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Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Sam Gilliam gestorben

Sam Gilliam ist mit 88 Jahren in Washington verstorben

Sam Gilliam ist tot. Der afroamerikanische Maler starb am vergangenen Samstag in Washington D.C. mit 88 Jahren. Das teilte sein Galerist David Kordansky aus Los Angeles mit, der Gilliam als „Architekten der Farbe“ bezeichnete. Seine Visionen hätten ihn in kosmische Gefilde katapultiert, in denen das Experimentieren und der Mut, unterstützt durch eine kühne Schönheit, die einzigen Konstanten seien. Internationale Bekanntheit erlangte Gilliam durch seine „Suspended Paintings“. Die farbgetränkten großformatigen Leinwände präsentierte er, vom Rahmen befreit, von der Decke des Raumes hängend oder an den Wänden drapiert. Damit gehörte er zu den wichtigen amerikanischen Vertreter des Color Field Painting sowie der Lyrischen Abstraktion.

Sam Gilliam wurde 1933 in Tupelo im US-Bundesstaat Mississippi geboren und studierte Kunst bis 1961 an der University of Louisville in Kentucky. War sein Frühwerk noch durch den deutschen Expressionismus geprägt, kam Gilliam 1962 mit seiner Übersiedlung nach Washington mit dortigen abstrakten Strömungen in Kontakt. Mitte der 1960er Jahre war er einer der ersten Künstler, die mit dem Verzicht eines Rahmens für die Leinwand die Kunst revolutionierten und wichtige neue Impulse in die abstrakte Malerei einbrachten.

Für seine „Drapes“, an denen Gilliam zwischen 1967 bis 1973 arbeitete, goss er stark verdünnte oder auch schwere und dickflüssige Acrylfarbe direkt auf die unpräparierte Leinwand, faltete und zerknitterte diese, während die Farbe noch nass war. Die bunten Stoffe drapierte er in unterschiedlichen, mal floralen, mal anthropomorphen, mal figürlichen, mal völlig willkürlichen Formen. Durch das Hängen, Legen und Stellen verlieh er diesen Malereien einen skulpturalen Charakter, der sich mit jedem neuen Arrangement veränderte und mit den Räumen der Ausstellung interagierte.

Für die Werkgruppe der „Slices“ spannte Sam Gilliam die mit Farbe begossene Leinwand nach dem Falten und Knicken auf einen abgeschrägten Keilrahmen auf. Dadurch verlieh er den zufälligen Mustern eine objekthafte und räumliche Qualität. Seine Kunst war nicht per se politisch, trotzdem bezog er sich in den Titeln seiner Werke wiederholt auf die Rassenproblematik seiner Heimat Amerika. Mehrere Leinwände spielen auf das Attentat auf Martin Luther King vom 4. April 1968 an, und in „Composed (formerly) Dark as I am“ setzte er sich mit seiner eigenen Rolle als schwarzer Maler neben den Abstrakten Expressionisten und Vertretern der Pop Art auseinander.

Für seine Pionierleistungen würdigte ihn das Museum of Modern Art in New York bereits 1971 mit einer Einzelausstellung. Als erster schwarzer Künstler vertrat er die USA 1972 auf der Biennale in Venedig. Sam Gilliam unterrichtete an der Corcoran School of Art, am Maryland Institute College of Art und an der Carnegie Mellon University und erhielt acht Ehrendoktortitel. Außerdem wurde er 1999 zum Mitglied der National Academy of Design gewählt. Das Kunstmuseum Basel präsentierte 2018 unter dem Titel „The Music of Color“ eine erste größere Einzelausstellung zu Sam Gilliam in Europa.

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Sam Gilliam ist mit 88 Jahren in Washington verstorben
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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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in der Ausstellung „The Music of Color. Sam Gilliam, 1967-1973“
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Sam Gilliam








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