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Die Müllhalde Erde in Basel

Hira Nabi, All That Perishes at the Edge of Land, 2019

Das Museum Tinguely in Basel nutzt die gesellschaftskritischen Arbeiten seines Namensgebers Jean Tinguely, um sich mit den ökologischen Folgen unseres Konsums auseinanderzusetzen. Für die Gruppenausstellung „Territories of Waste“ hat Kuratorin Sandra Beate Reimann gut 30 Positionen versammelt, ausgehend von den 1960er Jahren bis heute, die teilweise, wie Romy Rüegger oder Eric Hattan, direkt auf den Stadtraum Basel Bezug nehmen. Die Schau nähert sich in sechs Themenbereichen mittels Installationen, Videos, Skulpturen, Fotografien und Performances unserer Güter- und Müllproduktion an. Während Künstler wie Nicolás García Uriburu und Joseph Beuys 1981 durch das Färben des Rheinwassers und seines anschließenden Verkaufs in Flaschen öffentlich auf die Umweltverschmutzung aufmerksam machten, ist der Müll unserer gegenwärtigen Gesellschaft durch eine ausdifferenzierte Abfallwirtschaft zumeist für uns unsichtbar.

Der Thematisierung der unsichtbaren Mikrodimension unserer Hinterlassenschaften, die mittlerweile in die Luft, das Wasser und die Erde eingedrungen sind, widmen sich unter anderem Anca Benera und Arnold Estefán. Sie konnten in Sandproben von den französischen Stränden der Normandie, an denen im Sommer 1944 die Alliierten landeten, immer noch Spuren von Schwermetallen nachweisen. Julien Creuzets filigrane, hängende Skulpturen aus Metall-, Plastik- und Stoffelementen machen auf die Umweltverschmutzung durch Pestizide auf den Französischen Antillen aufmerksam. Doch auch Gebiete, die nie ein menschlicher Fuß betreten hat, sind mittlerweile von Verunreinigungen betroffen. Mit den territorialen Verschiebungen der Abfallprodukte setzt sich unter anderem Hira Nabi in einem dokufiktionalen Film auseinander, der Skelette ausgeschlachteter Frachtschiffen an der Küste Pakistans festhält.

Vor dem Hintergrund einer ökologischen Rohstoffgewinnung reflektieren beispielsweise Otobong Nkangas Installation aus Objekten, Bildern und einem Video die Ausbeutung afrikanischer Kupferminen durch die deutsche Kolonialherrschaft oder Barbara Klemms Schwarz-Weiß-Fotografien den Braunkohleabbau bei Leipzig. In diesen Bereich fällt auch die Herstellung der heutzutage unverzichtbaren elektronischen Kommunikationsgeräte und der Abbau der dafür benötigten Metalle und seltenen Erden. „Territories of Waste“, im wörtlichen Sinne der verwüsteten Landstriche, Kriegs- und Katastrophengebiete, bilden den Inhalt des vierten Kapitels. Die beiden letzten Ausstellungsbereiche sind dem digitalen Raum und dem Ausblick auf neue Denk- und Lebensformen gewidmet. Was passiert mit den gelöschten Dateien auf unserem Computer? Auch sie verschwinden nicht gänzlich, wenn man den virtuellen Papierkorb entleert. Welche Potenziale stecken in einer Kooperation und Symbiose der Bereiche Natur und Kultur beziehungsweise Mensch und Umwelt? Den Ausgangspunkt dieser Überlegungen bilden Begriffe wie Kompost oder Humus.

Die Ausstellung „Territories of Waste – Über die Wiederkehr des Verdrängten“ läuft bis zum 8. Januar 2023. Das Museum Tinguely hat dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr sowie donnerstags bis 21 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 18 Franken, ermäßigt 12 Franken. Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die für 27 Franken im Museumsshop oder als kostenloser Download erhältlich ist.

Museum Tinguely
Paul Sacher-Anlage 2
CH-4002 Basel
Telefon: +41 (0)61 – 681 93 20


16.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Amanda Bischoff

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