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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Heinz Mack, Ohne Titel (N 9471), 2021 / Heinz Mack

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Koreanische Grenzkonflikte in Wolfsburg

Aernout Mik, Ice Cream Hill, 2014/15

Das Kunstmuseum Wolfsburg verhandelt seit dem vergangenen Wochenende anhand der Teilung Koreas Erfahrungen von Grenzen und Trennungen. Die von Sunjung Kim kuratierte Schau „Checkpoint“ analysiert die seit 77 Jahren bestehende Trennung von Nord- und Südkorea, die demilitarisierte Zone, die als Grenzstreifen dient, sowie die Hoffnungen auf eine gemeinsame Zukunft der beiden Länder. Rund 35 Werke koreanischer sowie nicht-koreanischer Kunstschaffender aus den Bereichen Malerei, Skulptur, Installation, Fotografie und Video setzen sich auf politischer und kultureller Ebene mit der Teilung der beiden Staaten auseinander.

Die demilitarisierte Zone markiert als vier Kilometer breiter und 248 Kilometer langer Streifen die territoriale, aber auch die ideologische, kulturelle und psychologische Trennung der Länder. Gleichzeitig fungiert sie als Attraktion für die Touristen und Rückzugsgebiet der Natur. Die Kunstschaffenden greifen diese unterschiedlichen Facetten in ihren Arbeiten auf: Haegue Yang stellt in ihrer großformatigen Wandcollage „DMZ Un-Do“ von 2020 vom Menschen geschaffene Kriegstechnologie und den natürlichen Lebensraum von Tieren und Pflanzen bildlich gegenüber. Das aufgeladene und letztendlich eskalierende Rollenspiel zwischen zwei rivalisierenden Jungendgruppen in Aernout Miks Videoinstallation „Ice Cream Hill“ von 2014/15 verweist ebenfalls metaphorisch auf den militärischen Konflikt zwischen Nord- und Südkorea.

Fotografien vermitteln die omnipräsente Überwachung in surrealen Alltagsszenen und Massenveranstaltungen zu Ehren der politischen Führung. Auf Heinkuhn Ohs Porträts wirken die Soldaten in ihren Uniformen eher wie unsichere Schuljungen, deren Zweifel und Ängste in ihrer Mimik und Körperhaltung durchscheinen. Für seine Serie „Red-House I“ fertigte Noh Suntag Nahaufnahmen der farbenprächtigen Tanzchoreografien bei Staatsanlässen an. Die Arbeiten offenbaren, dass deren augenscheinliche perfekte Synchronität und exakte Ausführung bei näherem Hinsehen durch kleine individuelle Fehler gestört wird, wie sie eben menschlich sind. Dagegen machen Min Joung-Ki mit seiner grenzüberschreitenden Darstellung „Embrace“ oder Tobias Rehberger mit seinem Entwurf eines Doppelhauses für eine süd- und eine nordkoreanische Familie Hoffnung eine gemeinsame Zukunft der beiden koreanischen Nationen.

Das forschungsbasierte „Real DMZ Project“ wurde 2011 in Südkorea initiiert, um mit den Mitteln der zeitgenössischen Kunst die verschiedenen Themen von Grenzen und Trennungen zu verhandeln und Szenarien für eine mögliche gemeinsame Zukunft zu entwickeln. Nach mehreren Stationen, darunter in London, Paris und Sydney, ist das Projekt unter dem Titel „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“ in Wolfsburg zu sehen. Die Ausstellung läuft bis zum 18. September. Das Kunstmuseum Wolfsburg hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt regulär 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die für 19 Euro im Museum erworben werden kann.

Kunstmuseum Wolfsburg
Hollerplatz 1
D-38440 Wolfsburg
Telefon: +49 (0)5361 – 266 90

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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Veranstaltung vom:


21.05.2022, Checkpoint - Grenzblicke aus Korea

Bei:


Kunstmuseum Wolfsburg

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

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Haegue
 Yang, DMZ Un-Do, 2020
Haegue Yang, DMZ Un-Do, 2020

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in der Ausstellung „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“
in der Ausstellung „Checkpoint. Grenzblicke aus Korea“

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Aernout Mik, Ice Cream Hill, 2014/15
Aernout Mik, Ice Cream Hill, 2014/15

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Tobias Rehberger, Duplex House, 2017
Tobias Rehberger, Duplex House, 2017

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Noh Suntag, Red-House I #BFK009, 2005
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