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Teresa Burga in der Bremer Weserburg

Teresa Burga, Untitled (La Equilibrista), 2020

Nach dem Tod Teresa Burgas in Februar 2021 veranstaltet die Weserburg nun die erste museale Präsentation der Peruanerin in Deutschland. Dabei konzentriert sich das Bremer Museum auf Zeichnungen der Wegbereiterin von Pop Art und Konzeptkunst in Lateinamerika, vorwiegend aus der späten Schaffensphase ab 2013, und kombiniert sie mit einer raumgreifenden Installation aus den 1960er Jahren. Erstmals zu sehen ist auch Burgas letzte Zeichnungsserie aus dem Jahren 2019 bis 2021. Teresa Burga sollte erst im hohen Alter die Anerkennung erhalten, die ihr Werk verdient, so die Kuratoren Janneke de Vries und Helena López Camacho. Dies sei auf die politischen Umstände in Peru zurückzuführen. So litt das Land lange Zeit unter einer Militärdiktatur und schweren ökonomischen Krisen, so dass die Künstlerin von der lokalen wie von der internationalen Kunstszene weitgehend isoliert blieb.

Burga thematisiert in ihren bunten, auf den ersten Blick naiv wirkenden Blättern die Unsichtbarkeit der Frau oder benachteiligte Bevölkerungsgruppen. In leuchtendem Kolorit und mit breitem Lächeln hielt sie 2020 etwa den Bauer aus der Provinz Cuzco mit „Campesino Cusqueno 8“ fest, die Anonymität der Frau im betont grafisch gehandhabten und an Werbung angelehnten Linolschnitt „Imagenès I (Realizaciòn)“ von 1967. Die Frau im Profil mit roter Badekappe bleibt ohne Gesichtszüge, Augen und Mund sind unsichtbar, die Person in der Anonymität verhaftet. In ihren Blättern sind immer wieder Leute aus ihrer näheren Umgebung zu sehen, Menschen in folkloristischer Kleidung, Frauen im häuslichen und familiären Kontext, aber auch Proteste im öffentlichen Raum, Hausfassaden oder Alltagsgegenstände. Burga wählte bewusst diese naive Malweise, um die Wertigkeit von Kunstwerken und Autorschaft zu hinterfragen, etwa indem sie Kinderzeichnungen nach Zeitungsvorlagen nachempfand und beides, Kopie und Original, präsentierte.

Teresa Burga, geboren 1935 in Iquitos, brach ihr Architekturstudium ab, um Malerei an der Universität in Lima zu studieren. Nach ihrem Abschluss 1965 begleitete sie ihren Vater nach Paris, der als Militärattaché fungierte. Sie reiste durch Europa, lernte Französisch und studierte an der Académie de la Grande Chaumière in Paris. 1968, im Jahr des Militärputsches in Peru, erhielt sie das Fulbright Stipendium und konnte an die School of the Art Institute nach Chicago gehen, wo Andy Warhol und Robert Rauschenberg zu ihren Lehrern zählten. 1972 kehrte Burga in das von der Militärjunta beherrschte Peru zurück. Sie arbeitete als Angestellte, um ihr Leben zu finanzieren, und schuf ihre Kunstwerke nebenbei. Ihr Werk umfasst sowohl Gemälde und Environments, die der Pop Art zuzuordnen sind, als auch konzeptuelle Zeichnungen und Objekte sowie kybernetische Installationen. Seit den 1960er Jahren thematisierte sie die gesellschaftlichen Verhältnisse, die den roten Faden in ihrem Œuvre bilden. Teresa Burga wollte nicht nur komplexe gesellschaftliche Strukturen sichtbar machen, sondern auch die Chance eines jeden Einzelnen zu selbstbestimmtem Handeln.

Die Ausstellung „Teresa Burga. Die Seiltänzerin“ läuft bis zum 6. November. Die Weserburg hat täglich außer montags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 9 Euro, ermäßigt 5 Euro. Die Schau ist eine Kooperation zwischen dem Museum Weserburg und dem spanischen Museo de Arte Contemporáneo de Castilla y León.

Weserburg – Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
D-28199 Bremen
Telefon: +49 (0)421 – 59 83 90

Quelle: Kunstmarkt.com/S. Hoffmann

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Veranstaltung vom:


06.08.2022, Teresa Burga. Die Seiltänzerin

Bei:


Weserburg Museum für moderne Kunst

Kunstsparte:


Zeichnung

Kunstsparte:


Installationskunst

Stilrichtung:


Pop Art

Stilrichtung:


Konzeptkunst

Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Variabilder:

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Teresa Burga, Untitled/Prismas (C), 1968/2013








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