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Bielefeld entdeckt Hedwig Thun

Hedwig Thun, Printemps I, 1955

Im Rahmen der Ausstellung „Gustav Vriesen und die Entdeckung der Moderne in Bielefeld“ widmet sich das dortige Kunstforum Hermann Stenner eigens Hedwig Thun und feiert das Schaffen der Bauhäuslerin als Wiederentdeckung. Das Gros der Werke der Detmolder Künstlerin lag fast ein halbes Jahrhundert vergessen in einem Keller in der Oberpfalz. Nun liefern 80 erhaltene Gemälde, neu gefundene Dokumente, Zeichnungen und Aquarelle, Gedichte und Fotos einen Einblick in die Welt der Malerin und Schriftstellerin, die in den 1930er Jahren in Hamburg, Dresden und sogar im New Yorker MoMA ausstellte, deren nachhaltiger Ruhm aber erst durch die Nazis und dann durch ihren Tod 1969 verhindert wurde. Mit ihrer großformatigen, gestischen, pastosen und mit Drippings versehenen Malerei war Thun, die im Dessauer Bauhaus bei Josef Albers, Paul Klee und Wassily Kandinsky studiert hatte, besonders in den späten 1940er Jahren ihren Zeitgenossen weit voraus.

Ausgehend von expressionistischen Schöpfungen, führte ihre künstlerische Entwicklung über die Abstraktion im Stil des Orphismus zur informellen Malerei. In der großformatigen Leinwand „Printemps I“ von 1955 erkennt man, wie Hedwig Thun ihre nach dem Krieg grau gewordene Palette erneut mit Farben anreicherte. Amorphe, in Grau, Blau, Grün, Rot und Gelb gehaltene Flächen bilden den Hintergrund zu Silhouetten kahler Äste. Man fühlt sich an einen nebligen Frühlingsmorgen erinnert, an dem die ersten warmen Sonnenstrahlen die feuchte Kälte durchschneiden und beleben. Dass unter anderem dieses Bild nun mit Werken Willi Baumeisters, Sonia Delaunays, Paula Modersohn-Beckers, Edvard Munchs oder Hermann Stenners zusammenhängt, ist Gustav Vriesen zu verdanken. Der Museumsdirektor und Kurator, der die Kunstszene in Bielefeld nach dem Krieg neu belebte und hier beispielsweise die erste Personale zu August Macke initiierte, wird ebenfalls im Kunstforum gewürdigt. Aus einem Verweis in den persönlichen Aufzeichnungen Thuns kann man schließen, dass der innovative Organisator vermutlich eine Ausstellung mit der Künstlerin plante, die allerdings wegen seines frühen Todes im Jahr 1960 nie umgesetzt wurde – bis heute zumindest.

Die Ausstellung „Hedwig Thun: Eine Wiederentdeckung“ und die Rahmenschau über Gustav Vriesen laufen bis zum 4. September. Zu beiden Präsentationen ist jeweils ein Katalog für 19,90 Euro bzw. 29,90 Euro erschienen. Das Kunstforum Hermann Stenner hat mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr und am Wochenende von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Kunstforum Hermann Stenner
Obernstraße 48
D-33602 Bielefeld
Telefon: +49 (0)521 – 800 66 00

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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Veranstaltung vom:


10.04.2022, Gustav Vriesen und die Entdeckung der Moderne in Bielefeld

Veranstaltung vom:


10.04.2022, Hedwig Thun: Eine Wiederentdeckung

Bei:


Kunstforum Hermann Stenner

Kunstsparte:


Malerei

Stilrichtung:


Abstrakte Kunst

Stilrichtung:


Informel

Stilrichtung:


Bauhaus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Stilrichtung:


Moderne Kunst








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