Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Auktionsanzeige

Am 28.09.2022 Auktion 406: Herbstauktion

© Neumeister Münchener Kunstauktionshaus

Anzeige

Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler
© Döbele Kunst Mannheim


Anzeige

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Blumenstrauß / Maria Caspar-Filser

Blumenstrauß / Maria Caspar-Filser
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Wien erforscht seine Kunstpolitik unter dem NS-Regime

in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“

Der Fund von rund 3000 Mitgliederakten Wiener Kunstschaffender in der Reichskammer der bildenden Künste hat das Wien Museum zum Anlass genommen, sich genauer der Kunstpolitik in der Donaumetropole zwischen 1938 und 1945 zu widmen und die Akten erstmals wissenschaftlich auszuwerten. Herausgekommen ist nun die aufschlussreiche Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“, die Einblicke in Machtstrukturen, Netzwerke, bürokratische Abläufe sowie künstlerische Haltungen der Entscheidungsträger offenlegt.

Mit dem „Anschluss“ Österreichs vom 12. März 1938 gingen die Einführung deutscher Reichsgesetzte und die Auflösung von Künstlervereinigungen einher. Die Wiener Außenstelle der Berliner Reichskammer der bildenden Künste übernahm alle Mitglieder. Die Zugehörigkeit war Voraussetzung für die Berufsausübung. Strenge Aufnahmeverfahren bewirkten nunmehr politische Zuverlässigkeit aller Kunstschaffenden. Auf diese Weise erfolgte die Kontrolle der Kunstproduktion nach ideologischen und rassistischen Vorstellungen. Anhand zahlreicher Dokumente, Objekte, Fotografien und Bilder stellt die Schau die Rolle des Wiener Kulturamtes als Initiator und Auftraggeber maßgeblicher Einrichtungen, Ausstellungen oder Ausstattungen vor und beleuchtet Biografien ausgewählter Künstler. Viele noch nie erfasste oder publizierte Werke wurden dafür erstmals aus Depots entliehen. Um den schwierigen offenen Fragen nach dem weiteren Umgang Bedeutung zu verleihen, entschieden sich die Kuratorinnen Ingrid Holzschuh und Sabine Plakolm-Forsthuber zu einem magazinähnlichen Arrangement, auch um den eingegrenzten ästhetischen Anspruch der Exponate zu unterstreichen.

Gleich zu Beginn steht der Besucher vor einem Schlüsselwerk: Igo Pötsch schuf 1940 im Auftrag des Kulturamtes das vielfach reproduzierte und daher überaus bekannte Bild von der „Fahrt des Führers zur Proklamation am 15. März 1938“, in dem Ringstraße, Burgtor und Heldenplatz über und über von jubelnden Massen besetzt und mit roten Hakenkreuzfahnen behangen sind. In der Folge stellt die Schau dann Aufbau und Biografien führender Leitungspersonen und Referenten der Reichskammer vor, umgeben von Schriftstücken und klobig-schweren Dekor- und Einrichtungsgegenständen, die im Sinne einer völkisch-bodenständigen NS-Ästhetik gehalten sind. Vieles von dem wurde in einer Entwurfs- und Versuchsstätte für das Kunsthandwerk ersonnen, die immerhin der renommierte Jugendstil-Entwerfer Josef Hoffmann leitete.

Ein Kapitel widmet sich den wirtschaftlich bedingten Bestrebungen, Wien zur deutschen Modestadt zu katapultieren. Zentrale Rolle kam dabei einem neu etablierten „Haus der Mode“ zu. Plakate, Denkmäler, Porträts oder die Kunst am Bau waren weitere Sparten einer propagandistisch angestachelten „Bilderbogenkunst“, dessen Schöpfer nach 1945 zumeist unbeschwert und hoch geehrt ihr Schaffen fortsetzen konnten.

Die Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“ ist bis zum 24. April zu sehen. Das Wien Museum MUSA hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 5 Euro. Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog erschienen, der an der Museumskasse 34 Euro kostet.

Wien Museum MUSA
Felderstraße 6-8
A-1010 Wien
Telefon: +43 (0)1 – 4000 85169

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 10

Seiten: 1  •  2

Adressen (2)Berichte (1)Variabilder (7)

Bei:


MUSA – Museum Startgalerie Artothek

Bei:


Wien Museum

Bericht:


Nazi-Kunst für alle?

Variabilder:

Igo Pötsch, Fahrt des Führers zur Proklamation am 15. März 1938, 1940
Igo Pötsch, Fahrt des Führers zur Proklamation am 15. März 1938, 1940

Variabilder:

Das Künstlerhaus im Wien im Jahr 1938
Das Künstlerhaus im Wien im Jahr 1938

Variabilder:

in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“
in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“

Variabilder:

in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“
in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“

Variabilder:

in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“
in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“

Variabilder:

in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“
in der Ausstellung „Auf Linie. NS-Kunstpolitik in Wien“








News vom 27.09.2022

Essen vereint Geschichte der Emscher mit Geschichte der Fotografie

Essen vereint Geschichte der Emscher mit Geschichte der Fotografie

Benefizschau für die Ukraine bei Van Ham

Benefizschau für die Ukraine bei Van Ham

Nasher Prize für Senga Nengudi

Nasher Prize für Senga Nengudi

Kerstin Brätsch, Alexis Gautier und Britta Thie in Düren

Kerstin Brätsch, Alexis Gautier und Britta Thie in Düren

News vom 26.09.2022

Energiekrise: Museen wollen offen bleiben

Energiekrise: Museen wollen offen bleiben

Roswitha Haftmann-Preis für Gülsün Karamustafa

Roswitha Haftmann-Preis für Gülsün Karamustafa

Unter humorvollen Vorzeichen: Feminismus in Basel

Unter humorvollen Vorzeichen: Feminismus in Basel

Neues Käthe-Kollwitz-Museum eröffnet

Neues Käthe-Kollwitz-Museum eröffnet

News vom 23.09.2022

Altenbourg-Preis für Asta Gröting

Altenbourg-Preis für Asta Gröting

Architekturzeichnung nach München zurückgekehrt

Architekturzeichnung nach München zurückgekehrt

Das Minsk öffnet in Potsdam

Das Minsk öffnet in Potsdam

Wiener Museum erhält Vorlass von Gerhard Rühm

Wiener Museum erhält Vorlass von Gerhard Rühm

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Döbele Kunst Mannheim - Robert Häusser REM

ROBERT HÄUSSER IM FORUM INTERNATIONALE PHOTOGRAPHIE AN DEN REISS-ENGELHORN MUSEEN
Döbele Kunst Mannheim

Galerie Klose - Essen - karte

'Gegenständliche Gegensätze' // Veronika Spleiss - Robert Schätz
Galerie Klose - Essen

Venator & Hanstein - Martin Kippenberger

Auktionen 169/170
Venator & Hanstein

Neumeister Münchener Kunstauktionshaus - Ernst Fuchs, Mosesbrunnen

Herbstauftakt bei Neumeister in München
Neumeister Münchener Kunstauktionshaus





Copyright © '99-'2022
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce