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Humboldt Forum nun komplett

Die „Höhle der ringtragenden Tauben“

Mit der Eröffnung der letzten Ausstellungsteile im Ostflügel ist das Humboldt Forum in Berlin nun vollständig eingerichtet. Ab morgen geben rund 20.000 Exponate in mehr als 40 Ausstellungsmodulen auf über 16.000 Quadratmetern Präsentationsfläche den Besucher*innen einen umfassenden Überblick über die Kunst und Kulturen der Welt. In den neuen Räumen zeigen das Ethnologische Museum und das Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin sowie die Stiftung Humboldt Forum kulturelle Zeugnisse aus Afrika, Amerika, Asien und Ozeanien und befassen sich im Austausch mit internationalen Partnern mit der Geschichte und Entwicklung der dort lebenden Völker. Zu sehen sind unter anderem auch einige der umstrittenen Benin-Bronzen, an denen sich in den letzten Jahren die Debatte um die Rückgabe von kolonialem Beutegut und die Deutungshoheit über die Artefakte entzündet hat. Alle Benin-Bronzen, die sich im Besitz der Staatlichen Museen zu Berlin befanden, wurden Ende August offiziell an den Staat Nigeria zurückgeben; in Berlin verbleiben nur noch einige Leihgaben.

Dieses Thema griff auch Kulturstaatsministerin Claudia Roth in ihrem Statement zur Eröffnung auf: „Auch wenn mit dem Ostflügel jetzt der letzte Teil des Humboldt Forums eröffnet wird, geht die Arbeit weiter. Das Innere des Humboldt Forum hat sich zu einem offenen Ort der internationalen Begegnung entwickelt, an dem Altes hinterfragt wird und Neues entsteht. Es zeigt, wie abseits der ausgetretenen Pfade eurozentristischer Sichtweisen lebendige Museumsarbeit aussehen kann. Hier wird sich nicht nur offen und kritisch mit der kolonialen Vergangenheit auseinandergesetzt, sondern vor allem damit, wie man in Zukunft partnerschaftlich und auf Augenhöhe mit Expertinnen und Experten aus den Herkunftsgesellschaften Ausstellungen umsetzen kann. Das Humboldt Forum bleibt ‚work in progress‘ im besten Sinne.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, ergänzte: „Endlich können wir das Humboldt Forum, diesen Ort der Weltkulturen, zusammen mit unseren Partner*innen aus aller Welt vollständig eröffnen. Es ist vollendet, und doch steht es am Anfang. Dieses Haus ist im Dialog und im Austausch entstanden. Auf dieser Basis gegenseitigen Vertrauens muss es sich kontinuierlich verändern und weiterentwickeln. Unser Wille zu Offenheit und Transparenz, die Anerkennung kolonialen Unrechts mit daraus resultierenden Rückgaben und vielfältige neue Formen der Kooperation und der Koproduktion werden unsere Arbeit auch in Zukunft bestimmen. Dabei geht es auch um die Überwindung noch immer dominanter westlicher Perspektiven und um ein besseres Verständnis dafür, wie Menschen aus den verschiedensten Teilen der Welt heute leben und was ihnen wichtig ist.“

Neben den in Berlin verbliebenen Benin-Bronzen gehören etwa ein traditionelles Versammlungshaus aus Palau, ein fidschianisches Doppelrumpfboot, der bekannte Goldmann „Kazike“ der präkolumbischen Quimbaya oder die monumentalen Cotzumalhuapa-Stelen aus dem heutigen Guatemala zu den Highlights der neuen Dauerausstellung. Die Kunst der Khmer ist unter anderem mit raumgreifenden, 23 Meter langen historischen Abgüssen von Reliefs der Tempelanlage Angkor Wat vertreten, die Szenen aus Himmel und Hölle zeigen und heute so am originalen Platz nicht mehr erhalten sind. Religiöse Architektur der nördlichen Seidenstraße lässt sich anhand der überwältigenden Rekonstruktion der begehbaren „Höhle der Ringtragenden Tauben“ mit buddhistischen Malereien aus dem sechsten Jahrhundert nach Christus erleben.

Die Eröffnung der neuen Ausstellungsflächen beginnt am 17. September mit einem 24-Stunden-Programm. Um punkt 12 Uhr starten erste Ausstellungstalks, Performances, Drop-ins, Workshops und Filmtalks. In Führungen, Diskussionen, Performances und vielen weiteren Formaten geben internationale Expert*innen, Kurator*innen und Restaurator*innen persönliche und vertiefende Einblicke in die Präsentationen. In der ganzen Nacht wird die Eröffnung mit der „Sauer Power Klubnacht“ des Kollektivs Slavs and Tatars im Schlüterhof gefeiert. Die über 100 Programmangebote können alle kostenfrei und ohne Anmeldung besucht werden.


Infos: www.humboldtforum.org/24h


16.09.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Ulrich Raphael Firsching

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