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Jüngstes aus Meißen in Hohenberg

Peter Strang, Plastik (X-Kanne) „Muster-Bruch“, 2000

Das Porzellanikon in Hohenberg an der Eger zeigt in seiner neuesten Ausstellung Kunstwerke mit Unikatcharakter, die seit den 1970er Jahren im Hause Meißen entstanden sind. Rund 200 Porzellanobjekte, die Schenkung eines Hamburger Sammlerpaars, zeugen vom kreativen Output zum Ende der DDR-Zeit und verfolgen die Linie bis in die Gegenwart. Kuratorin Petra Werner legt somit ihr Augenmerk auf einen eher dunklen Teil der sonst gut erforschten Geschichte der ältesten Porzellanmanufaktur Europas. Im Mittelpunkt steht dabei das „Kollektiv Künstlerische Entwicklung“, eine Art Entwicklungsabteilung, die 1960 von den Künstlern Peter Strang, Heinz Werner und Ludwig Zepner ins Leben gerufen wurde, mit neuen Ideen die Produktpalette weiterentwickeln und damit an die Popularität der barocken Meißner Produktion anknüpfen sollte. Zwölf Künstlerinnen und Künstler aus zwei Generationen arbeiteten bis zum Ende der Abteilung 2010.

In der DDR-Zeit mussten die Entwerfer von Meißen einen einzigartigen Seiltanz bestehen. Unter dem strengen Blick des Politbüros sollten sie künstlerisch kreativ und modern genug sein, um Devisen aus dem Westen in das Land zu bringen. Da wären beispielsweise die Gefäße von Ludwig Zepner. Die klare Form des Kubus erinnert an klassische Teedosen. Die bunten Farbkleckse aus Gold und Türkis, die im oberen Teil von warmem Rot abgeschlossen werden, sind aber eine eindeutige Zutat des 20. Jahrhunderts; derartige ungezwungen freie Farbfelder kannten der Gründer Johann Friedrich Böttger und seine unmittelbaren Nachfahren nicht. Sie hätten eventuell den Gegenstand von Peter Strangs Plastik aus dem Jahr 2003 erkannt, der sich von der griechischen Mythologie inspirieren ließ: Die schlanke, mädchenhafte Europa, die allerdings ein bemerkenswert gebärfreudiges Becken aufweisen kann, sitzt auf der Karikatur eines Stiers, der mit Stielaugen den Kopf nach hinten reckt, um zu sehen, wen er trägt.

Ebenso verweist die typische Kontur von Sabine Wachs’ Vasenobjekt „Fuchs mit Hühnergarten“ von 2006 auf die altehrwürdige Manufaktur. Man ist an alte chinesische Vorbilder erinnert, die das Haus im 18. Jahrhundert imitierte. Das Stück glänzt allerdings nicht mit einer blauen Bemalung, sondern wild gewordene Hühner trampeln kunterbunt umher, während der Fuchs gelassen und majestätisch oben auf dem Deckel thront. Mit einem abstrakten Dekor auf roten wackligen Lienen und weißen Punkten auf gelb-grünem Grund hat Olaf Fieber 2003 die Vase „Kürbis III“ nach einem Formenturf von Andreas Ehret verziert. Auch die übrigen Objekte von Rudi Stolle, Volkmar Bretschneider, Jörg Danielczyk, Silvia Klöde, Gudrun Gaube und Andreas Herten bestechen durch ihre thematische und gestalterische Vielseitigkeit.

Die Ausstellung „Unikate erzählen. Künstlerisches Meissen 1970-2010“ läuft bis zum 8. Januar 2023. Das Porzellanikon – Staatliches Museum für Porzellan hat täglich außer montags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 3 Euro, ermäßigt 2 Euro.

Porzellanikon Hohenberg
Schirndinger Straße 48
D-95691 Hohenberg an der Eger
Telefon: +49 (0)9233 – 77 220


09.05.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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