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Faschingsakademiefest in München, 1954 / Julius Hüther

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Lenbachs Tochter Gabriele in Spanischer Hoftracht, 1901 / Franz von Lenbach

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Jugendstil-Kaffee-Set und -Tablett von Kayserzinn, um 1900 /

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Vitra spürt dem Plastik nach

in der Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“

Das Vitra Design Museum in Weil am Rhein zeichnet mit seiner aktuellen Schau „Plastik. Die Welt neu denken“ kritisch die 150jährige Erfindungs- und Anwendungs- und Verbreitungsgeschichte des Kunststoffes nach. Dabei wollen die Kurator*innen Jochen Eisenbrand und Mea Hoffmann ein differenziertes Bild des Materials von seinem beispiellosen Aufstieg, seiner Popularität im Design, dem erwachten Bewusstsein über dessen umweltzerstörerische Kraft und seinem essenziellen Nutzen entwerfen. Im ersten von drei Kapiteln wird der Besucher von einer beschwingt mit Wiener Walzermusik unterfütterten Filminstallation von Asif Khan gefangengenommen, die die Verwandlung von Kleinstlebewesen in Ozeanen zum Grundstoff Öl, den späteren Masseneinsatz von Plastik und die Verschmutzung des Ökosystems erfrischend klar vor Augen führt.

In enger Korrespondenz mit zahllosen Objekten wird im Anschluss die Geschichte aufgeschlagen. Am Anfang der Bestrebungen, knappe natürliche Materialien zu ersetzen, stand in den 1860er Jahren die Erfindung des Zelluloids von John Wesley Hyatt. Der Durchbruch gelang aber erst im Jahr 1907 mit der Erfindung des ersten vollsynthetischen Kunststoffs Bakelit durch den belgisch-amerikanischen Chemiker Leo Baekeland. Die flüssigen synthetischen Bestandteile konnten in jede Form gegossen werden und erstarrten durch chemische Reaktion zu einer festen Masse. Härte, Festigkeit, feine Oberflächenbeschaffenheit ermöglichten nun den Ersatz von Holz und anderen harten Materialien in der Massenproduktion. Gute Isoliereigenschaften beförderten die Verwendung des Materials für Lichtschalter, Steckdosen, Telefone oder Radios wie den Volksempfänger, was bei der flächendeckenden Elektrifizierung eine zentrale Rolle spielte und das neue Berufsfeld des Industriedesigners eröffnete. Im Zweiten Weltkrieg prosperierte die Entwicklung durch Produktion von Plexiglas für Flugzeugcockpits und Nylon als Material für Fallschirme.

Die Architekten Marvin Goody und Richard Hamilton entwarfen 1957 das vollständig aus Kunststoff konzipierte „Monsanto House of the Future“. Besonders Möbelproduzenten nutzten das Plastik zu Experimenten mit kräftigen Farben und neuen Formen, etwa Eero Aarnio 1953 zum kosmisch angehauchten „Ball Chair“. Auch die Apollo-Raumanzüge der ersten Mondlandung 1969 bestanden aus Nylon, Lycra, Neopren, Mylar und Teflon. 1976 eroberten die ersten Plastiktragetaschen den Markt. In den zehn Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Kunststoffproduktion um 500 Prozent. Jeder konnte nun an den Vorteilen des preiswerten Materials partizipieren; schon 1979 übertraf die weltweite Kunststoffproduktion jene von Stahl. Gleichzeitig nahm die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll extrem zu. Das abschließende Kapitel der kritisch differenzierten Sicht widmet sich dem Thema Recycling und der Entwicklung von Mikroorganismen für den biologischen Abbau von Plastik.

Die Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“ ist bis zum 4. September zu sehen. Das Vitra Design Museum hat täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 13 Euro, ermäßigt 11 Euro. Der Ausstellungskatalog kostet im Museum 49,90 Euro.

Vitra Design Museum
Charles-Eames-Straße 1
D-79576 Weil am Rhein
Telefon: +49 (0)7621 – 702 32 00


05.08.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Peter Schwanke

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Veranstaltung vom:


26.03.2022, Plastik. Die Welt neu denken

Bei:


Vitra Design Museum

Kunstsparte:


Design

Stilrichtung:


Design des 20. Jahrhunderts

Bericht:


Der Müll, das Meer und der Tod

Variabilder:

in der Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“
in der Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“

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in der Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“
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in der Ausstellung „Plastik. Die Welt neu denken“
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