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Neue antisemitische Werke bei der Documenta

Die Documenta sieht sich mit neuen Vorwürfen des Antisemitismus konfrontiert

Das Gremium zur fachwissenschaftlichen Begleitung der Documenta fifteen hat sich am vergangenen Samstag erstmals zu problematischen Werken geäußert, bei denen sofortiger Handlungsbedarf bestehe. Die Vorführung des unter dem Namen „Tokyo Reels Film Festival“ gezeigten Zusammenschnitts von pro-palästinensischen Propagandafilmen des Kollektivs „Subversive Film“ aus den 1960er bis 1980er Jahren sei sofort zu beenden. Es sei ein mit antisemitischen und antizionistischen Versatzstücken versehenes Filmdokument. Darüber hinaus legitimierten die eingefügten, unkritischen Kommentare der Künstler Israelhass und Glorifizierung von Terrorismus. „Historische Propagandamaterial wird nicht – wie es ohne Zweifel geboten wäre – kritisch reflektiert, sondern als vermeintlich objektiver Tatsachenbericht affirmiert“, hieß es in der Presseerklärung. „Eine eventuelle Wiederaufnahme der Vorführungen der Filme wäre nur denkbar, wenn diese in einer Form kontextualisiert würden, die ihren Propagandacharakter verdeutlicht, ihre antisemitischen Elemente klar benennt und historische Fehldarstellungen korrigiert.“

Viele Beiträge aus dem Bereich Filmkunst stellten den israelischen Staat und dessen Streitkräfte ausschließlich als Täter dar, die gezielt Zivilisten angriffen, konstatierte das Gremium. Die Filme in ihrer potentiell aufhetzenden Wirkung stellten eine größere Gefahr dar, als das bereits am Beginn der Documenta entfernte Werk „People’s Justice“ von Taring Padi. Im Kontrast dazu werde die palästinensische Seite als unschuldig und wehrlos kolportiert. Die wiederholten Terroranschläge gegen israelische Zivilisten würden ebenso wenig erwähnt wie die Tatsache, dass Israel regelmäßig von den Armeen Syriens, Jordaniens und Ägyptens angegriffen worden sei. An manchen Stellen glitten die Aussagen direkt in den Bereich des Antisemitismus ab. Beispielsweise werde Israel ein „faschistischer“ Charakter vorgeworfen und unterstellt, einen „Genozid“ an den Palästinensern zu betreiben. Dadurch werde es mit dem nationalsozialistischen Deutschland gleichgesetzt.

Vergleichbar problematisch sei, wie der Film zustande kam. So spielte Masao Adachi eine wesentliche Rolle bei der Produktion. Adachi, ehemaliges Mitglied der japanischen Roten Armee, kollaborierte mit der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Diese Gruppen verübten Terroranschläge gegen israelische und andere Zivilisten, darunter das Massaker am Flughafen Lod im Jahr 1972, bei dem 26 Menschen ermordet wurden.


12.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Hans-Jörg Berghammer

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