtet, wo ihm 2020 das Ehrendoktorat verliehen wurde.

Parallel hierzu führte Günther Feuerstein von 1962 bis 2000 sein Architekturbüro „Atelier für Entwurf, Planung, Forschung“. Zu seinen wichtigsten Bauten zählen etwa die Experimentalsiedlung in Hörsching bei Linz oder das integrative Wohnprojekt in Hirschstetten in Zusammenarbeit mit Rob Krier und Monika Stein. Von 1965 bis 1967 leitete er gemeinsam mit Hans Hollein, Gustav Peichl, Sokratis Dimitriou und Walter Pichler die Redaktion der Zeitschrift „BAU“. 19 Jahre lang gab er ab 1970 das Architekturmagazin „Transparent“ heraus und publizierte regelmäßig in Tageszeitungen zum Themenkreis Architektur und Stadt.

Der aktive Theoretiker Feuerstein organisierte mehrere Ausstellungen und veröffentlichte mehrere Bücher, darunter „Visionäre Architektur – Wien 1958-1988“ von 1988, „Androgynos - Das Mann-Weibliche in Kunst und Architektur“ von 1996 oder „Biomorphic Architecture – Menschengestalten und Tiergestalten in der Architektur“ von 2002. Im Jahr 2017 übergab Günther Feuerstein zentrale Materialien aus seinem Arbeitsleben an die Sammlung des Architekturzentrums Wien, das in seinem Nachruf mit den Worten schließt: „Seine Manifeste und Bücher haben der Architektur über Jahrzehnte Mut gemacht. Mut, mehr zu sein als bloße Dienstleisterin für die Bau- oder die Finanzwirtschaft; Mut, Funktionalismus und Pragmatismus der Nachkriegszeit zu überwinden und von neuen Welten zu träumen. Ohne Günther Feuerstein wäre die österreichische Architekturgeschichte eine andere geworden.“

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Künstler:

Günther Feuerstein








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