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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Neues vom Rosenkrieg: Zweiter Teil der Macklowe Collection bei Sotheby’s in New York

Hochwertiges aus der Scheidungsmasse



Ausverkauf der Macklowe Collection im November 2021 bei Sotheby’s

Ausverkauf der Macklowe Collection im November 2021 bei Sotheby’s

Schon im vergangenen November fuhr die Macklowe Collection mit 35 museumswürdigen Spitzenwerken der Kunst nach 1950 einen rekordträchtigen Bruttoumsatz von 676,1 Millionen US-Dollar ein. Nach diesem imposanten Erlös geht Sotheby’s nun mit dem zweiten Teil der exquisiten Kunstsammlung ins Rennen, die nach der Scheidung des New Yorker Immobilienmoguls Harry Macklowe von seiner Exfrau Linda nach 57 Jahren Ehe wieder auf den Markt schwappt. Mit den 30 Werken, darunter von großen Namen wie Cy Twombly, Donald Judd, Roy Lichtenstein oder Agnes Martin, sollen es nun mindestens 167 Millionen US-Dollar werden. Zu den Toplosen zählt mit einer Schätzung von 35 bis 50 Millionen US-Dollar erneut ein Gemälde Mark Rothkos. „Untitled“ mit drei braunen Farbfeldern auf rot-blauem Grund entstand 1960 an einem Wendepunkt in der Karriere des Künstlers, an dem er seine kräftigen Farben durch eine verhaltene Palette aus dunkleren Rottönen, Violett und tiefem Blau austauschte. Mit seiner meditativen Farbfeldkomposition versuchte Rothko ein Gefühl von Bedrohung und Frustration zu visualisieren, das er oft bei Einbruch der Dunkelheit zu spüren meinte.


Willem de Kooning erzielte bereits im November Spitzenwerte von 24,4 und 18,9 Millionen Dollar. Für die beiden sommerlich-leuchtenden Leinwände, die in der kommenden Woche zum Aufruf kommen, müssen Interessierte jedoch nur jeweils 7 bis 10 Millionen Dollar aufbieten. In „Untitled“ von 1961 überlagern sich voluminöse pastose Farbflächen aus Orange, Gelb, Beige und Blau, zu denen der Maler von seinem Umzug in das Küstenstädtchen Springs in East Hampton inspiriert wurde. Die kaum mehr wahrnehmbaren schwebenden Frauenkörper des locker kalligrafisch ausgeführten, lyrischen Werks „Untitled XIII“ von 1984 sind charakteristisch für Koonings Spätwerk. Einen frühlingshaften Tag an der See schildert Gerhard Richter in einem Großformat mit drei Metern Breite von 1975, das, angelehnt an die deutschen Romantiker, die Schönheit der Natur einfängt und gleichzeitig die Grenzen zwischen Fotografie und Malerei, zwischen Figuration und Abstraktion verwischt (Taxe 25 bis 35 Millionen USD).

Andy Warhols überlebensgroßes spätes Selbstporträt von 1986 wurde bisher nur zweimal ausgestellt und war zuletzt 1996 in der Schau „Vanitas: Skulls and Self Portraits“ zu sehen. Das Gemälde entstammt der Serie „Fright Wig“, in der sich die Pop Art-Größe mit dem Thema der Vergänglichkeit und dem Legendenstatus nach dem Tod auseinandersetzte. Warhols Gesicht ist von einem bunten Camouflage-Muster überzogen und scheint wie eine Totenmaske vor dem schwarzen Hintergrund zu schweben (Taxe 15 bis 20 Millionen USD). Der Art Brut-Maler Jean Dubuffet wandte sich für seine „Grand nu charbonneux“ von klassischen Schönheitsnormen und traditionellem Aktstudium ab. Um originell zu bleiben, betrachtete der Franzose 1944 sein Modell stundenlang, um dann in seinem Atelier eine „in der Erinnerung zerbrochene Ähnlichkeit“ in kindlich naiver Manier auf die Leinwand zu bringen (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). An afrikanische Gesichtsmasken erinnert Mark Grotjahns „Side Swiped and Carved Face 41.32“ von 2010, eine Weiterentwicklung seiner Schmetterlings-Gemälde, in dem er geschickt ungegenständliche und figürliche Elemente miteinander verbindet (Taxe 6 bis 8 Millionen USD).

Agnes Martin steuert zwei ihrer minimalistischen Streifenbilder in sich abwechselnder Farbkonstellation bei. Während das Quadrat „Early Morning Happiness“ von 2001 mit der zarten Maserung in Gelb, Blau und Weiß an einen anbrechenden Tag erinnert (Taxe 2,5 bis 3,5 Millionen USD), setzte die Amerikanerin 1985 bei „Untitled #11“ auf dünne weiße Linien auf hellgrauem Grund (Taxe 4 bis 6 Millionen USD). Brice Marden griff 1983/84 bei seinen „Elements IV“ tiefer in den Farbtopf und schuf eine kraftvolle Balkenkonstruktion in Weinrot, Olivgrün, Sonnengelb und Dunkelblau (Taxe 6 bis 8 Millionen USD). Robert Rymans Anliegen waren eher die feinen Schattierungen, wie er sie 2002 bei „Swift“ lediglich mit weißer Farbe, aber pastosem Auftrag kaum sichtbar auf die Leinwand brachte (Taxe 8 bis 12 Millionen USD). Zu den Meistern der Abstraktion gehört gleichfalls Cy Twombly, der seine „Synopsis of a Battle“ von 1968 mit Diagrammen und Ziffern in kreideähnlichen Spuren auf dunkelgrauem Grund für 12 bis 18 Millionen US-Dollar beisteuert.

Auch für Anselm Kiefer konnten sich die Macklowes begeistern und legten sich dessen Holzschnittcollage „Des Malers Atelier – Der Rhein“ von 1983 mit neoklassizistischer Monumentalarchitektur und sanfter Auenlandschaft zu, die jetzt 700.000 bis 1.000.000 US-Dollar einspielen soll. Bei Sigmar Polkes zarten Komposition „The Copyist“ von 1982 handelt es sich nicht um eine Aquarell- oder Federzeichnung, wie ein erster Blick auf das Werk nahelegt. Der Deutsche mischte Pigmente mit Lacken, Lösungsmitteln und Harzen, um mit Hilfe chemischer Reaktionen einen lasierend erscheinenden Farbauftrag zu kreieren. Die Künstlerfigur wird gemeinhin als Polke selbst gelesen, der mit dem Werk die Konzepte von Originalität und Autorschaft sowie die traditionelle Überlieferung von Bildideen wieder einmal hinterfragte (Taxe 3 bis 4 Millionen USD). Polkes zweites Werk „Plastik-Wannen“ aus den 1960er Jahren schlägt mit knalligen Farben den Bogen zurück zur Popkultur und der Werbeindustrie, deren verheißungsvoll glänzende Objekte der Künstler als leere Versprechungen entlarvt (Taxe 3,5 bis 4,5 Millionen USD).

Der Konsumkritik schließt sich auf dem Gebiet der Skulptur Jeff Koons mit einem gleich hoch bewerteten Ready-Made in Form von drei Staubsaugern in einer gläsernen Vitrine an. Die Arbeit zählt zu der Serie „The New“, mit der sich Koons 1980 einen Namen in der Kunstwelt machte. Mit einem ironischen Augenzwinkern, da die Staubsauger so vor Staub und Schmutz geschützt sind, hinterfragt der Künstler das Verständnis von Kunst und die Besessenheit der Gesellschaft von Sauberkeit und glänzenden neuen Dingen. Alberto Giacometti muss sich diesmal mit einer niedrigeren Schätzung von 7 bis 10 Millionen US-Dollar zufriedengeben, zählt mit der zweiten von drei Ausführungen der Bronze „Diego sur stèle II“ von 1958/61 jedoch trotzdem zu den Höhepunkten der Auktion. Das Sujet dieser lose an antike Porträts erinnernden Büste auf hoher Stele ist wie so oft der Bruder des Künstlers. Etwas weniger betuchte Bieter könnten sich für 1 bis 1,5 Millionen US-Dollar über die Bronzeskulptur eines jungen Mannes von Pablo Picassos aus dem Jahr 1958 freuen. Ihre geometrisch-abstrakte unbedarfte Form ist auf Treibholzstücke zurückzuführen, die Picasso nahe seiner Villa „La Californie“ an der mediterranen Küste Frankreichs fand.

Kontakt:

Sotheby’s New York

1334 York Avenue (at 72nd Street)

US-NY 10021 New York

Telefon:+1 (212) 606 70 00

Telefax:+1 (212) 606 71 07

Startseite: www.sothebys.com



13.05.2022

Quelle/Autor:Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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 Lichtenstein, Mirror #9, 1970
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 Warhol, Self Portrait, 1986
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 Untitled, 1960
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 Marden, Elements IV, 1983/84
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 Martin, Untitled #11, 1985
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Brice Marden,  Elements IV, 1983/84

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Taxe: 6.000.000 - 8.000.000 USD

Losnummer: 11

Mark Grotjahn,  Untitled (Side Swiped and Carved Face 41.32), 2009/10

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Taxe: 6.000.000 - 8.000.000 USD

Losnummer: 18

Willem de Kooning,  Untitled XIII, 1984

Willem de Kooning, Untitled XIII, 1984

Taxe: 7.000.000 - 10.000.000 USD

Losnummer: 16

Donald Judd,  Untitled, 1983

Donald Judd, Untitled, 1983

Taxe: 1.200.000 - 1.800.000 USD

Losnummer: 27

Willem de Kooning,  Untitled, 1961

Willem de Kooning, Untitled, 1961

Taxe: 7.000.000 - 10.000.000 USD

Losnummer: 9

Gerhard Richter,  Seestück, 1975

Gerhard Richter, Seestück, 1975

Taxe: 25.000.000 - 35.000.000 USD

Losnummer: 5

Jean Dubuffet,  Grand nu charbonneux, 1944

Jean Dubuffet, Grand nu charbonneux, 1944

Taxe: 4.000.000 - 6.000.000 USD

Losnummer: 19

Sigmar Polke,  Plastik-Wannen, 1964

Sigmar Polke, Plastik-Wannen, 1964

Taxe: 3.500.000 - 4.500.000 USD

Losnummer: 4

Roy Lichtenstein,  Mirror #9, 1970

Roy Lichtenstein, Mirror #9, 1970

Taxe: 1.500.000 - 2.000.000 USD

Losnummer: 2

Agnes Martin,  Early Morning Happiness, 2011

Agnes Martin, Early Morning Happiness, 2011

Taxe: 2.500.000 - 3.500.000 USD

Losnummer: 3

Mark Rothko,  Untitled, 1960

Mark Rothko, Untitled, 1960

Taxe: 35.000.000 - 50.000.000 USD

Losnummer: 8

Robert Ryman,  Swift, 2002

Robert Ryman, Swift, 2002

Taxe: 8.000.000 - 12.000.000 USD

Losnummer: 6




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