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Berlin Art Prize vergeben

in der Ausstellung „Alicja Rogalska. Stories from the Edge“

Nach einer pandemiebedingten zweijährigen Pause haben Hana Yoo, Lucas Odahara und Alicja Rogalska den Berlin Art Prize erhalten. Sie konnten sich erfolgreich unter den insgesamt acht Kandidat*innen mit ihren Ausstellungen in acht Berliner Projekträumen durchsetzen. Hana Yoos „Elbow Room“ in der Galerie des Kunst- und Kulturzentrums Acud sei eine offensive Darstellung autoritärer Regime und habe die Jury durch die „fein austarierten Provokationen“ überzeugt. „Wer den von Hana Yoo in einem beklemmenden Orange inszenierten Raum betritt, spürt Angst. Yoos intelligente Umgestaltung der Acud Galerie lenkt den Blick auf ihre Videoarbeiten und erinnert in diesem Sinne an eine Rattenfalle“, so das Preisgremium. In „Elbow Room“ nutzt die 1987 im südkoreanischen Busan geborene Künstlerin Ratten als Metapher, um Zustände wie Angst, Unterdrückung und Kontrolle zu vermitteln, die das Regime in Nordkorea auf seine Bevölkerung ausüben kann. Während Hana Yoo einerseits versucht, das Unbehagen im Leben unter einem autoritären Regime zu thematisieren, bewahrt sie dennoch Empathie für die Hauptpersonen des Films: die Ratten.

Lucas Odahara, 1989 in São Paulo geboren, bespielt mit der Installation „The Master’s Shoes“ den Projektraum „Die Möglichkeit einer Insel“ und untersucht mit verschiedenen Medien, darunter Keramikfliesen, Performance, Video und Schrift, wie unser persönliches und historisches Gedächtnis in Zusammenhang stehen. Die Jury erklärt: „Beim Betreten der Ausstellung von Lucas Odahara stellt sich ein Gefühl der Bodenständigkeit ein, seine Installation strahlt Ruhe aus und lädt zu tiefer Reflexion ein. Die subtilen narrativen Verbindungen, die der Künstler zwischen den drei Räumen herstellt, bestätigen seine Sensibilität für Sprache und wie diese als Werkzeug des Kolonialismus instrumentalisiert werden kann. Die Verwendung von Wasser als wiederkehrendes Element in der gesamten Ausstellung, sowohl physisch als auch symbolisch, schafft eine enge Beziehung zwischen den präsentierten Arbeiten.“ Gelobt wurde sein „poetischer Sinn für den Raum und seine nuancierte Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“.

Bei „Scherben“ in der Leipziger Straße lädt Alicja Rogalska die Besuchenden dazu ein, in ihre Videoinstallation „Stories from the Edge“ einzutauchen. Die Polin, die 1979 in Ostroleka in Masowien zu Welt kam, präsentiert dazu vier Filme, in denen sie mit kritischem Blick die Zukunft der Menschen vorstellt. Hierbei bildet die Analyse sozialer und politischer Strukturen des Alltäglichen ihre künstlerische Praxis. In der Jurybegründung heißt es: „Während die Sonne auf die rot getönten Fenster des Raums fällt und ein spiritueller Gesang uns nach innen lockt, lädt Alicja Rogalska die Besucher in ein apokalyptisches, von karger Erde umgebenes Ödland ein. Jede ihrer darin präsentierten, vier Videoarbeiten ist individuell und präzise, doch gemeinsam erkunden sie das Potenzial von politischem Aktivismus, posthumaner Körperlichkeit und spekulativen Vorstellungen von der Zukunft. Die Ausstellung fragmentiert unseren Sinn für Realität und Zeit auf eine Weise, die ein Jurymitglied als ‚erfrischend und visionär‘ bezeichnete.“ Es sei Alicja Rogalskas überzeugendes kritisches Denken und ihr Engagement für die Möglichkeiten kollektiver Improvisation, die die Jury zur Verleihung des Berlin Art Prize bewegte.

Das Vergabegremium, das mit den Künstlerinnen Candice Breitz, Anna Ehrenstein und Amelie von Wulffen sowie der Kuratorin Alya Sebti und dem Kulturgeografen Sinthujan Varatharajah besetzt war, sprach zudem eine lobende Erwähnung an Isabell Schulte und ihre Ausstellung „Part I-X“ im Spoiler Aktionsraum aus. Starke visuelle Sprache und Raum ergäben eine unerwartete, originelle, geradezu symphonische Paarung. Die kartografischen Zeichnungen von Isabell Schulte tanzten durch die Galerie, so die Jury.

Für den Berlin Art Prize, der seit 2013 verliehen wird, können sich alle in Berlin lebenden Künstler*innen bewerben, heuer rund 700 Kandidaten. Neben den Gewinnern wurden in diesem Jahr noch Bassem Saad, Mazen Khaddaj, das Duo Lina Mazenett und David Quiroga und Melanie Jame Wolf für die unabhängige Auszeichnung „jenseits der Ökonomie der Kunstwelt“ nominiert. Die Werke aller ausgewählten Künstler*innen sind noch bis Mitte Oktober an acht Ausstellungsorten zu sehen.


Infos: 2022.berlinartprize.com


20.09.2022

Quelle: Kuntmarkt.com/S. Hoffmann

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Stilrichtung:


Zeitgenössische Kunst

Variabilder:

in der Ausstellung „Alicja Rogalska. Stories from the Edge“
in der Ausstellung „Alicja Rogalska. Stories from the Edge“

Künstler:

Lucas Odahara

Künstler:

Alicja Rogalska

Künstler:

Isabell Schulte

Künstler:

Hana Yoo

Künstler:

Mazen Khaddaj

Künstler:


Lina Mazenett

Künstler:


David Quiroga








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