Die Kunst, online zu lesen.

Home


Magazin

News


Marktberichte


Ausstellungen


Journal


Portraits


Top Event


Netzkunst





Kunst kaufen
Werben

Translation EnglishFrench

Anzeige

Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler

Passage II. Hommage à Watteau / Doris Ziegler
© Döbele Kunst Mannheim


Anzeige

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach
© Kunsthandel Ron & Nora Krausz


Anzeige

Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /
© Kunstmarkt Media


Newsmailer Eintrag

Bestellen Sie bitte hier:


Suchen mit Google

Google
WWW
kunstmarkt.com

Alfred Sabisch in Kalkar

Alfred Sabisch, Stille, 1957

Das kleine Städtische Museum in Kalkar nimmt sich aktuell des am Niederrhein beheimateten Bildhauers Alfred Sabisch an. Die von der Kunsthistorikerin Christiane Heiser organisierte Werkschau versammelt rund 70 Skulpturen und einige Grafiken des 1905 im sächsischen Deuben bei Wurzen geborenen Künstlers und kann dabei auf Bestände des Duisburger Lehmbruck Museums oder des Grassi Museums für angewandte Kunst in Leipzig zurückgreifen. Sabisch blieb stets der Figuration treu, konzentrierte sich auf den Menschen und Tiere und entwickelte seine Sujets aus der stillen Beobachtung. Schon die einleitend präsentierten, meist als Auftragsarbeiten entstandenen Porträtköpfe kennzeichnet die Tendenz zur Verinnerlichung. Unschärfen, Verzicht auf Details, geschlossene, sanfte Umrisse prägen auch später die menschlichen Gestalten, die er meist in Momenten der Ruhe erfasste.

Nach einer Lehre und dem Studium an der Leipziger Kunstgewerbeschule nahm Alfred Sabisch 1927 mit ersten Tierplastiken, Porträts und Akten sein künstlerisches Schaffen auf. Rasch stellten sich erste Erfolge und Ausstellungsbeteiligungen ein. Dann führte ihn der Weg von Leipzig über Berlin ins niederrheinische Kalkar, wo er ab 1937 bis zu seinem Tod 1986 lebte und arbeitete. Als ein eher verschlossener Typ wollte Sabisch ungestört bleiben und isolierte sich vom lauten großstädtischen Spektakel. Schon früh begann er damit, gut verkäufliche Tierfiguren in Bronze zu gießen. Hier wie auch in den Akten lotete er die Wirkung des Materials aus, so auch beim immer wiederkehrenden Sujet des Schwans mit seinen elegant bewegten, aber schlichten Oberflächen, die er teilweise mit Glasmosaikeinlagen belebte. Über die Form, die Beschaffenheit der Oberfläche, Materialität und Farbe versuchte er den Wesenskern der Dargestellten zu erfassen.

Im Zuge seiner zweiten Eheschließung konvertiere der Protestant im Jahr 1958 zum Katholizismus. In der Folge wandte sich Alfred Sabisch religiösen Motiven zu. In seinen Kirchenausstattungen kommt das Bemühen zum Ausdruck, einem breiten Publikum das Essentielle zu vermitteln. Mehrfach hat er das am Niederrhein verbreitete Motiv des Hirten interpretiert, etwa für die Krefelder Bismarckschule, wo er einen konzentrierten flächigen Ausdruck mit klar geschnittenem Umriss schuf und so geschickt die Christusmetapher mit Tätigkeit eines Lehrers verband.

Zu den bekanntesten Werken unter den rund 40 Arbeiten im öffentlichen Raum der Region gehören der 1954 vollendete Schwanenbrunnen im Innenhof der Klever Schwanenburg sowie die 1937 vor dem Duisburger Hauptbahnhof aufgestellte Fohlengruppe, die einzige Auftragsplastik im Dritten Reich. Anfangs noch von August Gaul inspiriert, näherte sich seine Ausdrucksweise später unverkennbar dem in der Nähe lebenden Ewald Mataré an. Im Gleichklang mit neoklassizistischen Idealen wurde für Alfred Sabisch, der nie der NSDAP angehörte, das formal Klare und Zeitlose zum charakteristischen Leitbild.

Die Ausstellung „In der Versenkung werden Kräfte frei. Der Bildhauer Alfred Sabisch 1905-1986“ ist noch bis zum 24. Juli zu sehen. Das Städtische Museum Kalkar hat täglich von 10 bis 17 Uhr, montags nur bis 13 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Der Katalog zur Ausstellung kostet im Museum 20 Euro.

Städtisches Museum Kalkar
Grabenstraße 66
D-47546 Kalkar
Telefon: +49 (0)2824 – 13 120

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

Zurück

Drucken

zurück zur Übersicht


Empfehlen Sie den Artikel weiter:
an




Weitere Inhalte:

Gesamt Treffer 12

Seiten: 1  •  2

Events (1)Adressen (1)Kunstsparten (2)Stilrichtungen (2)Variabilder (5)Künstler (1)

Veranstaltung vom:


22.05.2022, In der Versenkung werden Kräfte frei. Der Bildhauer Alfred Sabisch 1905-1986

Bei:


Städtisches Museum Kalkar

Kunstsparte:


Skulptur

Kunstsparte:


Grafik

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst

Variabilder:

Rudolf Oelzner, Alfred Sabisch, 1928
Rudolf Oelzner, Alfred Sabisch, 1928

Variabilder:

Alfred Sabisch, Schwan für das Klever Kreishaus, 1966
Alfred Sabisch, Schwan für das Klever Kreishaus, 1966

Variabilder:

Alfred Sabisch, Liebespaar, 1953
Alfred Sabisch, Liebespaar, 1953








News vom 12.08.2022

Schröder-Spenden statt für Kirchenfenster für Ukraine-Flüchtlinge

Schröder-Spenden statt für Kirchenfenster für Ukraine-Flüchtlinge

Heinz Butz gestorben

Heinz Butz gestorben

Jost Münster in Ulm

Jost Münster in Ulm

News vom 11.08.2022

Millionenschwerer Kunstfund in Rio de Janeiro

Millionenschwerer Kunstfund in Rio de Janeiro

Nach Brand: Kunsthaus Zürich startet Sanierung

Nach Brand: Kunsthaus Zürich startet Sanierung

Uffizien restaurieren Boboli-Garten

Uffizien restaurieren Boboli-Garten

Achille Laugé in Lausanne

Achille Laugé in Lausanne

News vom 10.08.2022

SPSG lobt offenen Kunstwettbewerb zum Kolonialismus aus

SPSG lobt offenen Kunstwettbewerb zum Kolonialismus aus

Felix Hoffmann leitet Foto Arsenal Wien

Felix Hoffmann leitet Foto Arsenal Wien

Barthélémy Toguo in Esslingen

Barthélémy Toguo in Esslingen

 zur Monatsübersicht



Anzeigen

Marktspiegel

News

Galerie Ernst Hilger - Wien - Nature Winds #4, 2022

Clifton Childree - Nature Winds
Galerie Ernst Hilger - Wien

Galerie Frank Fluegel - Mr. Brainwash Chaplin

Mr. Brainwash Charlie Chaplin und andere neu eingetroffen
Galerie Frank Fluegel





Copyright © '99-'2022
Kunstmarkt Media
Alle Rechte vorbehalten


Impressum





Zum Seitenanfang Magazin

 Amazon export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce  Amazon ebay rakuten yatego meinpaket export/import Schnittstelle xt:commerce u. oscommerce