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Ahrenshooper Kunstauktion: Ein freundlicher Sommerwind von der Ostsee

Fritz Zalisz, Paar am Strand, 1920

Am kommenden Samstag schwingt Robert Dämmig wieder seinen Hammer und lädt zur Ahrenshooper Kunstauktion in den gleichnamigen Badeort an der Ostsee ein. Rund 180 Kunstwerke des 19. und 20. Jahrhunderts stehen dann auf dem Programm, meist von Mitgliedern der dortigen Künstlerkolonie oder von Künstler, die sich gerne am Meer aufgehalten haben. Dazu zählen auch die Highlights der Versteigerung: Lyonel Feiningers frühe, teils farbige Zeichnung „Zwei Boote“ um 1901/04 für 22.000 bis 24.000 Euro, die die Konstruktion der beiden an der Küste liegenden Barken offenbart, und Erich Heckels charakteristisches Aquarell „Zwei weibliche Akte am Strand“ von 1932 vor beinahe glänzendem Wasserspiegel und azurblauem Himmel für 17.500 bis 20.000 Euro. Feininger macht sich noch häufiger im Katalog bemerkbar, etwa mit einer monochrom grau gehaltenen Klippe, dem Südperd auf Rügen, in monumentaler Untersicht (Taxe 14.000 bis 16.000 EUR). Sein zackiger Holzschnitt „Schiffe im Sturm“ von 1919 verlangt dann 4.000 bis 6.000 Euro.

An Heckel schließt sich Fritz Zalisz, Expressionist der zweiten Generation, mit seinem Ölgemälde „Paar am Strand“ von 1920 an. Ausdrucksstark hat er ein Sehnsuchtsmotiv mit den dunklen Silhouetten des einsamen Paares vor untergehender Sonne entworfen (Taxe 1.400 bis 2.400 EUR). Ebenso farbintensiv brachte Karl Eulenstein in den 1950er Jahren den „Leuchtturm in Memel“ auf den Karton auf (Taxe 5.500 bis 7.500 EUR), während Pol Cassel sich bei seinem Aquarell mit bildbeherrschender „Großer Welle“ an der Ostsee von 1930 auf das Blau des Meeres beschränkte (Taxe 1.200 bis 1.900 EUR). Zwischen Abstraktion und Figuration bewegt sich Carl Lohse auf seinem Aquarell einer im Traum auftauchenden „Stadt am Meer“ (Taxe 2.500 bis 3.500 EUR). Da hat sich Edmund Kesting bei seinen beiden Mischtechniken „Darßlandschaft“ und „Sphärischer Darß“ schon ganz in eine wuchernde Ungegenständlichkeit verabschiedet (Taxen zwischen 1.400 und 2.200 EUR). Deutlicher höher rangiert Kestings Collage „Lohnarbeit und Kapital“ von 1930, die die extreme Inflation der Weimarer Republik zum Thema hat: Auf den Briefmarken und Banknoten stehen irrwitzige Summen von 500 Tausend, 1 Million oder 10 Millionen Reichsmark, auf dem Kunstwerk nur 12.000 bis 15.000 Euro.

Paul Müller-Kaempff gilt als Begründer der Ahrenshooper Künstlerkolonie. Mit seinen Idyllen dortiger Landschaft im Stil des ausgehenden 19. Jahrhunderts ist er in der Versteigerung gleich mehrmals vertreten, unter anderem mit dem heiteren „Sommertag“ um 1913 (Taxe 7.000 bis 9.000 EUR) oder seinem zwei Jahre jüngeren „Sommerwind“ samt reetgedeckten Häusern, aber auch mit dem verschneiten Winterabend am blauen Haus (Taxen je 6.500 bis 8.500 EUR). In spätromantischer Manier bannten zudem Carl Malchin 1906 seine „Kühe an der Tränke“ (Taxe 7.500 bis 11.000 EUR) oder Louis Douzette 1910 sein atmosphärisches „Waldstück bei Prerow“ unter Mondschein auf die Leinwand (Taxe 11.000 bis 13.000 EUR). Mit jüngeren Motiven von der Ostsee schließen sich etwa noch Rudolf Ausleger mit seiner stilisierten gestaffelten „Ostsee-Regatta“ von 1953 (Taxe 4.200 bis 5.500 EUR), Max Kaus mit seinem expressiven Aquarell „Feldweg bei Lauterbach auf Rügen“ von 1921 (Taxe 6.000 bis 8.000 EUR) oder Alfred Teichmann mit seinem recht konventionellen „Blick vom Hohen Ufer nach Süden“ um 1962 an (Taxe 4.600 bis 6.500 EUR).

In Ahrenshoop hielten sich gleichfalls einige Malerinnen auf, etwa Elisabeth von Eicken, die sich in den 1890er Jahren mit den „Buschwindröschen im Darßwald“ (Taxe 8.000 bis 11.000 EUR) und „Im Ahrenshooper Wäldchen“ der dortigen Natur zur Frühlings- und zur Herbstzeit annahm (Taxe 6.500 bis 9.500 EUR). Die gebürtige Stralsunderin Elisabeth Büchsel kreierte um 1916 eine sommerliche Küste samt spielenden Kindern und tiefblauem Meer mit lockerem impressionistischem Pinsel in Öl auf Papier (Taxe 3.400 bis 3.800 EUR). In expressionistischer Farbkraft und kurzen energischen Strichen definierte Dora Koch-Stetter um 1915 ihre „Düne“ mit zentralem Strauch samt blau-grünen Blättern (Taxe 1.400 bis 1.900 EUR). Mit einem niedrigeren Preis von 600 bis 800 Euro wartet Inge Götze bei ihrem strahlenden Aquarell der sommerlichen „Katen in Ahrenshoop“ am Strand von 1978 auf. Bei Hermann Glöckners Mischtechnik „Kurven in Blau“ von 1957 erinnern nur noch die Farbe und die darin geritzten hellen Wellenlinien ans Maritime (Taxe 12.000 bis 18.000 EUR).

Die 48. Ahrenshooper Kunstauktion startet am 6. August um 19 Uhr in der Strandhalle Ahrenshoop. Besichtigungen sind bis zum 5. August täglich von 10 bis 18 Uhr möglich.

Ahrenshooper Kunstauktionen GmbH
Dorfstraße 16
D-18347 Ostseebad Ahrenshoop
Telefon: +49 (0)38220 – 66 330


04.08.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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Moderne Kunst

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Fritz
 Zalisz, Paar am Strand, 1920
Fritz Zalisz, Paar am Strand, 1920








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