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Nach neuen Antisemitismus-Vorwürfen Abbruch der Documenta gefordert

Eine der inkriminierten Darstellungen bei der Documenta

Bei der Documenta ist im Museum Fridericianum ein weiteres Kunstwerk mit antisemitischen Inhalten festgestellt worden. Eine Broschüre mit Zeichnungen des syrischen Künstlers Burhan Karkoutly soll antijüdische Stereotype bedienen und dem Staat Israel seine Legitimität absprechen. Das ergaben Untersuchungen Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Hessen (RIAS Hessen), über die die Jüdische Allgemeinen gestern zuerst berichtet hat. Die 34 Jahre alte faksimilierte Broschüre soll zudem antisemitische Darstellungen eines algerischen Frauenkollektivs umfassen, die israelische Soldaten in diffamierender Art und Weise karikiere. Die Arbeiten sind in einem Themenraum des Fridericianums zu sehen, der das 2019 gegründete „Archives des luttes des femmes en Algérie“ präsentiert, laut Website der Documenta eine „fragmentierte Chronik der Frauenbewegungen und -mobilisierungen in Algerien, die die Verbindung gegenwärtiger und früherer politischer Kämpfe herausarbeitet“.

Im Lichte der neuen Erkenntnisse fordert der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai den Abbruch der Kunstschau: „Die neuerlichen Antisemitismus-Vorwürfe offenbaren einen Abgrund. Die Documenta muss sofort unterbrochen werden.“ Auch Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, verurteilte die entdeckten Arbeiten scharf und warf der Documenta-Leitung ein erneutes Versagen vor. „Ebenso wie Frau Schormann scheint auch Herr Farenholtz nicht bereit zu sein, gegenüber Israelfeinden Haltung einzunehmen“, so Schuster. „Entweder ist bei der Documenta niemand in der Lage, Antisemitismus zu erkennen, oder es ist niemand bereit, ihn zu verhindern“, erklärte Schuster gegenüber „Bild“. FDP-Außenpolitiker Frank Müller-Rosentritt sprach sich angesichts der Neufunde für einen Stopp der Bundesmittel für die Weltkunstschau aus und forderte eine umfassende Prüfung aller ausgestellten Arbeiten.

Die RIAS Hessen beschrieb auf Anfrage der Jüdischen Allgemeine die Kunstwerke folgendermaßen: „Das obere Bild zeigt eine Frau, die eine hakennasige, auf dem Armeehelm mit einem Davidstern gekennzeichnete Person in den Unterleib tritt. Oben rechts im Bild sind vier Füße zu erkennen. Die mittleren Fußsohlen sind mit Davidsternen gekennzeichnet, während die mit einem arabischen Schriftzug versehenen äußeren Fußsohlen mit einem leider nicht leserlichen arabischen Schriftzug versehen sind.“ Es sei anzunehmen, dass hier eine Art Vergewaltigungsszene gezeigt wird. In einer Art Sprechblase heiße es: „West Bank Aufstand (Intifada)“. In einer weiteren Abbildung würden israelische Soldaten als entmenschlichte Roboter einen Heranwachsenden mit dem Gewehrlauf bedrohen. Hier werde, so RIAS, das Motiv des „Kindermörders Israel“ aufgegriffen.

Die Documenta wies die Vorwürfe nach Bekanntwerden zurück. Das historische Archivmaterial sei vor rund drei Wochen vorübergehend aus der Ausstellung genommen worden, um es eingehender zu betrachten. „Nach der Untersuchung gibt es zwar eine klare Bezugnahme auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, aber keine Bebilderung von Juden ‚als solchen‘“, hieß es in einer Stellungnahme, die der FAZ vorliegt. Das Werk sei als strafrechtlich nicht relevant eingestuft worden. Eine Überprüfung weiterer Kunstwerke sei nicht geplant. Der Leiter der Bildungsstätte Anne Frank, Meron Mendel, zeigt sich von dieser Haltung stark irritiert: „Es stimmt mich ehrlich fassungslos, dass ich als damaliger Berater der Documenta nicht darüber informiert und stattdessen auf Basis eines juristischen Gutachtens entschieden wurde, die problematischen Werke mit eindeutig antisemitischer Bildsprache in der Ausstellung zu belassen.“


28.07.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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18.06.2022, Documenta 15

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