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Documenta verhüllt umstrittenes Kunstwerk

Taring Padis umstrittenes Banner „People’s Justice“ von 2002 ist inzwischen nicht mehr zu sehen

Nur wenige Tage nach ihrer Eröffnung hat die Documenta in Kassel ein großes Banner des indonesischen Künstlerkollektivs Taring Padi verhüllt, auf dem antisemitische Darstellungen zu sehen waren. Nach dieser gemeinsamen Entscheidung des Kollektivs, der Documenta-Geschäftsführung und der künstlerischen Leitung wird das Werk „People’s Justice“ nun auch von einer Erklärung begleitet, die die Hintergründe seiner Entstehung im Jahr 2002 aufzeigt. Anstoß boten zwei judenfeindliche Stereotype: Ein Soldat mit Schweinsgesicht, einem Halstuch samt Davidstern und einen Helm mit der Aufschrift „Mossad“, dem Namen des israelischen Auslandgeheimdiensts, sowie ein Mann mit den Schläfenlocken der strenggläubigen Juden, gespaltener Zunge und SS-Runen auf seinem schwarzen Hut. Am dem erst am vergangenen Samstag aufgestellten Kunstwerk hatte es inzwischen Kritik aus der Politik und von Vertretern des jüdischen Lebens in Deutschland gehagelt, darunter von Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Angela Dorn, der hessischen Kunstministerin und stellvertretenden Documenta-Aufsichtsratsvorsitzenden, sowie von Josef Schuster, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, die bis zu Rücktrittsforderungen an die Documenta-Generaldirektorin Sabine Schormann ging.

Die Leitung der Weltkunstschau äußerte sich zurückhaltender und sprach von einer „Figurendarstellung in der Arbeit People’s Justice des Kollektivs Taring Padi, die antisemitische Lesarten biete“. Auch die Künstlergruppe selbst zeigte sich von der Kritik überrascht, verwies darauf, dass ihre Arbeit bereits häufiger in außereuropäischen Ländern zu sehen war, und äußerte sich zu den Vorwürfen: „Die Banner-Installation People’s Justice (2002) ist Teil einer Kampagne gegen Militarismus und die Gewalt, die wir während der 32-jährigen Militärdiktatur Suhartos in Indonesien erlebt haben und deren Erbe, das sich bis heute auswirkt. Die Darstellung von Militärfiguren auf dem Banner ist Ausdruck dieser Erfahrungen. Alle auf dem Banner abgebildeten Figuren nehmen Bezug auf eine im politischen Kontext Indonesiens verbreitete Symbolik, z.B. für die korrupte Verwaltung, die militärischen Generäle und ihre Soldaten, die als Schwein, Hund und Ratte symbolisiert werden, um ein ausbeuterisches kapitalistisches System und militärische Gewalt zu kritisieren.“

Taring Padi betonte, dass das agitatorische Wimmelbild nicht antisemitisch zu verstehen sei. „Wir entschuldigen uns für die in diesem Zusammenhang entstandenen Verletzungen. Als Zeichen des Respekts und mit großem Bedauern decken wir die entsprechende Arbeit ab, die in diesem speziellen Kontext in Deutschland als beleidigend empfunden wird.“ Sie werde nun zu einem Denkmal der Trauer über die Unmöglichkeit des Dialogs in diesem Moment. „Wir hoffen, dass dieses Denkmal nun der Ausgangspunkt für einen neuen Dialog sein kann.“


21.06.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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