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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Hochkarätig: Ketterer versteigert Sammlung Gerlinger

Seht auf Gerlingers Verkaufsliste: Ernst Ludwig Kirchners „Das blaue Mädchen in der Sonne“ von 1910

Der Sammler Hermann Gerlinger möchte sein renommiertes Konvolut an Werken des deutschen Expressionismus versteigern. Den Kern bilden Arbeiten der „Brücke“-Gründer Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff und Fritz Bleyl, die die Künstlergruppe 1905 in Dresden ins Leben gerufen hatten. Mit dem Auftrag an das Münchner Auktionshaus Ketterer gibt der gebürtige Würzburger die Arbeiten nun für eine neue Generation an Sammlern frei. „Meine Sammlung war fast drei Jahrzehnte in drei renommierten Museen zu sehen. Es war die Krönung meiner fast 70-jährigen Sammlerarbeit, dass sie dort sowohl für die Freunde der Brücke als auch für Fachleute aus der Wissenschaft aus dem In- und Ausland zugänglich war. Jetzt ist die Zeit gekommen, die Werke der nächsten Generation von Sammlern ganz direkt zur Verfügung zu stellen“, so Gerlinger.

Die Kunstwerke sollen ab Juni über vier Jahre verteilt in München unter dem Hammer kommen. Die Schätzpreissumme für die rund 1.000 Arbeiten, unter anderem noch von Emil Nolde, Hermann Max Pechstein, Cuno Amiet, Akseli Gallén-Kallela und Otto Mueller, liegt laut dem Auktionshaus Ketterer bei einem zweistelligen Millionenbetrag. Der Erlös fließt drei gemeinnützigen Einrichtungen zu: der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, dem Bund Naturschutz und der Würzburger Stiftung Juliusspital. Die erste Tranche der Werke wird in einem Sonderkatalog im Rahmen der Juni-Auktionen in München präsentiert. Als eines der Glanzstücke gilt Kirchners Ölgemälde „Das blaue Mädchen in der Sonne“.

Seit den 1950er Jahren hat der 1931 geborene Unternehmer gemeinsam mit seiner Frau Hertha Gerlinger eine der größten und wichtigsten Kollektionen der „Brücke“-Künstler aufgebaut. Sie umfasst etwa 1.000 Gemälde, Handzeichnungen, Aquarelle, Holzschnitte, Radierungen, Lithografien, Skulpturen, Silberschmuck, Steinreliefs, Holzarbeiten und Mosaike. Plakate, bemalte Postkarten, von den Künstlern gestaltete Kataloge und Mitgliederlisten zeichnen zudem die Stationen der „Brücke“-Gruppe nach. Der Kunsthistoriker Heinz Spielmann charakterisierte Gerlingers Besitz als „die bedeutendste systematische Darstellung aller Schaffensphasen der Künstler von den frühen Anfängen über den gemeinsamen Gruppenstil bis zum individuellen Spätwerk. Sie lebt von der Vielzahl der Objekte mit besonderer Qualität.“ Vertreter von Kulturinstitutionen befürchten nun, dass mit dem Verkauf der Sammlung ihr lückenlosen Dokumentationscharakter und der Zugang zu den hochkarätigen Werken für die Öffentlichkeit verlorengehen.

Nach Schloss Gottorf in Schleswig und der Moritzburg in Halle an der Saale waren die Arbeiten zuletzt seit 2017 im Buchheim Museum in Bernried am Starnberger See beheimatet. Der auf zehn Jahre angelegte Leihvertrag wurde bereits im September letzten Jahres in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst, die Werke an Gerlinger zurückgegeben. Die teils schwierige Zusammenarbeit mit den Museen in Bezug auf die Präsentation und die Einbindung der Werke in die dortige Dauerausstellung könnten ebenfalls ein Grund für Gerlinger gewesen sein, sich von seiner Sammlung nun zu trennen. So brachte Gerlinger auch das Kunstmuseum Bern als Heimat für seine Kollektion ins Spiel oder wollte sie in Würzburg unterbringen. Zwischen dem 16. Juli und dem 13. November bietet sich noch einmal die Gelegenheit, vierzehn Gemälde der Sammlung als Leihgaben in der Ausstellung „Brücke & Blauer Reiter“ im Buchheim Museum zu sehen.

Wer keine Möglichkeit hat, die Stücke in situ zu betrachten, der kann auf den gemeinsam mit Heinz Spielmann herausgegebenen Sammlungskatalog Hermann Gerlingers zurückgreifen. Dieser bietet unter dem Titel „Die Maler der Brücke“ eine kompakte Übersicht über die Geschichte und Bedeutung der Gruppe sowie das Leben ihrer bekanntesten Mitglieder. Die Publikation wird durch Selbstzeugnisse der Künstler wie die „Brücke“-Almanache und Gerlingers Rezensionen der „Brücke“-Ausstellungen ergänzt. Dadurch gelang es dem Würzburger Sammler, ein facettenreiches Bild seines Konvolutes zu zeichnen, das sowohl für die kunsthistorische Forschung wie auch für den Kunsthandel wertvolle Erkenntnisse bietet.

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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