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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Berlin würdigt Erich Dieckmann

Erich Dieckmann, Sessel Nr. 8219, 1930/31

Das Kunstgewerbemuseum und die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen zu Berlin widmen gemeinsam mit der Kunststiftung Sachsen-Anhalt und der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle an der Saale Erich Dieckmann seit dem Wochenende die Personale „Stühle: Dieckmann!“. Seit mehr als 30 Jahren steht der 1896 in Westpreußen geborene Möbelgestalter und Bauhäusler somit wieder einmal im Mittelpunkt, der zu den prägenden Gestaltern der Moderne gehörte, mit Formen und Materialien experimentierte und Typenmöbelprogramme nach streng geometrischen Formen entwickelte. Mit etwa 120 Möbeln, Grafiken, Entwürfen und Zeichnungen wird der Designer in Berlin vorgestellt. Die Retrospektive ist in vier Teile gegliedert: Dieckmanns Zeit am Bauhaus in Weimar und seine Lehrtätigkeit an der Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, das Segment „Die Anderen“ mit Arbeiten seiner Zeitgenossen, „Living like Dieckmann“, in dem die Künstlerin Margit Jäschke und der Designer Stephan Schulz auf die gestalterische Ansätze Dieckmanns zurückgreifen und sie für die Gegenwart weiterentwickeln, und der finale Abschnitt, in dem Studierende der Burg Giebichenstein mit „Sitzen neu gedacht“ ihre Ideen zu Dieckmann präsentieren.

1921 ging Erich Dieckmann ans Weimarer Bauhaus, um eine Tischlerlehre zu absolvieren. Als das Bauhaus 1925 nach Dessau zog, verließ er Weimar nicht, arbeitete an der dortigen Staatlichen Bauhochschule unter Otto Bartning und übernahm die Leitung der Tischlerwerkstatt. Sechs Jahre später zog es ihn wie auch andere Bauhäusler an die Kunstgewerbeschule Burg Giebichenstein, wo er bis zu seiner Entlassung durch die Nationalsozialisten 1933 unterrichtete. Es folgten schwierige Jahre für den schwer erkrankten Dieckmann, der sich bis zu seinem Tod im November 1944 mit Sachbearbeiter- und Referentenjobs über Wasser hielt. Seine Haltung und Nähe zum Nationalsozialismus lassen sich nur bruchstückhaft rekonstruieren und müssen daher kritisch betrachtet werden.

Eines seiner Werke aus der Studienzeit am Bauhaus ist sein erster 1923 gestalteter Stuhl aus Holz mit Binsengeflecht. In der Schau folgen Typenmöbel, die Erich Dieckmann um 1930 für Einrichtungsprogramme entwickelt hatte, um Arbeits-, Wohn- und Schlafzimmer komplett auszustatten. Die dazugehörigen Entwürfe und historischen Fotos dokumentieren die Konstruktion, Aufstellung und Wirkung der Möbel im Raum. Schließlich änderten sich Dieckmanns Ideen zu eher kurvilinearen Modellen, wie es die Bugholz-, Stahlrohr- und Korbmöbel ab etwa 1930 beweisen. Seine reduzierten Korbmöbel wurden zu Prototypen für Gartenmöbel und von anderen mehrfach wiederholt und kopiert. Die Exponate aus der Kunstbibliothek stammen aus dem zeichnerischen Nachlass des Gestalters. Aus den circa 1.600 Objekten sind unter anderem Kompositionsstudien und Entwürfe zu zahlreichen Möbeln sowie aquarellierte Blätter idealer Einrichtungssituationen zu sehen. Der historische Kontext seiner Zeitgenossen wie Marcel Breuer, Ludwig Mies van der Rohe und Eckart Muthesius verdeutlicht die Vielseitigkeit der Möbelstile in der Zwischenkriegszeit.

Die Ausstellung „Stühle: Dieckmann! Der vergessene Bauhäusler Erich Dieckmann“ läuft bis zum 28. August. Das Kunstgewerbemuseum hat täglich außer montags von 10 bis 18 Uhr und samstags ab 11 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Der begleitende Katalog aus dem Mitteldeutschen Verlag kostet im Museum 30 Euro.

Kunstgewerbemuseum
Matthäikirchplatz
D-10785 Berlin
Telefon: +49 (0)30 – 266 42 42 42

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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