Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /
© Kunstmarkt Media


Anzeige

Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack
© Galerie Neher - Essen


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Pechstein als Fotograf in Zwickau

Hermann Max Pechstein, Hinterpommern, um 1927

Die Kunstsammlungen Zwickau präsentieren erstmals eine weniger bekannte Facette im Schaffen Hermann Max Pechsteins: Der Maler war begeisterter Fotograf, und eben diesem Medium widmet sich die am Sonntag eröffnete Schau „Seegewohnheiten“. Mit Hilfe einer 6x9-Klappkamera für Rollfilm schoss der Expressionist in der Region um Leba an der Ostsee zahlreiche Schwarzweiß-Fotos. Etwa 300 dieser kleinformatigen Aufnahmen haben sich in einem Album erhalten, in dem Pechstein sie aufbewahrt hatte. Inszenierte Motive bannte er ebenso auf Film wie Schnappschüsse. Die Lichtbilder dienten ihm auch als Vorlage für Arbeiten auf Papier oder Leinwand. Die thematisch gegliederte Schau gibt erstmalig einen Einblick in diese Aufnahmen, die die Kuratorin Annika Weise in direkten Bezug zu mehr als 35 Ölbildern, Zeichnungen und Grafiken aus Pechsteins Gesamtwerk gesetzt hat.

Der Brücke-Künstler hielt mit seiner Kamera vor allem Begegnungen mit Menschen und die einheimischen Fischer und Bauern bei ihrer täglichen Arbeit fest. Im Sommer 1927 zog der Expressionist durch das Dorf Rowe, circa 30 Kilometer von Leba entfernt, wo er seit 1921 eine zweite Heimat gefunden hatte. Pechstein suchte die Ursprünglichkeit und bereiste hierfür viele Orte. In Rowe fand er ein Stückchen Erde, in das die moderne Welt noch nicht vorgedrungen war. Hier wurden Land und Leute zu den Motiven seiner Fotos, die er schließlich mit strahlender ausdrucksstarker Farbe auch auf die Leinwand, mit dem Stift auf Papier oder mit der Radiernadel in Metall bannte. Das Foto einer ärmlichen Behausung für Fischer nutzte Pechstein für eine Tuschearbeit, die er schließlich auch als „Fischerkate“ in Öl malte. Während die Tuschearbeit ein kleineres Haus nochmal in die Ferne setzt und einen Zaun im Vordergrund hinzufügt, kehrt der Maler im Ölbild zur Vorlage zurück. Die Kate mit ihrem dunklen Reetdach wird im Vordergrund durch zwei mächtige Bäume gerahmt, der Holzzaun in den Mittelgrund gesetzt.

„Sehr interessant ist, dass Max Pechstein offensichtlich auch Gefallen an Bewegungsabläufen hatte“, so Weise. Das Thema der Bewegung widmete sich Pechstein in seriellen Fotoserien, so etwa Schnittern auf dem Feld. Hier stehen viele Männer mit Sensen auf dem Kornfeld und führen rhythmisch die gleiche Bewegung aus. „Max Pechstein steht unweit entfernt, bewegt sich sogar langsam um die Gruppe herum und fotografiert in Serie. Und es entstehen dadurch Fotografien, die einem Daumenkino gleichkommen“, erläutert Weise weiter. In der Schau ist auch das jüngst erworbene Gemälde „Brücke (Große Mühlengrabenbrücke)“ zu sehen, das Pechstein im Sommer 1921 an der Ostsee malte. Den Bogen in die Gegenwart spannt die immersive Klanginstallation „25 Summers at the Sea“ des multimedialen Künstlers, Komponisten und Sound Designers Max Schneider, die die Besucher in Welt von Pechsteins regelmäßigen Sommeraufenthalten an der Küste akustisch eintauchen lässt.

Die Ausstellung „Seegewohnheiten. Max Pechstein: Fotografie“ läuft bis zum 11. September. Die Kunstsammlungen Zwickau haben dienstags bis sonntags von 11:30 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist er frei. Für den Museumsbesuch ist das Tragen einer FFP2-Maske erforderlich.

Kunstsammlungen Zwickau – Max-Pechstein-Museum
Lessingstraße 1
D-08058 Zwickau
Telefon: +49 (0)375 – 83 45 10

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Veranstaltung vom:


21.05.2022, Seegewohnheiten - Max Pechstein: Fotografie

Bei:


Städtische Museen Zwickau

Kunstsparte:


Fotografie

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Stilrichtung:


Expressionismus

Variabilder:

Hermann Max Pechstein, Hinterpommern, um 1927
Hermann Max Pechstein, Hinterpommern, um 1927

Variabilder:

Hermann Max Pechstein, Hinterpommern, um 1927
Hermann Max Pechstein, Hinterpommern, um 1927

Variabilder:

Hermann Max Pechstein, Die Brücke, 1921
Hermann Max Pechstein, Die Brücke, 1921

Künstler:


Hermann Max Pechstein








News vom 29.06.2022

Günter Haeses filigrane Welten in Hamburg

Günter Haeses filigrane Welten in Hamburg

Berlin gibt Exponate an Namibia, Tansania und Kamerun zurück

Berlin gibt Exponate an Namibia, Tansania und Kamerun zurück

Preisträgerin Verena Issel in Neumarkt

Preisträgerin Verena Issel in Neumarkt

Sibylle Bergemann in der Berlinischen Galerie

Sibylle Bergemann in der Berlinischen Galerie

News vom 28.06.2022

Sam Gilliam gestorben

Sam Gilliam gestorben

Bonhams übernimmt Cornette de Saint Cyr

Bonhams übernimmt Cornette de Saint Cyr

Gainsborough-Portrait neu in Münchner Pinakothek

Gainsborough-Portrait neu in Münchner Pinakothek

Raubüberfall auf der TEFAF

Raubüberfall auf der TEFAF

News vom 27.06.2022

Documenta: Meron Mendel fordert differenzierte Debatte

Documenta: Meron Mendel fordert differenzierte Debatte

Rubenspreisträgerin Miriam Cahn in Siegen

Rubenspreisträgerin Miriam Cahn in Siegen

FBI beschlagnahmt Basquiat-Gemälde

FBI beschlagnahmt Basquiat-Gemälde

Kuratorenpreis geht nach Hamburg

Kuratorenpreis geht nach Hamburg

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Villa Grisebach Auktionen GmbH - Max Beckmann, Grauer Strand, 1928

Millionenzuschläge und internationale Bietgefechte – Die Ergebnisse der Sommerauktionen in Berlin
Villa Grisebach Auktionen GmbH





Copyright © '99-'2022
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce