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Streit um Documenta-Organisation

Kassel Oberbürgermeister Christian Geselle sieht einen „Angriff auf die Documenta“

Die Documenta Fifteen kommt nach wie vor nicht zur Ruhe. Nachdem Kulturstaatsministerin Claudia Roth in Folge der Antisemitismus-Debatte um ein Kunstwerk des Kollektivs Taring Padi einen stärkeren Einfluss des Bundes auf die Ausgestaltung der Kunstschau gefordert hat, widersprechen nun der amtierende wie die ehemaligen Bürgermeister der Stadt Kassel diesem Ansinnen scharf. Die früheren Oberbürgermeister Hans Eichel, Wolfram Bremeier, Bertram Hilgen sowie ihr aktueller Amtskollege Christian Geselle bewerten Roths Vorschlag als einen „Angriff auf die Documenta“. Vor allem die von der Staatsministerin formulierte Haltung, die „lokale Verantwortlichkeit“ der Documenta stünde in einem „Missverhältnis zu deren Bedeutung“, sei „Ausdruck kaum zu überbietender Arroganz und übersieht, dass sich die Documenta in ihrer über 60jährigen Geschichte in ‚lokaler Verantwortlichkeit‘ zu dem entwickelt hat, was sie heute ist – und das ohne oder nur mit sehr bescheidener finanzieller Unterstützung durch den Bund“.

Die Stellungnahme der vier Kasseler Oberbürgermeister, die in ihrer Funktion auch Aufsichtsratsvorsitzende der Documenta gGmbH sind, nimmt auch das Land Hessen und Ministerpräsident Boris Rhein in die Pflicht: „Wir würden es sehr begrüßen, wenn der neue Hessische Ministerpräsident seine Kabinettskollegin Angela Dorn darauf hinweist, dass eine Zange Berlin-Wiesbaden, die versucht, Kassel unter Druck zu setzen, nicht im Interesse des Landes liegen kann. Dafür gibt es unabhängig von der Documenta zu viele gemeinsam getragene Kultureinrichtungen in Kassel, die auf eine gedeihliche Zusammenarbeit von Stadt und Land angewiesen sind“, so der Rat der Oberbürgermeister. Schützend stellen sich die Politiker auch vor Sabine Schormann, die zuletzt scharf kritisierte Generaldirektorin der Documenta. Die Präsentation der Arbeit „People’s Justice“ auf dem Friedrichsplatz sei zwar ein schwerer Fehler gewesen, die Verantwortlichen hätten aber richtig reagiert. Nach dem Ende der Documenta Fifteen, nicht früher, sei der geeignete Zeitpunkt, über eventuelle Veränderungen zu sprechen.

Zudem zeigten sich Eichel, Bremeier, Hilgen und Geselle enttäuscht von der Eröffnungsrede des Bundespräsidenten, in der dieser die Kunstschau bereits vor der Enthüllung des umstrittenen Werks von Taring Padi als in Teilen antisemitisch bewertet hatte. Außerdem sei das Fernbleiben von Bundeskanzler Scholz als eine „pauschale Vorverurteilung“ der Documenta zu werten, weshalb die Oberbürgermeister den Regierungschef auffordern, seine Haltung zu überdenken und ihn „herzlich zu einem Besuch der Documenta Fifteen“ einladen. Mit der gestern veröffentlichten Stellungnahme der Kassler Bürgermeister ist der Fünf-Punkte-Plan der Kulturstaatsministerin Roth bereits auf heftigen Widerstand gestoßen. Ob das von Roth geforderte Ziel, dass „die nächste Documenta wieder ein so inspirierender wie avantgardistischer Ort der zeitgenössischen Kunst“ sein soll, tatsächlich in Gefahr ist, bleibt abzuwarten. Fest steht bislang, dass die mediale Aufmerksamkeit, die Taring Padis Kunstwerk „People’s Justice“ erzeugt hat, eine künstlerische Bewertung der übrigen Documenta Fifteen kaum zu Wort hat kommen lassen.

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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