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Politische Kunst von Boris Lurie und Wolf Vostell in Koblenz

Boris Lurie, Hard Writings: LOAD, 1972

Unter dem Titel „Art After the Shoah“ erkundet das Koblenzer Ludwig Museum, wie sich Boris Lurie und Wolf Vostell den Themen Gewalt und Wirklichkeit genähert haben. Für beide Künstler war es ein existenzielles Anliegen, sich mit dem Schrecken des Holocaust künstlerisch auseinanderzusetzten. Schlimmer als die erlebten Verbrechen war es für sie, die Gleichgültigkeit ihrer Zeitgenossen und den Zynismus der amerikanischen Überflussgesellschaft zu ertragen. Beide Künstler entschieden sich für eine die Realität aufbrechende Kunst, die den Betrachter mit Fakten und Phänomenen der Gewalt konfrontiert. Der provokative Charakter der so entstandenen Kunstwerke sollte das Publikum zu einer Stellungnahme zwingen. So besteht etwa Boris Luries Papiercollage „Load“ von 1972 aus der Aufschrift „Load“, die über einer historischen Fotografie aus einem Konzentrationslager aufgebracht ist, die wiederum auf einer Ladefläche aufgeschichtete Leichen zeigt. Der Betrachter bleibt ohne Erklärung zurück und muss selbst mit der menschenverachtenden Brutalität der historischen Ereignisse und der unmittelbaren Konfrontation durch die Kunst zurechtkommen.

Boris Lurie und Wolf Vostell lernten sich vermutlich während Vostells ersten Aufenthalts 1964 in New York kennen. Der in Leverkusen geborene, später in Köln, Paris und Berlin tätige Vostell galt schon zu Beginn seiner Künstlerkarriere als schillernder Vertreter der international auftretenden Fluxus-Bewegung. Bereits seit den 1950er Jahren thematisierte er in Deutschland das ungeliebte Thema der Shoah. Der 1924 in der Sowjetunion geborene Lurie wurde als Jude 1941 von Deutschen in verschiedene Konzentrationslager verschleppt. Einzig er und sein Vater überlebten aus seiner Familie den Holocaust. Beide emigrierten nach dem Krieg in die USA. Im Kreis der New Yorker Exilkünstler baute Boris Lurie sein Konzept der Antikunst auf und gründete 1959 zusammen mit seinen Kollegen Sam Goodman und Stanley Fisher die „NO!art-Bewegung“ mit dem Ziel, die Realität der Nachkriegsgesellschaft offen und ehrlich darzustellen.

Die Ausstellung „Boris Lurie & Wolf Vostell – Art After the Shoah“ läuft bis zum 29. Januar 2023. Das Ludwig Museum hat dienstags bis sonntags von 10:30 bis 17 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr geöffnet – ausgenommen Heiligabend, 1. Weihnachtsfeiertag sowie Silvester und Neujahr. Der Eintritt kostet regulär 6 Euro, ermäßigt 4 Euro. Für Kinder bis 12 Jahr ist er frei. Begleitend erscheint bei Hatje Cantz ein Katalog, der an der Museumskasse für 50 Euro zu haben ist.

Ludwig Museum im Deutschherrenhaus
Esther-Bejarano-Straße 1
D-56068 Koblenz
Telefon: +49 (0)261 – 129 24 06


16.11.2022

Quelle: Kunstmarkt.com/Maximilian Nalbach

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Veranstaltung vom:


13.11.2022, Boris Lurie & Wolf Vostell – Art After the Shoah – An Art of Survival

Bei:


Ludwig Museum im Deutschherrenhaus

Stilrichtung:


Nachkriegskunst

Bericht:


Meine Kunst ist der ewige Widerstand gegen den Tod

Variabilder:

Boris Lurie, Hard Writings: LOAD, 1972
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Boris Lurie, A Jew is Dead..., 1964
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Boris Lurie in seinem Studio, um 1961
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Wolf Vostell, Lipstick Bomber, 1968
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Wolf Vostell 1963 in New York
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